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Reisestudie 2008: Reiseverkehr mit stabilem Wachstum

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Die neue Reisestudie von Allianz Dresdner Economic Research zeigt, dass die Deutschen auch im vergangenen Jahr ihren Titel als Reiseweltmeister verteidigen konnten. Die Reiseausgaben stiegen um etwa 4% auf den neuen Rekordwert von rund 61 Mrd. Euro. Die beliebtesten Reiseziele der Deutschen waren wiederum Spanien, Österreich und Italien. Zu den klaren Gewinnern auf der Beliebtheitsskala zählten 2007 die Türkei und Ägypten. Auch Fernreisen liegen trotz der Klimadebatte im Trend. Für 2008 geht die Studie von einer erneuten Steigerung der Reiseausgaben um ca. 4 % auf rund 63,5 Mrd. Euro aus.


, 15.01.2008

Die Zuwachsrate von 4 % im abgelaufenen Jahr ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil der private Verbrauch – ein wichtiger Indikator für das heimische Reiseklima –stagnierte. Dies zeigt einmal mehr die große Bedeutung des Reisens für den Bundesbürger. Kein anderes Land gibt so viel Geld für Auslandsreisen aus wie Deutschland.

Die internationale Reisekonjunktur zeigte sich auch 2007 von ihrer sonnigen Seite. Angetrieben von der weiterhin hohen Dynamik der Weltwirtschaft haben voraussichtlich die weltweiten Touristenankünfte 2007 mit einem Zuwachs auf fast 6 % einen neuen Rekordwert erreicht. Damit lag die Wachstumsrate im vierten Jahr hintereinander spürbar über dem langjährigen Durchschnittswachstum von gut 4 %. Ähnlich dynamisch entwickelten sich die weltweiten Reiseausgaben, die mit einem Plus von 5 % in etwa so stark gewachsen sein dürften wie im Jahr zuvor.


Zu den klaren Gewinnern bei den Auslandsreisezielen Deutscher zählten 2007 die Türkei und Ägypten. Beide Länder hatten im Jahr 2006 unter anderem durch Terroranschläge und den Ausbruch der Vogelgrippe drastische Einnahmerückgänge hinnehmen müssen. Neben den islamischen Ländern standen bei den Deutschen ungeachtet der Klimadiskussion einmal mehr Fernreisen hoch im Kurs. Insgesamt wuchsen die Reiseausgaben der Deutschen in den außereuropäischen Ländern um rund 10 %, ihr Anteil an allen Reiseausgaben nahm auf mehr als 20 % zu. Die beliebtesten Reiseziele der Deutschen blieben auch im Jahr 2007 Spanien, Österreich und Italien. Es zeigt sich aber, dass alle drei Reiseziele in den letzten Jahren an Bedeutung verloren haben.


Wie erwartet, haben sich die Reiseeinnahmen in Deutschland im Jahr nach der Fußball-WM lediglich verhalten entwickelt. Insgesamt nahmen sie 2007 um etwa 1 % auf fast 26,5 Mrd. Euro zu. Damit rangiert Deutschland auf dem siebten Platz der beliebtesten Reiseziele. Wichtig sind vor allem das Kulturangebot und die Wirtschaftskraft. 29 % aller ausländischen Ankünfte haben einen geschäftlichen Hintergrund, ein doppelt so hoher Anteil wie im europäischen Durchschnitt.


Die Touristikbranche konnte 2007 mit einem Umsatzwachstum von rund 3 % auf gut 20 Mrd. Euro erstmals nach sechs Jahren wieder an das Rekordniveau von 2001 anknüpfen. Zuwächse verzeichneten vor allem Fernreisen, Kreuzfahrten, Städtereisen und Wellness-Angebote. Auch das Segment der Bausteinreisen erwies sich als besonders wachstumsstark, während die klassische Pauschalreise stagnierte. Die Reisebüros entwickelten sich mit einem Umsatzplus von 1,5 % erneut schwächer als die Veranstalter und blieben damit weit hinter den Umsatzzahlen des Rekordjahres 2000 zurück.


Für 2008 erwartet die Dresdner Bank eine Steigerung der Reiseausgaben um etwa 4 % auf rund 63,5 Mrd. Euro, womit Deutschland seinen Titel als Reiseweltmeister verteidigen könnte. Bei den Reisezielen ist mit einer ähnlichen Entwicklung wie im vergangenen Jahr zu rechnen. Die Einnahmen aus dem Deutschlandbesuch ausländischer Reisender werden voraussichtlich ebenfalls um 4 % auf ca. 27,5 Mrd. Euro zunehmen.