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Kräftige Herbstbelebung am Arbeitsmarkt

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Der Rückgang bei der Zahl der Arbeitslosen hat sich im September spürbar beschleunigt. Saisonbereinigt belief sich das Minus gegenüber dem Vormonat auf 23.000. Im Durchschnitt der vorangegangenen vier Monate lag das Minus gerade einmal bei 5.000. Unverändert kräftig entwickelt sich der Beschäftigungsaufbau. Die Zahl der Erwerbstätigen im Inland lag im August um 1,6% über dem entsprechenden Vorjahreswert. An dieser positiven Entwicklung dürfte sich auch im kommenden Jahr nichts Grundsätzliches ändern.


München, 29.09.2017

Der anhaltende Beschäftigungsaufbau beruht laut Bundesagentur für Arbeit ausschließlich auf dem Zuwachs im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten. Hier lag die Zahl der Beschäftigten im Juli um 888.000 über dem Vorjahreswert. Das entspricht einem Plus von 2,8%. Sonstige Formen der Erwerbstätigkeit wie Selbständige und ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigte verzeichneten hingegen einen Rückgang. In sämtlichen Wirtschaftszweigen mit Ausnahme von „Finanzen und Versicherungen“ steigt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, zum Teil sehr kräftig wie beispielsweise im Bereich „Pflege und Soziales“ und bei „Handel und Instandhaltung von Kfz“.

Stimmungsumfragen in der Wirtschaft wie der Ifo-Test und Einkaufsmanagerindizes signalisieren einen andauernden wirtschaftlichen Aufschwung. Konjunkturelle Störfeuer sind derzeit nicht in Sicht. Wir gehen daher davon aus, dass sich der positive Trend am Arbeitsmarkt auch im kommenden Jahr fortsetzen wird. Allerdings dürfte die Dynamik schwächer als noch in diesem Jahr ausfallen. Im Jahresdurchschnitt 2018 rechnen wir mit einem Rückgang der Zahl der Arbeitslosen um voraussichtlich 90.000 Personen auf dann 2.450.000, nach einer Abnahme um etwa 153.000 Personen in diesem Jahr. Der geringere Rückgang im kommenden Jahr hängt nicht zuletzt mit dem zu erwartenden Anstieg bei den Arbeitslosmeldungen von Flüchtlingen zusammen, unter anderem da in den kommenden Monaten zahlreiche Integrationskurse enden werden.

Auch der Zuwachs bei der Zahl der Erwerbstätigen dürfte 2018 etwas moderater ausfallen als noch in diesem Jahr. Wir rechnen mit einem Plus von voraussichtlich 540.000. Dies entspricht einer Zuwachsrate von 1,2%. Zum Vergleich: Für das laufende Jahr wird der jahresdurchschnittliche Anstieg bei etwa 660.000 liegen, was einer Zuwachsrate von 1,5% entspricht.

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Gregor Eder

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