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Konjunkturindikatoren signalisieren leichte Wachstumsbeschleunigung

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Die Daten zur konjunkturellen Entwicklung im Monat August deuten auf eine leicht anziehende Wachstumsdynamik im dritten Quartal hin. Einen maßgeblichen Anteil daran hat der boomende Immobilienmarkt. Wir heben unsere Prognose für das diesjährige Wirtschaftswachstum von 6,5% auf 6,7% an.

Allianz SE
München, 13.09.2016
Allianz-

Die heute vom nationalen Statistikamt Chinas vorgelegten Wirtschaftsdaten haben insgesamt leicht positiv überrascht. Die Industrieproduktion legte im August um 6,3% gegenüber dem Vorjahr zu, nach 6% im Juli. Ein Blick in die einzelnen Industriezweige zeigt allerdings eine recht unterschiedliche Entwicklung: Die Produktion im Bergbau verzeichnete ein Minus von 1,3% gegenüber dem Vorjahr, wohingegen das Verarbeitende Gewerbe um 6,8% zulegte. Der Konsolidierungsprozess in der Industrie, die nach wie vor unter großen Überkapazitäten – vor allem in der Schwerindustrie – leidet, setzt sich offensichtlich weiter fort.

Positiv überrascht hat insbesondere der Einzelhandel. Er expandierte im August um 10,6%, nach einem Plus von 10,2% im Juli. Zu dieser Belebung beigetragen hat die kräftige Aufwärtsentwicklung am Immobilienmarkt, die nicht zuletzt staatlichen Maßnahmen zur Erleichterung des Immobilienerwerbs zu verdanken ist. Bau- und Dekorationsmaterialien verzeichneten ein Plus von 16,3% gegenüber dem Vorjahr. Bei Möbel belief sich der Anstieg auf über 11%. Gestützt wurde der Einzelhandel auch durch den Handel mit Kraftfahrzeugen, der um 13,1% zulegte.

Zwar kann man angesichts des kräftigen Immobilienpreisanstiegs in zahlreichen chinesischen Ballungszentren nicht davon ausgehen, dass die durch Immobilien induzierte Konsumnachfrage dauerhaft deutlich zulegen wird. Zumindest kurzfristig dürfte sich daran aber wenig ändern. Insgesamt spricht der Datenkranz für den Monat August für eine leichte Wachstumsbeschleunigung im dritten Quartal. Vor diesem Hintergrund heben wir unsere Prognose für das diesjährige reale Wirtschaftswachstum leicht von 6,5% auf 6,7% an.

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Gregor Eder

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