Deutschland - Dauerhafter wirtschaftlicher Erfolg kein Selbstläufer

Am 24. September erreicht das europäische Wahljahr 2017 seinen nächsten Höhepunkt, die Bundestagswahl. Sie findet zu einem Zeitpunkt statt, in dem sich die deutsche Wirtschaft in einer ausgeprägten Hochkonjunktur befindet.

  • Einen erheblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre hat die Agenda 2010 mit ihren weitreichenden Arbeitsmarkt- und Sozialreformen. Das Reformpaket unterstützte eine Trendumkehr am deutschen Arbeitsmarkt. Seit Umsetzung der Reformmaßnahmen hat sich die Zahl der Erwerbstätigen um mehr als 4 Millionen erhöht, während sich die Arbeitslosigkeit halbiert hat.

  • Die gegenwärtig günstige Lage darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Deutschland vor großen Herausforderungen steht, die den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg gefährden. Ab 2020 dürfte die Zahl der Erwerbstätigen allenfalls noch um ein halbes Prozent jährlich zunehmen. Ein Wirtschafts-wachstum auf dem Niveau der letzten Jahre wäre damit nur noch mit einem deutlich beschleunigten Produktivitätsanstieg zu erreichen. Hierfür erforderlich sind hohe Bildungsinvestitionen und physische Investitionen. Aber genau hier liegt aktuell eine der Schwächen der deutschen Wirtschaft.

  • Um das Wachstumspotenzial zu erhöhen, sollten wirtschaftspolitische Maßnahmen ergriffen werden, die darauf abzielen, die Investitionsbedingungen für den Privatsektor zu verbessern und Engpässe im Bereich der öffentlichen Investitionen zu beseitigen. Auch sollten Wege gefunden werden, wie das Arbeitskräftepotenzial erhöht und besser genutzt werden kann. Mögliche Aktionsfelder in diesen drei Handlungsbereichen stellen wir in diesem Papier vor.

  • Die nächste Bundesregierung sollte die gute wirtschaftliche Lage dazu nutzen, um aus einer Position der Stärke heraus die Voraussetzungen für einen dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands zu schaffen.

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