Economic ResearchPublikationenSpezialthemenDemographie, Ersparnis und Zinsen: Langfristige Perspektiven

Demographie, Ersparnis und Zinsen: Langfristige Perspektiven

Service & Kontakte

Dr. Lorenz Weimann

Allianz SE
Tel. +49.69.24431-3737
Fax +49.69.24431-6791

E-Mail senden

Wir informieren Sie zeitnah über News und Termine der Allianz Gruppe.

Abonnieren

Folgen Sie uns auf Twitter.

Mehr

  • Kontakt

  • Newsletter

  • Social Media

In den nächsten Jahrzehnten werden demographisch bedingte Schwankungen beim Spar- und Investmentverhalten die Kapitalmärkte und deren Renditeentwicklung merklich beeinflussen. Es wird jedoch Gegengewichte geben, die die Ausschläge in Grenzen halten.


, 05.10.2004

Die zentralen Variablen für die Erklärung der Erträge auf dem Finanzmarkt sind in Ersparnisbildung und Demographie zu sehen, schreiben die Volkswirte von Allianz Group und Dresdner Bank in ihrem neuen Working Paper „Demographie, Ersparnis und Zins: Langfristige Perspektiven.“ In den nächsten Jahrzehnten ist mit einem deutlich prononcierteren Sparverhalten im Lebenszyklus als bisher zu rechnen.

Da ein relativ größeres Kapitalangebot auf den Markt fließt, bedeutet dies, dass bis 2020 mit einem tendenziell sinkenden Zins zu rechnen ist. Danach werden Entsparprozess und erhöhte Inflationsrisiken wieder für etwas höhere Zinsniveaus sorgen.

Bei der Inflationsteuerung haben die Industrieländer in den vergangen 20 Jahren große Fortschritte gemacht. Im Zaum gehalten wird die Inflation auch durch externe Faktoren wie die Globalisierung. Für den Zeitraum ab 2020 sollten Investoren höhere Inflationsraten jedoch wieder als Risiko ansehen. Einerseits ist es wahrscheinlich, dass die Regierungen zumindest einen Teil der demographischen Belastungen über Defizite finanzieren, andererseits kann nicht sicher damit gerechnet werden, dass sich die Intensivierung des globalen Wettbewerbs beständig fortsetzt.