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Erfolgreiches Pilotprojekt: Allianz Risk Transfer und Nephila realisieren Katastrophen-Swap mit Blockchain-Technologie

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  • Die „Smart Contract“-Technologie erleichtert und beschleunigt den Auslösemechanismus von Naturkatastrophen-Swaps und -Anleihen

  • Das Pilotprojekt von Allianz Risk Transfer (ART) ist eines von mehreren Testfeldern: Allianz Team „Disruptive Technlogies“ untersucht künftige Einsatzmöglichkeiten von Blockchain

 

AGCS
New York/London/München, 15.06.2016

Allianz-Solmaz Altin, Allianz Chief Digital Officer „Blockchain verspricht transparentere, bequemere und schnellere Leistungen für unsere Kunden“.

Solmaz Altin, Allianz Chief Digital Officer „Blockchain verspricht transparentere, bequemere und schnellere Leistungen für unsere Kunden“.

Allianz Risk Transfer AG (ART) und Nephila Capital Limited (Nephila) haben erfolgreich die Nutzung der „Smart Contract“-Technologie von Blockchain bei der Durchführung eines Naturkatastrophen-Swaps getestet. Der Testlauf demonstriert, dass sich durch digitale, automatisierte Blockchain-Verträge die Abwicklung von Transaktions- und Zahlungsprozessen zwischen Versicherern und Investoren deutlich beschleunigen und vereinfachen lässt. Auch die Handelbarkeit von Katastrophenanleihen verbessert sich. Denkbar ist der Einsatz der Blockchain-Technologie auch in anderen Versicherungstransaktionen.
 
Sogenannte Katastrophen- oder „Cat“-Swaps und -Anleihen sind Finanzinstrumente, die bestimmte Risiken – typischerweise Naturkatastrophen wie Orkane oder Taifune – von einem Versicherer auf Investoren oder andere Versicherer übertragen. Dabei wird mit genauen Parametern ein Trigger-Ereignis definiert. Im Falle eines Cat-Swaps entrichtet der Versicherer eine Zahlung oder Reihe an Zahlungen an einen Dritten, damit dieser das finanzielle Risiko des definierten Katastrophenereignisses, zum Beispiel eines Orkans in Florida, übernimmt. Tritt das Ereignis ein und sind die vordefinierten Trigger-Kriterien erfüllt, ist der Dritte für das zuvor vereinbarte finanzielle Risiko verantwortlich.
 
Cat-Anleihen verfolgen einen ähnlichen Ansatz, jedoch mit verschiedenen Drittparteien, die das Katastrophenrisiko mittels eines verbrieften Finanzinstruments, in das die Parteien investieren, übernehmen. Tritt ein definiertes Cat-Ereignis ein, verlieren die Investoren ihre gesamte oder Teile der Investitionssumme. Tritt es nicht ein, erhalten sie Zinsen in Form einer regelmäßigen Couponzahlung sowie die Rendite für ihre Investitionssumme bei Fälligkeit der Anleihe.
 
Die auf Blockchain basierende „Smart Contract“-Technologie könnte das Vertrags-management für solche Cat-Swaps und -Anleihen erleichtern und beschleunigen. Jeder validierte Vertrag auf der offenen, frei zugänglichen Infrastruktur enthält Daten und selbstausführende Codes. Tritt das zuvor festgelegte Trigger-Ereignis ein, werden die vordefinierten Datenquellen aller Teilnehmer erfasst und dann automatisch alle Zahlungen zu oder von Vertragspartnern ausgeführt.
 
„Die Blockchain-Technologie könnte die Zuverlässigkeit, Auditierbarkeit und Geschwindigkeit für Cat-Swaps und -Anleihen steigern, da weniger manuelle Bearbeitung, Authentifizierung und Verifizierung durch Zwischenhändler für die Bestätigung der Legimitation von Zahlungen oder Transaktionen an und von Investoren erforderlich ist“, erklärt Richard Boyd, der auf den Bermudas ansässige Chief Underwriting Officer von ART. Durch den Wegfall der menschlichen Intervention, die derzeit noch im gesamten Risikotransferprozess zum Einsatz komme, würden Schnittstellenverluste und das Risiko menschlicher Fehler vollständig eliminiert. Das hätte enorme Fortschritte in Geschwindigkeit und Effizienz von Transaktionen zur Folge und könnte im Fall von Anleihen auch deren Handelbarkeit steigern.
 
Kryptowährungen, „Smart Contacts“ und andere Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie, die Grundlage des virtuellen Zahlungsmittels Bitcoin ist, werden derzeit im gesamten Finanzdienstleistungssektor erforscht. „Smart Contracts“ ermöglichen eine digitale, automatische Ausführung von Verträgen über „Distributed Ledgers“, die nicht korrumpierbar sind. Diese öffentlichen, dezentral geführten Kontobücher können die Notwendigkeit von Arbitrations- und Legitimationsfunktionen, die für gewöhnlich von unabhängigen Drittinstitutionen wie Banken, Vermittlern und Verwaltern, Rechnungsprüfern sowie Clearingstellen wahrgenommen werden, erheblich verringern.
 
„Auf unserem Weg hin zu einem digitalen Versicherer verspricht Blockchain transparentere, bequemere und schnellere Leistungen für unsere Kunden“, sagt Solmaz Altin, der als Chief Digital Officer für die digitale Transformation der Allianz Gruppe verantwortlich ist. „Blockchain ist wirklich eine faszinierende Technologie, deren Nutzung wir bereits auf einigen Gebieten testen“, erklärt Michael Eitelwein, Head of Disruptive Technology der Allianz Gruppe.
 
Weitere Anwendungsgebiete für Blockchain
 
ART und Nephila arbeiteten mit mehreren Firmen an dem Blockchain-Pilotprojekt zusammen und loteten dabei auch weitere denkbare Einsatzmöglichkeiten der Technologie aus. So könnten über Blockchain zum Beispiel Zahlungsprozesse bei internationalen Fronting-Verträgen von Captive-Versicherern vereinfacht werden, bei denen in mehreren Schritten Beitragseinnahmen von einer Kapitalgesellschaft auf deren Tochtergesellschaft(en) übertragen werden.
 
Laura Taylor, Managing Principal bei Nephila, ergänzt: „Wir sind davon überzeugt, dass digitale Technologien die Zukunft von Versicherungen wesentlich beeinflussen werden. Daher haben wir bewusst in diesem Bereich investiert und freuen uns sehr, dass wir unsere langjährige strategische Partnerschaft mit ART im Hinblick auf die Nutzung von Blockchain ausbauen können.“

  Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

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