Lernen zu lernen

„Es ist nicht die intelligenteste Spezies, die überlebt, und auch nicht die stärkste; die Spezies, die überlebt, ist diejenige, die sich am besten an ihre sich verändernde Umgebung anpassen kann.“

Diese einfache Wahrheit aus Charles Darwins epochemachendem Buch „Die Entstehung der Arten“ gilt nicht nur für Lebewesen. Auch das Überleben und Wachstum von Unternehmen hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich an veränderte Bedürfnisse anzupassen – insbesondere wenn es um die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter geht.

Laut der Studie des Weltwirtschaftsforums zur Zukunft der Arbeit werden „allgegenwärtiges Hochgeschwindigkeits-Mobilinternet, künstliche Intelligenz (KI), die weit verbreitete Einführung von Big-Data-Analysen und Cloud-Technologie“ das Geschäftswachstum zwischen 2018 und 2022 antreiben. Vor diesem Hintergrund werden Fähigkeiten wie Technologiekompetenz, analytisches und kritisches Denken, Kreativität, Innovation und die Beherrschung unterschiedlicher Arbeitsstile immer wichtiger.

Mit zahlreichen Initiativen unterstützt die Allianz ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den Anforderungen dieser vierten industriellen Revolution gerecht zu werden.

Wie sehen diese aus? Wie macht die Allianz ihre Mitarbeiter fit für die Zukunft? Das Allianz People Fact Book 2018 gibt einen ersten Einblick …

Veränderung des Geschäftsumfelds

Wie auch immer wir der Digitalisierung gegenüberstehen, wir können sie nicht aufhalten.

„Die Digitalisierung verändert nicht einfach unsere Prozesse, sondern revolutioniert die gesamte Art und Weise, wie wir leben und arbeiten“, sagt Aylin Somersan-Coqui, Personalvorstand der Allianz. „Welche Qualifikationslücken sich in naher Zukunft daraus ergeben könnten, haben wir in den letzten vier bis fünf Jahren detailliert untersucht.“

Nachdem im vergangenen Jahr drei große Tochterunternehmen der Allianz ihren voraussichtlichen Personalbedarf im Jahr 2022 ermittelt haben, starten sie in diesem Jahr mit verschiedenen Weiterbildungs- und Rekrutierungsmaßnahmen. Weitere Einheiten ziehen in den nächsten Jahren nach, sobald die entsprechenden strategischen Prozesse und Instrumente konzernweit in den Personalteams eingeführt wurden.

In einem zentralen „Register für digitale Kompetenzen“ werden die neuen Fähigkeiten erfasst, die in den verschiedenen Aufgabenbereichen erforderlich sind. Jeder dieser Aufgabenbereiche umfasst wiederum verschiedene Rollen, die in der Unternehmensgruppe benötigt werden. Darauf basierend werden Mitarbeitern positionsrelevante Lernlösungen angeboten. Zudem stehen in der gruppenweit zugänglichen LinkedIn Learning-Plattform der Allianz 12 Lernreisen zur Verbesserung der digitalen Kompetenzen bereit. 

Vielfältige Anforderungen

Hinter dem Begriff der Digitalisierung verbirgt sich tatsächlich eine Vielzahl von Themen: KI, maschinelles Lernen, Big Data-Analysen, das Internet der Dinge, Fintech, Blockchain, Robotik oder Unternehmens- sowie IT-Architektur, Design-Thinking oder agile Unternehmensführung – all das ist mitgemeint, wenn die Rede von Digitalisierung ist.

Um jeden einzelnen Mitarbeiter in die damit verbundenen Veränderungsprozesse einzubeziehen, ist ein mehrstufiger Ansatz vonnöten. „Im Januar letzten Jahres haben wir konzernweit LinkedIn Learning eingeführt, um das Selbstlernen zu fördern. Bis zu 44 Prozent der Kurse auf der Plattform dienen der digitalen Weiterqualifizierung“, ergänzt Somersan-Coqui.

Die Allianzer nutzten die Gelegenheit – mehr als 40.000 Mitarbeiter haben sich 2018 angemeldet und beeindruckende 1,7 Millionen Lernvideos angesehen. Rund 60 Prozent dieser auf LinkedIn Learning absolvierten Programme deckten unmittelbar den künftigen Qualifikationsbedarf des Unternehmens ab.

Regional verfügt die Allianz über mehrere interne funktionale Akademien, die digitalen Trends in ihre Trainingsprogramme integrieren.

Die Allianz Operations & IT Academy bietet 32 Entwicklungsprogramme zu strategischen Initiativen wie Digitalisierung und Transformation sowie fachliche Schulungen zu Themen wie Geschäftsanalyse und -transformation, Informationssicherheit und robotergestützte Prozessautomatisierung. Zusätzlich decken Soft-Skill-Schulungen Themen wie Kommunikationsfähigkeit und Zusammenarbeit ab.

Im vergangenen Jahr hat die Allianz Operations & IT Academy 122 Bronze- und 12 Silber-Zertifizierungen vergeben.

Im Jahr 2018 verzeichneten die virtuellen Lernprogramme der Akademie rund 13.500 Teilnehmer. In diesem Jahr strebt sie einen Teilnehmerzuwachs von 25 Prozent an; dafür weitet sie ihre Kurse um 25 Prozent aus und hat 10 neue Entwicklungsprogramme aufgesetzt.

Auch die Allianz P&C Academy sowie die Health Academy berücksichtigen in ihren Kursen, unter anderem zu Underwriting, Schadenbearbeitung und Risikoanalyse, die neuesten technologischen Trends. In mehreren Einheiten der Allianz Gruppe hat die P&C Academy kürzlich ein Daten- und Analysetraining für Mitarbeiter eingeführt. Die 14 E-Learning-Kurse vermitteln nicht nur die Grundlagen moderner Analysetechniken, sondern zeigen auch, wie die Allianz diese Instrumente einsetzt, um den Kundenservice zu verbessern und bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Doch das ist erst der Anfang.

Vier Konferenzen zu Digitalthemen („Digital Sessions“) pro Jahr, zahlreiche Workshops, Lerntage sowie Offline- und Online-Trainings werden zur Zeit konzernweit entwickelt, um die Mitarbeiter beim Erwerb weiterer IT-Skills zu unterstützen. 

Lernen auf allen Ebenen

Bisher glaubte man, nur Nachwuchskräfte müssten sich neue Fähigkeiten aneignen. Heute sieht das anders aus.

Ob Praktikant oder Führungskraft, Junior oder Senior, CXO oder Berater – jeder muss sich heutzutage kontinuierlich weiterbilden, nicht nur, um die grauen Zellen fit zu halten, sondern vor allem, um sich in einem schnell verändernden Umfeld zurechtzufinden.

Im vergangenen Jahr qualifizierte die Leadership Academy der Allianz über 300 Führungskräfte in ihrem Allianz Leadership Development Program (ALDP), dem Allianz Management Program (AMP), dem Strategy Campus sowie ihren fachlichen Entwicklungsprogrammen.

Das Trainingsprogramm „IT-Kompetenz für Topmanager“ vermittelt Spitzen-Führungskräften, dass heute Business und IT zwei Seiten derselben Medaille sind. Wie können Technologie und KI den Unternehmenswert steigern? Wie kann man IT-Projekte mit neuen Methoden bestmöglich managen? Wie richtet man zuverlässige Datensicherheitssysteme ein? Diese und viele weitere Fragen zur Integration von IT in das Unternehmen beantwortet das Programm.

„Wir brauchen alle Mann an Deck, um die größte Transformation in der Geschichte der Allianz hin zu einem digitalen, datengesteuerten Versicherungsunternehmen voranzutreiben“, sagt Christof Mascher, Chief Operating Officer der Allianz. „Weltweit die Kompetenzen unserer Mitarbeiter aufzubauen ist für unseren digitalen Umbau unerlässlich. Da die Grenzen zwischen den Funktionsbereichen verschwinden, müssen alle unsere Mitarbeiter über IT-Fähigkeiten verfügen und vorbereitet auf den Wandel sein.“

Ergänzend zu ihren internen Programme arbeitet die Allianz mit Universitäten und anderen Einrichtungen zusammen, um ihren Mitarbeitern Best Practices zu vermitteln. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit der European School of Management and Technology mit Sitz in Berlin sowie einer renommierten Mediengruppe zur Ausbildung von Potenzialträgern.

Blick nach vorn

Weltweit beschäftigt die Allianz Gruppe über 142.000 Mitarbeiter, von denen die meisten laut dem neuesten Fact Book in Deutschland, Frankreich, Amerika, England, Italien, Australien, Indien, Spanien, Österreich und Brasilien angestellt sind.

Nicht nur die Allianz als Unternehmen, sondern auch ihre Mitarbeiter sehen sich auf Wachstumskurs, wie die Teilnehmerzahlen an den zahlreichen Lernformaten belegen: Rund 70 Prozent der Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr drei volle Schulungstage gebucht. Insgesamt gab die Allianz 646 Euro pro Mitarbeiter für Schulungen aus.

Im Dow Jones Sustainability Index 2018 erreicht das Unternehmen mit einem Rating von 100 Prozent zum zweiten Mal in Folge den Spitzenplatz in der Kategorie „human capital development“.

Fit für die Zukunft, fit für Wachstum. 

Das Allianz People Fact Book 2018 ist der offizielle und umfassendste Bericht über die Mitarbeiter der Allianz. 

Die Allianz Gruppe zählt zu den weltweit führenden Versicherern und Asset Managern und betreut mehr als 92 Millionen Privat- und Unternehmenskunden. Versicherungskunden der Allianz nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Die Allianz ist einer der weltweit größten Investoren und betreut im Auftrag ihrer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von rund 673 Milliarden Euro. Zudem verwalten unsere Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors mehr als 1,4 Billionen Euro für Dritte. Mit unserer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in unsere Geschäftsprozesse und Investitionsentscheidungen sind wir der führende Versicherer im Dow Jones Sustainability Index. 2018 erwirtschafteten über 142.000 Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern für die Gruppe einen Umsatz von 131 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 11,5 Milliarden Euro.

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

Pressekontakt

 

Flavia Genillard
Allianz SE

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

Weitere Informationen

Allianz People Fact Book 2018: Lernen zu lernen

Künstliche Intelligenz, Big Data und weitere technologische Entwicklungen verändern die Unternehmenswelt tiefgreifend. Das Allianz People Fact Book 2018 zeigt, wie die Allianz ihre Mitarbeiter dabei unterstützt, die erforderlichen Fähigkeiten zu erwerben. 

Der komplizierte Weg zur einfachen Lösung

Den Grundgedanken der Vereinfachung in der Allianz verkörpert seit kurzem auch unser neues Karriereportal. Es ist einfach und modern, setzt aber gleichzeitig viele Ideen um und erfüllt verschiedene Anforderungen.

Allianz HR Fact Book 2017
Die Mitarbeiter von morgen

Die dritte digitale Dekade rückt näher – darum setzt die Allianz ein Zeichen und stattet ihre Mitarbeiter mit dem erforderlichen Handwerkszeug aus. So können sie in Sachen Lernen immer einen Schritt voraus sein.