Solche Projekte gibt es leider nicht wie Sand am Meer

Ende 2012 wurde der Allianz Renewable Energy Fund (AREF) als erster geschlossener Fonds  von Allianz Global Investors für institutionelle Investoren aufgelegt, die in erneuerbare Energien investieren wollen. Das Vertrauen der Anleger in das neue Geschäftsfeld und in die Expertise des Teams um Armin Sandhövel war überwältigend: bereits wenige Monate später konnte der Fonds bei einem Volumen von 150 Millionen Euro keine weiteren Kundengelder annehmen. Mit dem Kauf des Photovoltaikprojektes „La Coste“ in Südfrankreich, der am 10. Dezember 2014 abgeschlossen wurde, sind die Anlagegelder nun innerhalb von zwölf Monaten vollständig in verschiedene Wind- und Solarpark-Projekte in vier europäischen Ländern investiert.

 

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Warum wollten so viele Kunden auf Anhieb in diesen stark wachsenden Bereich investieren?

 

Armin Sandhövel: Vertrauen und Druck wachsen gleichermaßen bei institutionellen Investoren. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld brauchen sie zusätzliche Renditequellen, um vor allem auch langfristigen Verbindlichkeiten in Zukunft gerecht werden zu können. Parallel wächst das Vertrauen in eine nachhaltige Energiewende: Seit mittlerweile mehr als drei Jahren wird mehr in Erneuerbare Energien investiert als in fossile Kraftwerke. Die Aussicht auf regelmäßige Ausschüttungen bei solchen Investments, eine attraktive Rendite und die Ergänzung des Portfolios um eine weitere Anlageklasse zur Absicherung ist eine Kombination von Vorteilen, die momentan eher selten zu finden ist.

 

Was waren die Herausforderungen beim Kauf der Projekte?

 

Die Herausforderungen bestanden vor allem darin, die richtigen Projekte für die Anleger zu finden und sinnvoll aufeinander abzustimmen. Dazu musste der Kaufpreis in einem attraktiven Verhältnis zur  Qualität der Anlagen, den langfristigen Stromerzeugungskapazitäten und entsprechenden regulatorischen Rahmenbedingungen stehen. Solche Projekte gibt es leider nicht wie Sand am Meer, und der Markt ist auf Investorenseite deswegen hart umkämpft.

 

Auf welche Anlagen sind Sie besonders stolz?

 

Auf alle. Wir sind als Treuhänder unserer Kunden Eigentümer der erstklassigsten Onshore-Windparks und Photovoltaikanlagen in Europa. Ein gewichtiger Teil des Anlagevermögens ist in Deutschland investiert. Aber neben der Stromerzeugung aus unseren deutschen Solar- und Windanlagen partizipieren Anleger auch an der Sonnenenergie aus Frankreich, Großbritannien und Italien.

 

Was ist besonders für die Kunden, die in den AREF investiert haben?

 

Neben den überdurchschnittlichen Renditechancen über die nächsten 20 Jahre partizipieren Anleger des AREF an der Produktion von umweltfreundlichem Strom, der über 100.000 europäische Haushalte ein Jahr lang versorgen kann.

 

Was macht Allianz Global Investors in diesem Bereich aus?

 

Bei Investitionen über Zeiträume von Jahrzehnten dürfen die damit verbundenen Risiken nicht unterschätzt werden. Im Bereich der Erneuerbaren Energien spielen staatliche und zunehmend auch wirtschaftliche Rahmenkonditionen eine wichtige Rolle. Aber auch die technische Risikoanalyse der Projekte ist ausschlaggebend für den Investmenterfolg unserer Kunden. Es gibt viele verschiedene Bereiche, in denen besondere Expertise erforderlich ist, um einzelne Komponenten der Projekte in verschiedenen Ländern richtig zu bewerten. Vor diesem Hintergrund ist die enge Zusammenarbeit mit der Allianz ein entscheidender Vorteil. Über den Konzern können wir auf ein internationales Netzwerk mit ausgezeichneten hauseigenen Spezialisten und deren Verbindungen zu speziellen Technikexperten, Projektentwicklern und Herstellern zugreifen. Damit sind wir bestens aufgestellt, um den Anforderungen für unsere Kunden gerecht zu werden.

Dr. Armin Sandhövel, Chief Investment Officer Renewable Energies / Infrastructure Equity bei Allianz Global Investors
Dr. Armin Sandhövel, Chief Investment Officer Renewable Energies / Infrastructure Equity bei Allianz Global Investors

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