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„Versicherung: der Umbruch steht bevor!“

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„Startups bieten dem Finanzsektor eine unerschöpfliche Quelle an digitalen Innovationen und ungenutzten Ressourcen“, sagt Marc Oerke, Head of Allianz Digital Corporate Ventures. Er nimmt Startups unter die Lupe, spricht mit deren Gründern. Und manchmal investiert er auch. Drei Investitionen wurden kürzlich abgeschlossen: in Argus Cyber Security, QuanTemplate und Urgent.ly. In unserem Interview erklärt Oerke, warum die Allianz in diese drei Unternehmen investiert hat und warum Startups und die gesamte Gründerlandschaft für das Versicherungswesen so wichtig, ja sogar unverzichtbar sind.

 

Allianz SE
München, 30.09.2015

Allianz-Mark Oerke: „Unser Plan ist es, fünf bis sieben Investitionen pro Jahr zu tätigen. Wenn wir das über einen Zeitraum von 5 Jahren tun, haben wir ein beachtliches Portfolio aufgebaut.“

Mark Oerke: „Unser Plan ist es, fünf bis sieben Investitionen pro Jahr zu tätigen. Wenn wir das über einen Zeitraum von 5 Jahren tun, haben wir ein beachtliches Portfolio aufgebaut.“

Allianz.com: Erklären Sie uns doch bitte die Idee hinter Allianz Digital Corporate Ventures.
 

Marc Oerke: Die Allianz setzt derzeit eine wichtige Initiative in die Tat um: die Digitalisierung der Gruppe. Allianz Digital Corporate Ventures unterstützt diese Initiative durch Investitionen in junge Unternehmen. Als strategischer Investor halten wir nach Investmentmöglichkeiten Ausschau, bei denen durch eine Verbindung sowohl für das Startup als auch für die Allianz ein Mehrwert generiert wird. Daher investieren wir in Unternehmen, die neue Ideen vorantreiben, mit dem Potenzial, unseren Kunden neue Produkte oder Dienstleistungen zu bieten oder sogar in neue Kundengruppen vorzudringen. Sie entwickeln neue Technologien, die eventuell zu einem bahnbrechenden Geschäftsmodell für das Versicherungswesen führen könnten. Wenn es darum geht, digitale Innovation zu ermöglichen und die Vorteile zu nutzen, wollen wir nicht nur Zuschauer sein, sondern eine aktive Rolle spielen.
 
Kürzlich haben Sie in Argus Cyber Security, QuanTemplate und Urgent.ly investiert. Können Sie die jeweiligen Geschäftsmodelle erklären? Was möchten Sie durch eine Investition in diese Unternehmen erreichen?
 
Ganz allgemein liegen die Schwerpunkte unserer Investitionen in den Bereichen FinTech, Connected Car/Home, Data and Analytics, Cyber Security sowie Digital Health.
 
Argus ist ein Pionier auf dem Gebiet der Netzsicherheit für die Automobilindustrie. Sie schützen vernetzte Fahrzeuge und gewerbliche Fahrzeuge vor Hackerangriffen. Dabei unterstützen sie Autohersteller, ihre Tier-1-Zulieferer und die Konnektivitäts-Anbieter des Zubehörmarktes. Erinnern Sie sich noch an den Jeep, der im Juli 2015 gehackt wurde? Daraufhin mussten 1,4 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen werden. In Zukunft werden wir noch mehr vernetzte Fahrzeuge und autonome Autos auf unseren Straßen sehen. Eine der Hauptfragen ist: Wie können wir sicherstellen, dass diese Autos gegen Cyber Risiken geschützt sind? Diese Investition unterstützt uns dabei, unsere Rolle in der Welt der autonomen Autos noch weiter zu erkunden.
 
QuanTemplate ist ein einzigartiges Daten- und Analyseunternehmen, das sich auf die Bedürfnisse von Versicherern hinsichtlich der Analyse und Visualisierung von Risiken spezialisiert hat. Für Unternehmen wie die Allianz ist es wichtig, vorhandene Daten schnell analysieren und umgehend auf verantwortungsvolle und risikoorientierte Weise verarbeiten zu können. Wir glauben, dass QuanTemplate eine Software entwickelt hat, die genau dieses Thema aufgreift – bisher haben wir noch nichts Vergleichbares gesehen.
 
Urgent.ly: Das Unternehmen hat einen sehr innovativen Service entwickelt, der sich die mobile On-demand-Landschaft sowie vernetzte Fahrzeuge zu Nutze macht. Bei einem Notfall können Fahrer den nächsten, autorisierten Pannenhelfer ausfindig machen und in Echtzeit über den Routenplaner in ihrem Smartphone verfolgen, wo sich der Dienstleister gerade auf dem Weg zu ihnen befindet. Es handelt sich hier um eine praktische und transparente Dienstleistung, die den Bedürfnissen des Kunden in einer Stresssituation gerecht wird.
 
Die Allianz begegnet den Herausforderungen der digitalen Welt mit verschiedenen Strategien. Bezüglich des Startup-Segments, was ist der Unterschied zwischen Allianz Digital Corporate Ventures und Allianz Digital Accelerator?
 
Allianz Digital Corporate Ventures investiert in Startups, sobald diese eine bestimmte Entwicklungsstufe erreicht haben, welche sich durch ein getestetes Geschäftsmodell mit einem Produkt, Kunden und ersten Umsätzen auszeichnet. Der Allianz Digital Accelerator hingegen hat sich als Innovationslabor positioniert und baut neue Geschäftsmodelle für die Allianz Gruppe auf. Er konzentriert sich auf die Entwicklung und den Ausbau von ersten unternehmerischen Ideen, die zum Kerngeschäft der Allianz passen. Hierzu sichten und validieren sie entsprechende Ideen, Technologien und Geschäftsmodelle.

Allianz-Für Mark Oerke ist diese Frage essentiell bei Investments: „Wer sind die anderen am Startup beteiligten Investoren sowie die Partner des Startups?“ Für Mark Oerke ist diese Frage essentiell bei Investments: „Wer sind die anderen am Startup beteiligten Investoren sowie die Partner des Startups?“
Wie investieren Sie?
 
Unser Plan ist es, fünf bis sieben Investitionen pro Jahr zu tätigen. Wenn wir das über einen Zeitraum von 5 Jahren tun, haben wir ein beachtliches Portfolio aufgebaut. Für das Versicherungswesen steht der Umbruch bevor! Es ist eine interessante Branche, für die jedoch bisher noch niemand den Code geknackt hat. Risikokapitalgeber sind jedoch bereit, viel Geld in Unternehmen zu investieren, die einen Umbruch im Versicherungswesen bewirken. Daher ist es wichtig für uns, eine aktive Rolle zu spielen.
 
Nennen Sie drei Kriterien, die ein Startup, in das Sie investieren möchten, erfüllen muss.
 
Als strategischer Investor ist für uns das erste wichtige Kriterium eine potenzielle Schnittstelle mit der Allianz, um eine gegenseitige Wertschöpfung generieren zu können.
 
Dann sehen wir uns das Führungsteam an. Tolle Gründer locken exzellente Teams an und halte diese zusammen – und solche Teams sind oft erfolgreich. Wir fragen: Wie erfahren sind sie? Haben sie bereits andere Startups erfolgreich auf den Markt gebracht und passen sie in unsere Strategie? Wir nehmen auch das Marktpotenzial des entsprechenden Angebots unter die Lupe. Und wir bewerten das Produkt an sich und das damit verbundene geistige Eigentum. Es müssen also folgende Gegebenheiten vorliegen: ein tolles Produkt, ein klares Marktpotenzial und ein exzellentes Team.
 
Ich würde sogar noch eine viertes Kriterium anführen: Wer sind die anderen am Startup beteiligten Investoren sowie die Partner des Startups? Das ist von großer Bedeutung, da man sich auf eine gemeinsame Strategie für die neuen Unternehmen einigen und diese entwickeln sowie die notwendige finanzielle Unterstützung erbringen muss.
 
Wie stellen Sie den ersten Kontakt zu neuen Startups her?
 
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Dealflow zu generieren. Manchmal entsteht ein erster Kontakt durch Beziehungen innerhalb der Allianz. Die zweite Quelle ist unser Netzwerk und der intensive Austausch mit anderen Risikokapitalgebern. Verschiedene Konzerne haben vergleichbare Einheiten wie die unsere. Wenn sie auf ein Startup mit einer für den Versicherungssektor relevanten Idee stoßen, geben sie uns Bescheid und wir tun dies umgekehrt auch. Aber wir beobachten den Markt natürlich auch selbst sehr intensiv, überprüfen Datenbanken und halten auf Konferenzen Ausschau nach interessanten Kandidaten. Und nicht zu vergessen: Wenn ein Startup eine Schnittstelle zum Versicherungs-, Vermögensverwaltungs- oder Assistance-Dienstleistungsgeschäft nachweisen kann und nach Geldgebern sucht, können sich die Gründer per E-Mail an uns wenden.
 
Was sind derzeit die Hotspots für Investitionen? Wir hören viel über Silicon Valley: Wie steht es mit London, Paris, Berlin?
 
Abgesehen von den Vereinigten Staaten spielen Europa und Israel eine wichtige Rolle auf diesem Gebiet. Berlin, Tel Aviv und die US-amerikanische Westküste sind derzeit die Hotspots.
 
London ist für die Finanztechnologie (FinTech) von großer Bedeutung. Da sich unser Hauptsitz in München befindet, liegt unser Schwerpunkt auf Europa und den Vereinigten Staaten. Daher reist unser Team viel und trifft sich regelmäßig mit potenziellen Startups, um Kontakte herzustellen und diese zu pflegen. Auch in München gibt es tolle Startups: Die Allianz ist auf der DLD-Konferenz hochkarätig vertreten. Diese Woche sind wir gemeinsam mit unserem COO auch auf der Bits and Pretzels.
 
Heute in 5 Jahren. Welche Nachricht möchten Sie gerne über Ihre Einheit lesen?
 
Ich möchte gerne einen Beweis dafür sehen, dass Allianz Digital Corporate Ventures einen bedeutenden Beitrag zur künftigen Umgestaltung der Geschäftstätigkeit der Allianz geleistet hat.

 

Update am 7.10.2015

  Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

 

  Pressekontakt

Petra Krüll
Allianz SE
Tel.: +49.89.3800-2628
E-Mail senden

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