„Es ist als würde man versuchen zwei Pferde gleichzeitig zu reiten“

Zwischen 1920 und 1948 hielten sieben Britische High Commissioners das Schicksal von Palästina in den Händen. Sie sollten für ein friedliches Zusammenleben der einzelnen Bevölkerungsgruppen sorgen. Prof. Dr. Bernard Wasserstein thematisiert als Allianz Gastprofessor die Regierungszeit der Commissioner im Heiligen Land.

 

28 Jahre lang versuchten sieben Commissioner die interkulturellen Differenzen in Palästina zu überwinden. Zionisten und Muslime sollten friedlich zusammenleben. Fernab von England wollten die Commissioner ihre Reputation stärken.
 

Immigration als Herausforderung
 

Die Zuwanderung aus Europa sorgte mit ihrem ökonomischen, sozialen und demografischen Wandel für Umbrüche in dieser Zeit. Bernard Wasserstein stellte bei seiner Antrittsvorlesung jeden der sieben Commissioner vor.
 
Sir Herbert Samuel war 1920 der erste Commissioner. Er war der einzige Politiker. Seine Nachfolger kamen allesamt aus dem Militär. Samuel setzte sich für die Einwanderung von Juden ein, aber auch für die Befriedung der lokalen Konflikte. Wie seine Nachfolger sei auch Samuel daran gescheitert die Situation zwischen Zionisten und Muslimen nachhaltig zu verbessern.
 

„It’s like trying to ride two horses at once“
 

Sir Arthur Wauchope war der vierte Commissioner in Palästina. Auch er versuchte die Interessen der arabischen und jüdischen Bevölkerung miteinander zu vereinbaren. Palästina mit diesen zwei Bevölkerungsgruppen zu regieren, sei wie zwei Pferde auf einmal reiten zu wollen.
 
Mit dem Zuzug zahlreicher Juden aus Europa in den 30er Jahren verschärfte sich laut Wasserstein die Situation zwischen den Bevölkerungsteilen zusehends. Der Unmut des arabischen Teils der Bevölkerung entlud sich in großen Aufständen zwischen 1936-39. Die Lage blieb bis 1948 instabil, als der letzte Commissioner das Land verließ.
 

Gastprofessur für Jüdische und Islamische Studien
 

In der einzigartigen Verbindung zwischen „Jüdischen und Islamischen Studien“ an der Ludwig - Maximilians – Universität (LMU), beleuchtet Bernard Wasserstein als Allianz Gastprofessor in diesem Wintersemester die Ereignisse im Heiligen Land vor der Entstehung des Israelischen Staates. Er studierte in Oxford und war bis letztes Jahr Professor für Geschichte an der University of Chicago. 2013 wurde er mit dem Yad Vashem International Book Prize ausgezeichnet.
 
Mit ihrer Gastprofessur unterstützt die Allianz seit 2003 in Zusammenarbeit mit der LMU die interkulturelle Verständigung durch jüdisch-islamische Studien. Prof. Dr. Bernard Wasserstein sprach in seiner Antrittsvorlesung über „The men who ruled Palestine“.

Prof. Dr. Bernard Wasserstein thematisiert als Allianz Gastprofessor dieses Wintersemester die Regierungszeit der Commissioner im Heiligen Land.
Prof. Dr. Bernard Wasserstein thematisiert als Allianz Gastprofessor dieses Wintersemester die Regierungszeit der Commissioner im Heiligen Land.

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