Allianz Motor Day 2026
Swipen. Tippen. Crashen. Ablenkung im digitalen Auto

Ablenkung am Steuer gab es schon immer – doch inzwischen kommt sie nicht mehr nur von der Fahrerin oder dem Fahrer selbst. Große Touch-Bildschirme dominieren in den Autos und wetteifern um unsere Aufmerksamkeit.

Im Mittelpunkt des 14. Allianz Motor Day steht die Frage: Was verlangen heutige Touchscreens im Auto eigentlich von uns Fahrerinnen und Fahrern? Was sagt die aktuelle Forschung zu den Risiken durch Ablenkung? Und was müssen wir tun, damit die Mobilität von morgen nicht nur digitaler, sondern auch sicherer wird? 

Um besser zu verstehen, wie moderne Fahrzeugtechnologien die Ablenkung am Steuer beeinflussen, hat das Allianz Zentrum für Technik (AZT) umfangreiche Forschung durchgeführt: Analyse von Unfalldaten, Fahrzeugtests, kognitive Modellierungen, eine internationale Konsumentenbefragung sowie eine gemeinsam mit der Technischen Universität München durchgeführte Fahrsimulatorstudie. Denn eines ist klar: Ein Auto ist kein Smartphone – Technik sollte uns beim Fahren unterstützen, nicht davon ablenken. Die Ergebnisse und was wir daraus für sicherere Straßen lernen können, sehen Sie unten. 

Erfahren Sie mehr über die Forschung und Expertenpositionen, die auf dem Motor Day vorgestellt wurden. Hier finden Sie die vollständige Studie, die offizielle Pressemitteilung mit allen Details und Analysen rund um Ablenkung. 
Ablenkung
Bedienelemente Präferenz
Touchscreen-Bedienung

„Unsere Forschung zeigt, dass derselbe Bedienvorgang in einem Fahrzeug bis zu 25 Prozent weniger visuelle Aufmerksamkeit beanspruchen kann als in einem anderen. Das macht deutlich: Ablenkung ist nicht nur eine Frage des Verhaltens, sondern auch der Benutzeroberfläche. Das Cockpit selbst ist zu einem Bildschirm geworden, der mit der Straße um die Aufmerksamkeit des Fahrers konkurriert. Aber ein Auto ist kein Smartphone. Wenn es um Sicherheit geht, muss Design der Funktion folgen.“

Dr. Klaus-Peter Röhler, Mitglied des Vorstands der Allianz SE,
Insurance German Speaking Countries, Central Europe, Global P&C
Dr. Klaus-Peter Röhler
Dr. Klaus-Peter Röhler

Portrait of Klaus Peter Roehler

Portrait of Frank Sommerfeld

Dr. Christian Sahr

Portrait of Lucie Bakker

Matthias Trüstedt

Dr. Michael Praxenthaler

Ablenkung im Straßenverkehr kann schwerwiegende Folgen haben, besonders für Kinder.

Tobi Krell, bekannt als „Checker Tobi", erklärt, warum Aufmerksamkeit Leben retten kann und welche Verantwortung wir Erwachsene im Straßenverkehr tragen.

Mehr Verkehrssicherheit mit Tobi: Weitere Erklärvideos, interaktive Lerninhalte und praktische Tipps für Eltern gibt es auf unserer Landingpage.

Das Forschungsinstitut der Allianz, das Allianz Zentrum für Technik (AZT), untersucht aktuelle Sachverhalte in den Bereichen Automobiltechnik, Reparaturtechnik sowie Fahrzeug- und Verkehrssicherheit.

Das AZT hat lange vorausgesehen, wie technologische Veränderungen Risiken und die Versicherungsbranche umgestalten. In den 1970er und 1980er Jahren setzte es sich für die Einführung von Sicherheitsgurten in Deutschland ein. Diese Maßnahme half, die jährlichen Verkehrstoten von etwa 15.000 auf weniger als 3.000 heutzutage zu reduzieren. Später deckten die bahnbrechenden Crashtests des AZT bei niedrigen Geschwindigkeiten die hohen Reparaturkosten scheinbar kleiner Unfälle auf und legten den Grundstein für die Fahrzeugtypklassifikationen, an denen sich noch heute die Preisgestaltung von Kfz-Versicherungen orientiert.

Dieser zukunftsorientierte Ansatz prägt aktuelle Arbeiten zu Themen wie den Kosten für den Austausch von Elektrofahrzeugbatterien, der Widerstandsfähigkeit vernetzter Fahrzeuge gegen Cyberangriffe und den Haftungsproblemen autonomer Systeme. Ziel ist es, vorherzusehen, wie sich technologische Veränderungen auf Kfz-Versicherungen, Verkehrssicherheit und Reparaturkosten auswirken – und diese Voraussicht in praktische Lösungen umzusetzen.

Durch die Analyse realer Schadendaten, die Durchführung von Crashtests und die Veröffentlichung marktübergreifender Empfehlungen prägt das AZT Branchenstandards und gewährleistet eine faire und effiziente Schadenabwicklung für Kunden und Hersteller. Seine verkehrspsychologischen Studien, Unfallforschungsprojekte und Sicherheitskampagnen haben dazu beigetragen, Europas Straßen deutlich sicherer zu machen – ein Vermächtnis, das auch im Zeitalter der Elektrifizierung und Automatisierung der Mobilität fortbesteht.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist das AZT ein Katalysator des Wandels. Seine Mission bleibt unverändert: sichere, nachhaltige und erschwingliche Mobilität für die Bürger zu schaffen und gleichzeitig Versicherer und politische Entscheidungsträger für die bevorstehenden Veränderungen zu rüsten.

Außenansicht des Allianz Zentrums für Technik in Ismaning bei München mit Firmenlogo unter blauem Himmel.

Haben Sie den Veranstaltungstag im letzten Jahr verpasst?
Kein Problem: Lesen Sie alles zum Sicherheitsversprechen des autonomen Fahrens und wie Automatisierung, Innovation und Versicherungen zu einer sichereren und inklusiveren Mobilität der Zukunft beitragen.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!