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Der Hotel-California-Effekt - Wie die europäische Hotellerie nach Menschen sucht

  • Die Covid-19-Pandemie verursachte dem europäische Beherbergungsgewerbe im Jahr 2020 Umsatzeinbußen von 115 Mrd. EUR. Eine vergleichsweise positive Sommersaison trug dazu bei, dass der Jahresumsatz in Frankreich und Deutschland "nur" um -43% bzw. -44% zurückging, verglichen mit -53%, -61% und -64% in Großbritannien, Italien und Spanien.
  • Die Branche wird sich im Jahr 2021 aufgrund des katastrophalen ersten Quartals nur langsam erholen können. Die Situation wird sich dann wesentlich verbessern, wenn die meisten Märkte in der zweiten Jahreshälfte zur Normalität zurückkehren. da die europäische Bevölkerung bis dahin weitgehend geimpft sein wird und eine entsprechende Herdenimmunität vorhanden ist. Ähnlich wie im 3. Quartal 2020 sollte die schrittweise Aufhebung der Reisebeschränkungen sowohl das Urlaubsangebot erhöhen (Wiedereröffnung von Hotels) als auch zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage in der entscheidenden Sommersaison führen. 2021 werden die Umsätze in Europa um +28 % steigen, aber immer noch -39 % unter den Höchstständen von 2019 liegen, wobei Frankreich und Deutschland erneut die Spitzenreiter sein werden.
  • Eine vollständige Erholung wird deutlich länger dauern und ist bestenfalls 2024 zu erwarten, zumal eine deutlich geringere Auslastung zu höheren Zimmerpreise führen wird. Aufgrund des unterschiedlichen Tempos der wirtschaftlichen Erholung in den einzelnen Ländern und der strukturellen Unterschiede in den lokalen Beherbergungsmärkten wird die Erholung regional sehr unterschiedlich verlaufen.
  • Länder, Regionen, Städte oder Hotels, die mehr auf internationale und/oder Geschäftsreisende angewiesen sind, werden hinter jenen zurückbleiben, die hauptsächlich lokale Freizeitgäste bedienen. Hotelunternehmen mit hoher Kapitalintensität durch die Immobilienschuldenlast (Schuldentilgung und Zinsen) sind stärker gefährdet als solche, die auf ein Asset-light-Modell umgestellt haben und sich sauf Hotel-Franchising oder Management konzentrieren. Hotels mit Asset-lastigen Geschäftsmodellen könnten in Erwägung ziehen, ihr Immobilienvermögen zu veräußern, um ihre Bilanzen zu stützen und ihre Kostenstrukturen anzupassen.
Der Bericht ist nur auf Englisch verfügbar

Kontakt

Aurelien Duthoit
Euler Hermes