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40.000 Analysen in 75 Jahren

Großschäden untersuchen und daraus lernen – damit fing die Arbeit des Allianz Zentrum für Technik (AZT) vor 75 Jahren an. Bis heute trägt diese weltweit einzigartige Institution auf diese und andere Weise dazu bei, Technik sicher und wirtschaftlich zu gestalten. Über 40.000 Schadenfälle haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts seit seiner Gründung als "Materialprüfstelle" im Jahr 1932 analysiert.

Von Anfang an haben die Ingenieure nach dem Blick in die Vergangenheit ("Wie konnte es zu diesem Schaden kommen?") auch in die Zukunft geschaut und gefragt: Wie lassen sich solche und andere Schäden künftig vermeiden? Inzwischen ist die Risikoprävention zur Hauptaufgabe des AZT geworden.

Entwurf einer Broschüre der Materialprüfstelle aus den 1950er Jahren

Gegründet wurde das Institut vom Geschäftsfeld Industrieversicherung der Allianz. In den 1920er Jahren waren in Deutschland viele Maschinen in einem schlechten Zustand, kostspielige Unfälle häuften sich. Schon vor der offiziellen Gründung versuchten Mitarbeiter der Allianz, die damals noch in Berlin saß, Unfallursachen auf die Spur zu kommen, um die Prämien richtig kalkulieren zu können.

Schnell gewann die Materialprüfstelle an Bedeutung: Im Jahr 1936, vier Jahre nach der Gründung, untersuchten ihre Mitarbeiter bereits 170 Schadenfälle. Oft arbeiteten sie dabei mit Wissenschaftlern an Universitäten und Forschungsinstituten zusammen. Ihr Ruf hatte sich herumgesprochen, so dass auch Aufträge von außen kamen – unter anderem untersuchte das Team die Antriebsmotoren des Zeppelins "Hindenburg". Ein Jahr später bezogen die mittlerweile zehn Mitarbeiter einen Neubau im Berliner Stadtteil Mariendorf.

Nach Kriegsende 1945 begleitete das Institut nach einem schwierigen Neuanfang die stürmische Wachstumsphase der deutschen Industrie. 1962 folgte es der Zentrale der Allianz in den Süden Deutschlands und zog in den Münchner Vorort Ismaning, wo es heute noch mit dem Namen "Allianz Zentrum für Technik" (seit 1969) residiert.

In dieser Zeit wuchs der Straßenverkehr in Deutschland stark und die Kfz-Versicherung entwickelte sich zu einem der wichtigsten Geschäftsbereiche der Allianz. In der Folge wurde das AZT Anfang der siebziger Jahre um einen eigenen Bereich für Kraftfahrzeugtechnik erweitert – auch das war und ist in Europa einzigartig.

Waren die Untersuchungen im Bereich Industrieversicherung meist eher Fälle für Spezialisten, machen die Forschungsergebnisse im Kraftfahrzeugsektor das Leben von Millionen Autofahrern sicherer. Ob Reparaturen in den letzten 35 Jahren preiswerter geworden sind oder Sicherheitsgurte zur Pflicht, Airbags sinnvoll eingesetzt werden oder Kinder gut gesichert mitfahren, Wegfahrsperren Dieben das Leben schwer machen oder Stoßfänger in Zukunft ihren Namen verdienen – überall haben die Experten des AZT wesentliche Impulse gegeben.

Crashtests sind ein wichtiger Teil der Arbeit des Bereichs Automotive

Auch der Bereich Industrieversicherung ist mit der Zeit gegangen und trägt mit seinem Risikoservice noch stärker dazu bei, Schäden bereits im Vorfeld zu verhindern. Für das internationale Industrieversicherungsgeschäft der Allianz untersuchen seine Experten Schäden oder begutachten Anlagen auch in Ländern wie Brasilien, Nigeria oder Thailand. Aufmerksam beobachten sie auch neue Themen wie Nanotechnologie, erneuerbare Energien oder die Risiken des Klimawandels.

"Als Teil der Allianz Global Corporate & Specialty beginnt für das AZT ein neues Zeitalter", sagt der CEO der AGCS Axel Theis zum Jubiläum. "Das AZT leistet einen entscheidenden Beitrag zu den Gesamtlösungen, die wir unseren Kunden für ihre Risiken anbieten." 

"Das Zentrum für Technik steht vor neuen Herausforderungen, da die Risikolandschaft sich weiter verändert", ergänzt Lutz Cleemann, Geschäftsführer der AZT Risk & Technology GmbH. "Das Ziel und die Aufgabe des AZT aber sind geblieben: die Allianz als Versicherer und Finanzdienstleister, aber auch Industrie und Gesellschaft in ihren Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen und Technik verantwortbar, wirtschaftlich und versicherbar zu gestalten."

Axel Theis


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