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Schwellenländer: Schuldenkonsolidierung bei asiatischen Unternehmen zu erwarten

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Das kräftige Wachstum der Schwellenländer in den ersten Jahren nach der globalen Rezession 2009 wurde insbesondere in den Ländern Asiens von einem rapiden Aufbau der Verschuldung bei den privaten Haushalten und im Unternehmenssektor begleitet. Der überproportionale Verschuldungsaufbau wird sich allerdings nicht dauerhaft fortsetzen können. Während die Verschuldungsquoten der privaten Haushalte in den Schwellenländern noch weit unter denen in den Industrieländern liegen, hat die Unternehmensverschuldung im nicht-finanziellen Bereich bereits das Niveau der Industrieländer erreicht. Wachsende Schuldenberge, die lange Zeit das Wirtschaftswachstum vielerorts befeuerten, werden künftig die Wachstumsdynamik zumindest eher dämpfen.

Allianz SE
Munich, 10.02.2016
In unserem neuen Working Paper „Schwellenländer: Schuldenkonsolidierung bei asiatischen Unternehmen zu erwarten“ werfen wir ein Licht auf die Ver-schuldungslage des Privatsektors in den Schwellenländern und hierbei insbe-sondere auf die Lage bei den nicht-finanziellen Kapitalunternehmen. Ohne die durchaus schwierige Verschuldungssituation in anderen Schwellenländern wie beispielsweise in Brasilien und in der Türkei verharmlosen zu wollen, liegt das Hauptverschuldungsproblem in Asien. Dass unter allen Emerging Market-Regionen der asiatische Unternehmenssektor den größten Schuldenberg vor-weist, überrascht nicht: Das stark von Export und Investitionen getragene Wachstumsmodell ist zunehmend durch Schulden finanziert worden. Ange-sichts der bereits erreichten Verschuldungsniveaus stößt dieses Modell bald an seine Grenzen und man muss davon ausgehen, dass sich die Wachstumsverlangsamung in Asien auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird.