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Die US-Notenbank hat erwartungsgemäß den Zielbereich für den Leitzins bei 0,50%-0,75% bestätigt und gibt weiterhin die Orientierung einer graduellen Anhebung des Leitzinsniveaus. Wann der nächste Zinsschritt kommen könnte, ließ die Fed allerdings offen. Eine Anhebung noch vor der Juni-Sitzung des Offenmarktausschusses ist nicht auszuschließen. Dies würde die Märkte allerdings überraschen. Ein in diesem Umfeld phasenweise noch schwächerer Euro bei bereits deutlich erhöhten Inflationsraten im Euroraum würde die Notwendigkeit einer Beendigung des EZB-Anleihekaufprogramms weiter verdeutlichen.

Allianz SE
München, 02.02.2017
Allianz-

Die Fed scheint ihre Erwartungen hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung seit der letzten Sitzung Mitte Dezember nicht wesentlich geändert zu haben. Denn die Stellungnahme zum Zinsentscheid enthält nach unserer Einschätzung keine substanziellen Änderungen.

Unverändert wird ein moderates Wirtschaftswachstum, eine noch etwas verbesserte Arbeitsmarktlage und auf mittlere Sicht ein Anstieg der Inflation auf den Zielwert von 2% erwartet. Auch bezeichnet die Notenbank die Risiken für den kurzfristigen Wirtschaftsausblick weiterhin als annähernd ausgewogen. Die Strategie, das Leitzinsniveau graduell zu normalisieren, bleibt damit intakt. Im Dezember hatte die Fed für das laufende Jahr drei Zinsanhebungen signalisiert.

Der Offenmarktausschuss gab aber keinen erkennbaren Hinweis darauf, dass ein erster Schritt bereits auf der kommenden Sitzung Mitte März erfolgen könnte. Auszuschließen ist dies gleichwohl nicht. In einer der wenigen Ergänzungen der Stellungnahme vermerkt die Fed, dass sich die Stimmungsindikatoren auf Konsumenten- und Unternehmensebene  in den letzten Monaten verbessert haben. Der teils deutliche Anstieg seit November reflektiert unseres Erachtens nicht nur den günstigeren unterliegenden Trend der Wirtschaftsaktivität, wie er sich beispielsweise in der robusten Arbeitsmarktentwicklung, aber auch der wieder anziehenden Investitionstätigkeit der Unternehmen zeigt. Offensichtlich ist das Sentiment auch wesentlich von der Erwartung getragen, dass die neue Administration Steuersenkungen und umfangreiche Deregulierungsmaßnahmen umsetzen wird. Insofern ist schwer zu beurteilen ob sich die positiven Einschätzungen bereits kurzfristig in den Ausgabenentscheidungen niederschlagen werden. Sollten die „harten“ Indikatoren unerwartet kräftig ausfallen, ist es denkbar, dass Janet Yellen bei der Vorlage des geldpolitischen Berichts Mitte Februar im Kongress eine Neigung für eine baldige Zinsanhebung erkennen lässt.

Für die Märkte, die derzeit eher von einem Zinsschritt im Juni ausgehen, wäre dies eine Überraschung. Neue Bewegung dürfte dann auch in die Wechselkursrelationen kommen. Ein in diesem Umfeld phasenweise noch schwächerer Euro bei bereits deutlich erhöhten Inflationsraten im Euroraum würde die Notwendigkeit einer Beendigung des EZB-Anleihekaufprogramms weiter verdeutlichen.

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Thomas Hofmann

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