Das AZT hat lange vorausgesehen, wie technologische Veränderungen Risiken und die Versicherungsbranche umgestalten. In den 1970er und 1980er Jahren setzte es sich für die Einführung von Sicherheitsgurten in Deutschland ein. Diese Maßnahme half, die jährlichen Verkehrstoten von etwa 15.000 auf weniger als 3.000 heutzutage zu reduzieren. Später deckten die bahnbrechenden Crashtests des AZT bei niedrigen Geschwindigkeiten die hohen Reparaturkosten scheinbar kleiner Unfälle auf und legten den Grundstein für die Fahrzeugtypklassifikationen, an denen sich noch heute die Preisgestaltung von Kfz-Versicherungen orientiert.
Dieser zukunftsorientierte Ansatz prägt aktuelle Arbeiten zu Themen wie den Kosten für den Austausch von Elektrofahrzeugbatterien, der Widerstandsfähigkeit vernetzter Fahrzeuge gegen Cyberangriffe und den Haftungsproblemen autonomer Systeme. Ziel ist es, vorherzusehen, wie sich technologische Veränderungen auf Kfz-Versicherungen, Verkehrssicherheit und Reparaturkosten auswirken – und diese Voraussicht in praktische Lösungen umzusetzen.
Durch die Analyse realer Schadendaten, die Durchführung von Crashtests und die Veröffentlichung marktübergreifender Empfehlungen prägt das AZT Branchenstandards und gewährleistet eine faire und effiziente Schadenabwicklung für Kunden und Hersteller. Seine verkehrspsychologischen Studien, Unfallforschungsprojekte und Sicherheitskampagnen haben dazu beigetragen, Europas Straßen deutlich sicherer zu machen – ein Vermächtnis, das auch im Zeitalter der Elektrifizierung und Automatisierung der Mobilität fortbesteht.
Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist das AZT ein Katalysator des Wandels. Seine Mission bleibt unverändert: sichere, nachhaltige und erschwingliche Mobilität für die Bürger zu schaffen und gleichzeitig Versicherer und politische Entscheidungsträger für die bevorstehenden Veränderungen zu rüsten.