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Konjunkturaussichten Asien – robust, aber Risiken bestehen fort

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Dem massiven Konjunktureinbruch im Winter 2008/2009 folgte eine mitunter recht kräftige Erholung der Weltwirtschaft, die bis zuletzt andauerte. Im vergangenen Jahr wuchs die globale Wertschöpfung um 4,1%, nach einem Minus von 2,1% im Jahr 2009. Das Ausmaß dieser Erholung variierte jedoch sehr stark zwischen den einzelnen Ländern und Regionen. Besonders dynamisch fiel die Entwicklung in den Schwellenländern aus, und hier insbesondere in Asien, wo die Industrieproduktion mittlerweile gut 46% über dem Niveau des Jahres 2007 liegt. Zum Vergleich: Die Industrieländer haben ihre krisenbedingten Produktionsverluste noch immer nicht aufgeholt, ihre Industrieproduktion liegt aktuell noch fast 10% unter dem Niveau von 2007.


, 25.07.2011

Nach dem robusten Start in das laufende Jahr dürfte die Weltwirtschaft bereits schon im zweiten Quartal an Fahrt eingebüßt haben. Insbesondere zwei Faktoren zeichnen sich hierfür verantwortlich: Zum einen hat die Natur- und Reaktorkatastrophe in Japan die Produktionsketten global behindert. Zum anderen hat der kräftige Rohstoffpreisanstieg Unternehmen und Haushalten erhebliche Realeinkommensverluste zugefügt. Darüber hinaus dürfte in Europa die Zuspitzung der Staatsschuldenkrise die wirtschaftlichen Erwartungen zumindest leicht gedämpft haben.Wir gehen davon aus, dass sich der Konjunkturaufschwung weltweit zwar fortsetzen wird, allerdings dürfte er moderater als noch in den vergangenen 1½ Jahren ausfallen. So wird der Welthandel zwar weiter expandieren, aber sicherlich nicht mehr so dynamisch wie in der unmittelbaren Erholungsphase nach dem globalen Konjunktureinbruch. Auch die anhaltenden staatlichen Konsolidierungsbemühungen in vielen Industrieländern belasten zumindest auf kurze und mittlere Sicht das dortige Wachstum. Insgesamt dürfte die globale Wertschöpfung in diesem Jahr um 3,3% zulegen.