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Über die Zuverlässigkeit von Bevölkerungsvorausschätzungen

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Der unerwartete Anstieg der Einwohnerzahl Deutschlands auf voraussichtlich 82,8 Millionen in Folge der Flüchtlingswelle hat eine Debatte über die Zuverlässigkeit von Bevölkerungsvorausschätzungen ausgelöst. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie rasch diese an aktuelle Entwicklungen angepasst werden sollten, da sie eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen sind.

Allianz SE
München, 17.03.2017

Die Zuverlässigkeit von Bevölkerungsvorausschätzungen hängt von der Qualität der Datenbasis und der Annahmen über die künftige Entwicklung der demographischen Einflussgrößen, d.h. Sterblichkeit, Geburtenraten und Wanderungssalden, ab. Erfahrungswerte fließen in die Annahmen ebenso ein wie Entwicklungen am aktuellen Rand, von denen häufig zum Zeitpunkt der Erstellung der Vorausschätzung nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob es sich um einen Trend oder ein einmaliges Ereignis handelt. Am Beispiel der Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes lässt sich zeigen, dass sich die Vorhersagegenauigkeit von Geburtenraten und Lebenserwartung aufgrund der Verstetigung der Entwicklung dieser beiden Größen in den letzten Jahrzehnten verbessert hat, während der Wanderungssaldo aufgrund seiner Volatilität in der Vergangenheit kaum vorhersehbar war.