Euro Monitor 2017: Konjunktureller Rückenwind, aber nachlassende Reformbereitschaft

Aus konjunktureller Sicht könnte es dem Euroraum zur Zeit kaum besser gehen. Ein Ende des Aufschwungs ist nicht in Sicht, die Hochphase hat gerade erst begonnen. Das Ergebnis unseres diesjährigen Euro Monitors, mit dem wir alljährlich anhand von 20 Indikatoren den Zustand der Euro-Volkswirtschaften messen, spiegelt diese Entwicklung wider.

Das Nettozinseinkommen der Privaten Haushalte

Im Sommer 2017 überraschte die EZB mit Berechnungen zum Nettozinseinkommen der Haushalte in verschiedenen Euroländern. Danach wären die Einkommenseffekte der Niedrigzinsen generell niedrig (maximal bis 2% des BIP) und in Deutschland sogar zu vernachlässigen. Ein Muster bei den Effekten – eher positiv für den (verschuldeten) „Süden“, eher negativ für den (sparsamen) „Norden“ – ließe sich auch nicht erkennen.

Demographische Entwicklung in Deutschland: Neue Projektionen und alte Herausforderungen

Die aktuellen Bevölkerungsvorhersagen für Deutschland bedeuten eine Zäsur in der Einschätzung der demographischen Entwicklung: Statt eines anhaltenden Rückgangs der Einwohnerzahl Deutschlands wird nun zumindest auf mittlere Sicht ein weiterer Bevölkerungszuwachs erwartet und auch der Anstieg des Altersquotienten soll schwächer ausfallen als bislang befürchtet.

Private Vermögensrenditen in ausgewählten Euroländern

In ihrer aktuellen Analyse „Private Vermögensrenditen in ausgewählten Euroländern“ unter-sucht die Allianz das Sparverhalten der privaten Haushalte in neun Ländern seit 2003. Von Interesse ist dabei nicht nur die Frage, wie viel die Sparer auf die hohe Kante legten, sondern vor allem welchen Beitrag Wertsteigerungen und Vermögenseinkommen – also die erzielte Rendite – zur Geldvermögensentwicklung in den Jahren vor, während und nach der Finanzkrise geleistet haben. 

Konjunkturprognose 2018

Die Konjunktur in Deutschland hat in der ersten Jahreshälfte 2017 spürbar an Dynamik gewonnen. Auf Jahresrate gerechnet ergab sich im ersten Halbjahr 2017 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,7%. Das ist das stärkste Wirtschaftswachstum seit dem ersten Halbjahr 2011.

Globale Versicherungsmärkte - Aktueller Stand und Ausblick bis 2027

In ihrer jüngsten Studie analysieren die Ökonomen der Allianz SE die Wachstumschancen der globalen Sach- und Lebensversicherungsmärkte. Nach den mageren Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise können die Versicherer wieder mit mehr Zuversicht nach vorne schauen: Wuchsen die Versicherungsprämien seit dem Jahr 2008 weltweit im Durchschnitt nur mit 3,1 Prozent pro Jahr, dürfte sich das Wachstum in der nächsten Dekade auf 5,9 Prozent beschleunigen.

Die Zinseffekte der Geldpolitik

Mit fundamentalen ökonomischen Daten wie Inflation und Wirtschaftswachstum steht das Renditeniveau langfristiger Anleihen nicht mehr im Einklang. Die Abweichungen sind durch den Einfluss der Geldpolitik zu erklären..

Euro Monitor 2016: Nachlassende Reformbereitschaft

Trotz der günstigen Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2016 konnte die EWU-Wirtschaft keine weiteren Fortschritte beim Abbau von makroökonomischen Ungleichgewichten verzeichnen.

Über die Zuverlässigkeit von Bevölkerungsvorausschätzungen

Der unerwartete Anstieg der Einwohnerzahl Deutschlands auf voraussichtlich 82,8 Millionen in Folge der Flüchtlingswelle hat eine Debatte über die Zuverlässigkeit von Bevölkerungsvorausschätzungen ausgelöst. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie rasch diese an aktuelle Entwicklungen angepasst werden sollten, da sie eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen sind.