Klimaziele: Allianz verkündet Zwischenziele für die Dekarbonisierung bis 2030

Der Purpose der Allianz ist „We secure your future“. Wir möchten eine Zukunft auf einem lebenswerten Planeten sichern: Wir alle sind Zeuginnen und Zeugen der Klimakrise. Die verheerenden Hitzewellen, Brände und Überschwemmungen des Sommers haben dies überdeutlich gezeigt. Es liegt in unserer Verantwortung, das Vermögen unserer Versicherungsnehmer:innen vor Risiken zu schützen, auch vor den Risiken des Klimawandels. Gleichzeitig kann die Allianz auf Basis ihrer Möglichkeiten den wirtschaftlichen Wandel unterstützen, der notwendig ist, um Netto-Null zu erreichen. Auch das ist eine Verantwortung. Darüber hinaus ist es auch eine Chance, Neugeschäft zu generieren und am Beginn des wirtschaftlichen Innovationszyklus teilzunehmen. Es ist keine Option, keinen Plan zu haben, um diese Risiken und Chancen anzugehen. 

Mit einem Wort: Partnerschaft. Wir sind bestrebt, eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einzunehmen. Das wird in unseren Zwischenzielen für 2030 und dem Netto-Null-Plan deutlich. Noch wichtiger ist jedoch, dass wir weltweit mit Regierungen, der Industrie, Unternehmen und anderen Akteuren des Finanzsektors zusammenarbeiten wollen, um sie bei der Dekarbonisierung zu unterstützen. Jedes Unternehmen legt seine Ziele individuell fest; dennoch müssen wir gemeinsam an einem Strang ziehen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Unser Ansatz ist es, Partnerschaften einzugehen und gemeinsam an der Risikominderung und dem wirtschaftlichen Wandel zu arbeiten.

Wir setzen unsere Maßnahmen und kommunizieren über die Zielerreichung. So können unsere Kund:innen und Partner Vertrauen in unsere Arbeit gewinnen und mit uns in Sachen Klimawandel und Nachhaltigkeit zusammenarbeiten.

Was wir heute veröffentlicht haben, ist unser erster Netto-Null-Plan. Das Unternehmen verpflichtet sich zu konkreten Zwischenzielen bis 2030, um die THG-Emissionen im eigenen Geschäftsbetrieb, im eigenen Investmentportfolio und in der Schaden- und Unfallversicherung zu reduzieren. Der Plan zeigt auch, wie wir unseren eigenen Betrieb bis 2030 auf Netto-Null-Emissionen umstellen werden, insbesondere in den Bereichen Reisen und Fuhrpark, Beschaffung, Gebäudemanagement und IT. Wir bauen unser Wachstum in den Bereichen erneuerbare Energien, kohlenstoffarme Technologien und nachhaltige Mobilität aus (sowohl in unserem Versicherungsgeschäft als auch bei den Kapitalanlagen) und verstärken unser bestehendes Engagement mit unseren Kundinnen und Kunden für gemeinsame Netto-Null-Emissionsbemühungen. 

Der Netto-Null-Plan ist unsere Blaupause für die Verwirklichung unserer Ziele. Er basiert auf den Empfehlungen der hochrangigen Expertengruppe der Vereinten Nationen für Netto-Null-Verpflichtungen nicht staatlicher Akteure (Hinweis: verlinkt auf eine englischsprachige Seite) und stützt sich auf vertrauenswürdige Ansätze, wie das Zielsetzungsprotokoll der Net-Zero Asset Owner Alliance, (Hinweis: verlinkt auf eine englischsprachige Seite) das von António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, als „Goldstandard für glaubwürdige Verpflichtungen und transparente Ziele“ bezeichnet wurde.

Unser Netto-Null-Plan ist auf mehreren Ebenen von Bedeutung. Er ist ehrgeizig, aber erreichbar und gleichzeitig transparent und spezifisch, insbesondere, was die Festlegung von Zwischenzielen und Maßnahmen betrifft. Das Jahr 2050 scheint noch in weiter Ferne zu liegen. Aber um Verpflichtungen zu untermauern und Vertrauen zu schaffen, muss man Zwischenziele festlegen. 

Der Plan spiegelt das breite Spektrum und den Einfluss der Allianz als globaler Versicherer, Vermögensverwalter, Investor und Arbeitgeber wider. Unsere Absicht ist es, durch unser Handeln im Rahmen dieser Ziele und durch unsere Partnerschaften einen Multiplikatoreffekt zu erzielen. Wenn man bedenkt, dass wir 122 Millionen Kundinnen und Kunden in mehr als 70 Ländern betreuen, von einzelnen Versicherungsnehmer:innen über Kleinunternehmer bis hin zu Regierungen und globalen Akteuren, wird die katalytische Wirkung deutlich, die die Allianz bei der Umkehrung der globalen Erwärmung haben kann. 

Wir hoffen, dass wir als Beispiel für andere große Institutionen dienen können. Wir möchten, dass andere sich uns anschließen oder, noch besser, noch mehr tun.

Wir streben eine signifikante Reduzierung der Emissionen in unserem gesamten Schaden- und Unfallversicherungs- sowie im Investmentportfolio an. Unser Plan sieht vor, die Intensität der Treibhausgasemissionen (THG) in einem wichtigen Segment des Unternehmensversicherungsportfolios der Allianz bis 2030 um 45 Prozent zu reduzieren. Für das Kfz-Versicherungsportfolio für Privatkunden strebt die Allianz in neun europäischen Schlüsselmärkten (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Spanien) bis 2030 eine Reduzierung der Kohlenstoffemissionen um 30 Prozent an.

Diese Zwischenziele für 2030 sind die ersten, die für das Sachversicherungsportfolio der Allianz festgelegt wurden. Im Investmentsegment hat die Allianz bereits ihre Zwischenziele für 2025 übertroffen. Unser Ziel ist es, die Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2019 zu halbieren (Hinweis: verlinkt auf eine englischsprachige Seite), wobei wir uns darauf konzentrieren, die Emissionsreduzierung in den Sektoren Automobil, Energie und Stahl aktiv voranzutreiben. 

Der Energiesektor ist der Schlüssel zur Abschwächung der globalen Erwärmung. Die Zusammenarbeit mit unseren Kund:innen im Energiebereich ist eine Priorität. So werden wir zum Beispiel 20 Millionen Privatkund:innen bei der Umstellung auf Elektromobilität unterstützen. Der Transformationsplan beinhaltet auch die Verpflichtung, bis 2030 ein 150-prozentiges Umsatzwachstum für erneuerbare Energien, kohlenstoffarme Technologien und andere Transformationslösungen im kommerziellen Versicherungssegment zu erreichen. Die Allianz ist bereits ein führender Versicherer für Offshore- und Onshore-Windparks sowie Fotovoltaik und möchte auch neue Wasserstofftechnologien versichern. 

Als Investor plant die Allianz, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen, indem sie weitere 20 Milliarden Euro in Klima- und Cleantech-Lösungen investiert. Die Allianz ist bereits ein wichtiger Investor in grüne Energieinfrastrukturen, einschließlich Wind- und Solarparks, grünem Wasserstoff und grünem Ammoniak.

In unserer Geschäftstätigkeit wollen wir bis zum 31. Dezember 2029 in 70 Ländern Netto-Null-Emissionen erreichen. In den kommenden sieben Jahren wird das Unternehmen die Klimagase pro Mitarbeitendem um 70 Prozent reduzieren (im Vergleich zu 2019), was durch den Bezug von 100 Prozent Ökostrom im Jahr 2023 und die Umstellung auf grüne Flotten bis 2030 beschleunigt wird. Bis 2025 streben wir ein globales Netzwerk von Lieferanten in unserer Lieferkette an, die alle eine öffentliche Netto-Null-Verpflichtung eingegangen sind.

 

Es handelt sich um eine Übersetzung des englischen Originaltextes. Den Originaltext finden Sie hier. Im Fall von Abweichungen zwischen der deutschen Version und dem englischen Original gilt allein die englische Version. 

Guenther Thallinger, Mitglied des Vorstands der Allianz SE
Dr. Günther Thallinger ist Mitglied des Vorstands der Allianz SE. Er verantwortet die Bereiche Investment Management und Sustainability.
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