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Ein positiver Konjunkturindikator nach dem anderen

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Mit den heutigen BIP-Zahlen ist eine Zwei vor dem Komma für das diesjährige Wirtschaftswachstum im Euroraum gut erreichbar. Die EZB bewegt sich im Spannungsfeld in der Tendenz steigender Wachstums- und sinkender Inflationsprognosen. Unseres Erachtens kann die EWU-Wirtschaft sowohl eine gewisse Wechselkursaufwertung als auch eine Drosselung von QE verkraften.

Allianz SE
München, 01.08.2017

Laut vorläufiger Schnellschätzung von Eurostat ist das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums im zweiten Quartal mit einer Verlaufsrate von 0,6% gewachsen. Damit hat sich das Expansionstempo verglichen mit dem ersten Jahresviertel leicht beschleunigt (die entsprechende Verlaufsrate wurde von 0,6% auf 0,5% nach unten korrigiert). Nach den heutigen Daten zeichnet sich für das Gesamtjahr 2017 ein Wirtschaftswachstum von knapp über 2% ab.       

Die neuen BIP-Zahlen reihen sich in eine Serie guter EWU-Konjunkturindikatoren ein, die in der Summe über den Erwartungen liegen. So zeigen die Stimmungsbarometer weiter Hochdruck an. Die Kapazitätsauslastung im Industriesektor des Euroraums hat im dritten Quartal erneut zugenommen (auf 83,2%), im Dienstleistungssektor ist sie auf einen Höchststand von 90,2% geklettert. Den gestrigen Daten zufolge setzt sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit überraschend zügig fort.    
   

Während die Prognosen für das EWU-Wirtschaftswachstum in letzter Zeit allgemein tendenziell nach oben korrigiert werden, überwiegen bei den Inflationsprognosen zuletzt leichte Abwärtskorrekturen (nach den gestrigen neuen Daten halten wir für dieses Jahr 1,5% Preisanstieg für wahrscheinlich). In diesem Spannungsfeld zu agieren, ist für die EZB nicht einfach, zumal der gestiegene Euro-Wechselkurs (zum Teil auch als Dollar-Schwäche zu interpretieren)  zusätzlich inflationsdämpfend wirken wird. Dennoch sind wir der Meinung, dass die EWU-Wirtschaft in ausreichend günstiger Verfassung ist, sowohl eine gewisse Euro-Aufwertung als auch eine Drosselung von QE reibungslos wegstecken zu können. Ein Renditeanstieg im Euroraum steht im Einklang mit der Konjunkturentwicklung, wichtig ist allerdings, dass er nicht schubartig verläuft.      

  Kontakt

Claudia Broyer

Allianz SE
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