Lärm und heftiges Getöse

Lancy Chan war von der Heftigkeit überrascht, die Taifun Mangkhut enthüllte, als er in Hongkong einschlug. Obwohl sie 13 Jahre Erfahrung als Schadensachverständige hat und es gewohnt ist, die Zerstörung zu sehen, die Mutter Natur regelmäßig in ihrer Heimatstadt anrichtet, gab es etwas Neues an Taifun Mangkhut.

„Man erwartet immer das Schlimmste, aber Mangkhut ist schlimmer als andere Ereignisse", sagt Lancy und schaut aus dem Fenster ihres Büros im City Plaza-Komplex. Obwohl die Allianz Büros auf der Festlandseite von Hongkong Island in Taikoo Shing liegen, ist der Schaden offensichtlich.

Trümmer sowie abgebrochene und entwurzelte Bäume lagen draußen. Mit Windgeschwindigkeiten von 173 Kilometern pro Stunde und Böen von bis zu 223 km/h war Mangkhut stärker als Hurrikan Florenz, der kürzlich North Carolina traf. Mangkhut ist der stärkste Sturm in diesem Jahr und hat eine Spur der Verwüstung in Südostasien hinterlassen.

Hongkong lag direkt in der Sturmschneise und trug die volle Last von Mangkhut, bevor er auf das Festland überging. Die heftigen, heulenden Winde wirbelten die Inselstadt durcheinander und zerstörten Dächer, stürzten Kräne von Wolkenkratzern, rissen Fenster aus Hochhäusern und überfluteten niedrig gelegene Bereiche. Die Straßen verwandelten sich in Flüsse und man sah Fische durch die Stadt schwimmen.

Da Hongkong auf solche Extreme gut vorbereitet ist, gab es zum Glück keine Toten. Aber an anderen Orten fielen mindestens 86 Menschen dem Sturm zum Opfer. In China wurden 2,45 Millionen Menschen in der Provinz Guangdong evakuiert, bevor der Sturm das Festland erreichte.

Offiziell ist Mangkhut der stärkste Taifun, der Hongkong seit Ellen 1983 heimgesucht hat. Er folgte damit dem Taifun Hato vom letzten Jahr. „Es ist selten, dass Hongkong zwei Jahre in Folge solche heftigen Stürme erlebt", sagt Chan. „Hato war schlimm, aber Mangkhut war schrecklich. Es ist beunruhigend, dass zwei so heftige Stürme so nah beieinander lagen. Normalerweise erwartet man einen Taifun etwa alle 10 Jahre."

Chan und ihr kleines dreiköpfiges Team arbeiten seit dem Ende des Sturms äußerst engagiert. Sie leitet das Schadenregulierungsteam, das für Hongkong und China verantwortlich ist. Ihre Aufgabe ist es, die anfallenden Aufgaben in ihrem Team aufzuteilen und die jeweilige Beurteilung der Schäden an Eigentum, Ingenieurbauwerken und Seeschiffen nach der Katastrophe zu kontrollieren. Die ersten Schadenmeldungen trafen schon ein, als Mangkhut noch wütete und trudeln ununterbrochen weiter ein. Momentan ist es wirklich sehr stressig", sagt Chan. „Die Menschen sind verzweifelt. Sie wollen so schnell wie möglich wieder ein normales Leben führen. Unternehmen wollen ihre Geschäfte wieder aufnehmen, auch wenn ihre Büros nicht mehr nutzbar sind."

„Unsere Aufgabe ist es, ihnen zu helfen. Und dazu müssen wir schnell, aber sehr sorgfältig arbeiten. Es gibt bestimmte Prozesse, die wir einhalten müssen. Also erklären wir unseren Kunden, welche Dokumente benötigt werden und welche Schritte sie befolgen müssen."

Chan lobt die Leistungen ihres kleinen Teams. Sie machen alle Überstunden, obwohl einige von ihnen selbst durch den Sturm Schaden erlitten haben und noch dazu ihr Privatleben regeln müssen.

„Das ist nicht einfach, aber sie arbeiten voller Hingabe. Wenn ein Kunde lächelt und man seinem Gesicht die Erleichterung ansieht, nachdem man ihm geholfen hat, ist das die schönste Belohnung für uns“, fügt sie hinzu.

„Man kann nur hoffen, dass Stürme von solcher Intensität künftig nicht auf der Tagesordnung sein werden."

Die Allianz Gruppe zählt zu den weltweit führenden Versicherern und Asset Managern und betreut mehr als 86 Millionen Privat- und Unternehmenskunden. Versicherungskunden der Allianz nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Die Allianz ist einer der weltweit größten Investoren und betreut im Auftrag ihrer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von über 650 Milliarden Euro. Zudem verwalten unsere Asset Manager Allianz Global Investors und PIMCO mehr als 1,4 Billionen Euro für Dritte. Mit der systematischen Integration ökologischer und sozialer Kriterien in unsere Geschäftsprozesse und Investitionsentscheidungen sind wir der führende Versicherer im Dow Jones Sustainability Index. 2017 erwirtschafteten über 140.000 Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern für die Gruppe einen Umsatz von 126 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 11 Milliarden Euro.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

 

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Wendy Koh
AGCS Asien
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