Erdbeben- und Brandforschungszentrum in der Türkei erweitert die Familie der Allianz Forschungszentren

Die Familie der Allianz Zentren für Technik wächst.

Mit dem Allianz Teknik Earthquake and Fire Testing and Training Center in der Türkei stehen nun drei Forschungs-Center der Allianz Gruppe zur Verfügung, um Kunden und Gesellschaft bei der Schadenverhütung zu unterstützen, Produkte und Prozesse zu verbessern sowie die Betriebssicherheit von Anlagen und Gebrauchsgegenständen zu erhöhen. Die Erkenntnisse aus der Schadensanalyse helfen seit Jahrzehnten dabei, Unfälle von Privatpersonen und Schäden in Unternehmen zu verringern.

Neues Erdbeben-Zentrum in der Türkei

Das Allianz Teknik Earthquake and Fire Testing and Training Center wurde Ende 2019 offiziell auf dem Campus der Türkisch-Deutschen Universität in Beykoz, Istanbul, eröffnet.

Auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern beherbergt das Testzentrum unter anderem ein Erdbebenlabor, in dem neben Erdbebentests auch Automobil- und Transporttests durchgeführt werden können, eine Erdbebensimulation speziell für das Erdbebenreaktionstraining, eine Brandmelde- und Löschübungshalle, einen Feuerlöschpumpenraum und eine Entrauchungssimulation für praktische Übungen.

Es ist das dritte Testzentrum der Allianz Gruppe und auch das erste Testzentrum des Unternehmens, das in einem Erdbebengebiet eingesetzt wird. Die Türkei ist eines der seismisch aktivsten Länder der Welt und wird immer wieder von heftigen Erdbeben heimgesucht. Allianz Teknik wird Erdbeben- und Brandtests für die Industrie sowie Zertifizierungs- und Schulungsprogramme durchführen.

Unter dem Dach des Zentrums wird eine professionelle Risikoberatung angeboten, die zusammen mit professionellen Institutionen und Universitäten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird. Das Zentrum trägt auch zur Ausbildung von qualifizierten Technikern und Ingenieuren im privaten Sektor bei und bietet wissenschaftliche Programme für Studenten sowie Bildungsinitiativen für Jugendliche und Kinder durch speziell entworfene Spielzeuge und Geräte an.

"Unser Hauptschwerpunkt in diesem Projekt ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Risiken. Wir können praktische Schulungen für Katastrophen-Risikomanagement und Notfallmaßnahmen gegen Erdbeben- und Brandgefahren organisieren und Testdienstleistungen anbieten, um potenzielle Risiken zu reduzieren, bevor unseren Kunden etwas Schlimmes passiert", sagt Ceyhun Eren, Direktor von Allianz Teknik und Risk Engineering.

Allianz Technik Earthquake and Fire Testing and Training Center
Copyright: Allianz.com

Kompetenzzentrum für die Automobiltechnologie in Ismaning

Ein Teil des Allianz Zentrum für Technik in Deutschland ist das in Ismaning bei München beheimatete Kompetenzzentrum der Allianz für Automobiltechnologie, die AZT Automotive GmbH. Das Forschungszentrum wurde 1971 als Reaktion auf den rasanten Anstieg der Unfallzahlen und der damit verbundenen Schadenkosten im Zuge der Massenmotorisierung unter Leitung von Professor Max Danner gegründet und 1973 um eine Crashbahn erweitert. Seit 1982 gilt der im Allianz Zentrum für Technik (AZT) entwickelte Crash-Reparaturtest als Prüfstein für die Reparaturfreundlichkeit von Fahrzeugen nach leichteren Unfällen.

Als Reaktion auf den sprunghaften Anstieg  gestohlener Fahrzeuge definierten die Sicherheitsexperten des AZT Anfang der 90er Jahre zudem Standards und Anforderungen für den Diebstahlschutz, mit dem Ergebnis einer gesetzlichen Einführung der elektronischen Wegfahrsperre für neu zugelassene Pkw. Neben klassischen Themen aus dem Bereich Reparaturforschung beschäftigt sich das AZT zunehmend mit Fragstellungen aus den Bereichen automatisiertes Fahren, Elektromobilität , Fahrzeugdaten und Sicherheit von vernetzten Fahrzeugen. Zusätzlich werden Verkehrssicherheitskampagnen u. a. zu den Themen Fahrradhelm, Anschnallen im Auto und Gefahren des toten Winkels für die Zielgruppe Kinder veröffentlicht und Schulungsmaßnahmen national und international durchgeführt.

„Als Kompetenzzentrum der Allianz für Automobiltechnologie sehen wir es als unsere zentrale Aufgabe an, Innovationen im Automobilbereich frühzeitig zu erkennen und deren Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit allgemein und für die Kraftfahrtversicherung zu untersuchen. Hierzu arbeiten wir gemeinsam mit Experten aus der Automobil- und Reparaturindustrie, der Wissenschaft sowie der Versicherung an Lösungen“, sagt Dr. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer AZT Automotive GmbH. 

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Den Ursachen von Industrieschäden erfolgreich auf der Spur

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Werkstoffprüfung (GWP) blickt die Allianz Risk Consulting GmbH mit dem Allianz Zentrum für Technik/Industrietechnik seit nun mehr zwölf Jahren auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Kooperationslabor in Zorneding zurück. Neben den klassischen Untersuchungsmethoden für die Schadensanalyse werden auch innovative Verfahren eingesetzt, wie z.B. 3D Scans und Computertomographie.

Auch eine Remote Lab Anwendung, mit der Kunden aus der Ferne an den Untersuchungen teilnehmen können, steht zur Verfügung. Ziel der Untersuchungen ist es, den Schadensmechanismus von Schäden an Industrieanlagen, Kraftwerken und technischen Komponenten aufzuklären und damit die Ermittlung der Schadenursache zu ermöglichen. Naturwissenschaftler, Ingenieure und Techniker der Allianz Global Corporate & Specialty arbeiten eng zusammen, um daraus Erkenntnisse für die Schadenvermeidung zu generieren – für die Versicherung aber auch für die Betreiber, Hersteller und für einen Erfahrungsaustausch in Fachgremien und technischen Publikationen.

Wie bei Gründung des AZT vor 88 Jahren geht es darum, aus dem Schaden klug zu werden. „Das Motto „Damage goes Knowledge“ ist in der DNA unser Mitarbeiter fest verwurzelt“, erklärt Stefan Thumm, Betriebsleiter des AZT. Im Zentrum der Untersuchungen stehen neben den konventionellen Energieerzeugungsanlagen seit Jahren zunehmend Schadenmuster an den Anlagen aus der erneuerbaren Energieerzeugung wie insbesondere On- und Offshore Windanlagen.

Die technologische Entwicklung in diesem Bereich ist sehr breit und schnell. Wir sind sehr stolz, dass wir diese Technik mit unserer vielseitigen und modernen Laborausstattung, besser verstehen und Schäden reduzieren, was letztlich auch Basis für den Erfolg und die Wirtschaftlichkeit neuer Technologien ist“, erklärt der Geschäftsführer der ARC GmbH Johannes Stoiber.

Die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) ist ein weltweit führender Anbieter von Industrieversicherungen und eine wichtige Geschäftseinheit der Allianz Gruppe. Wir bieten – über zwölf speziellen Versicherungssparten – Risikoberatung, Schaden- und Unfallversicherung und alternativen Risikotransfer für ein breites Spektrum von Firmen-, Industrie und Spezialrisiken.

Unsere Kunden sind so vielfältig wie die Wirtschaft. Sie reichen von den 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt über kleine Firmen bis hin zu Privatpersonen. Darunter sind führende Konsumgütermarken, Technologieunternehmen und die globale Luft- und Schifffahrtsindustrie ebenso wie Weinkellereien, Satellitenbetreiber oder Hollywood-Filmproduktionen. In einem dynamischen, multinationalen Geschäftsumfeld suchen sie bei der AGCS nach intelligenten Antworten für ihre größten und komplexesten Risiken und vertrauen auf unsere hervorragende Leistung im Schadensfall.

Weltweit beschäftigt die AGCS 4.450 Mitarbeiter an eigenen Standorten in 32 Ländern und ist über das Netzwerk der Allianz Gruppe oder von Partnern in über 200 Ländern und Gebieten vor Ort. Als eine der größten Schaden- und Unfallversicherungseinheiten der Allianz Gruppe verfügen wir über starke und stabile Finanzratings. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die AGCS weltweit Bruttoprämien in Höhe von insgesamt 9,1 Milliarden Euro.

Die Allianz Gruppe zählt zu den weltweit führenden Versicherern und Asset Managern und betreut mehr als 100 Millionen Privat- und Unternehmenskunden in mehr als 70 Ländern. Versicherungskunden der Allianz nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Die Allianz ist einer der weltweit größten Investoren und betreut im Auftrag ihrer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von 766 Milliarden Euro. Zudem verwalten unsere Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors 1,7 Billionen Euro für Dritte. Mit unserer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in unsere Geschäftsprozesse und Investitionsentscheidungen sind wir der führende Versicherer im Dow Jones Sustainability Index. 2019 erwirtschafteten über 147.000 Mitarbeiter für die Gruppe einen Umsatz von 142 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 11,9 Milliarden Euro.

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

Pressekontakte

 

Daniel Aschoff
Allianz Global Corporate & Specialty

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:
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