Ungleichgewichte in der Eurozone nehmen ab

In diesem Jahr zeigt der Allianz Euro Monitor erstmals seit 2007 eine leichte Verringerung der makroökonomischen Ungleichgewichte in der Eurozone. Insbesondere im privaten Sektor wurden in erheblichem Umfang Schulden abgebaut. Als Frühwarnsystem misst der Euro Monitor, in welchem Umfang die einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion ein ausgewogenes Wachstum erzielen und so zur Stabilität des Euroraums beitragen.

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"2011 war für die Eurozone zweifelsohne ein kritisches Jahr. Die Finanzmärkte glauben noch nicht wieder an die Nachhaltigkeit der staatlichen Schuldenpolitik. Trotz der nervösen Diskussionen an den Finanzmärkten über apokalyptische Folgen der Schuldenkrise und ein mögliches Auseinanderbrechen der Eurozone gab es jedoch auch einige ermutigende Entwicklungen, wie der Bericht zeigt", sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

Vor dem wichtigen EU-Gipfel in dieser Woche sieht Heise Europa an einem Scheideweg: "Die Staats- und Regierungschefs müssen eine glaubwürdige Vision von einer tragfähigen Fiskalunion entwickeln. Gefahren durch mangelnde Haushaltsdisziplin müssen in Zukunft ausgeschlossen werden. Hierzu bedarf es einer stärkeren fiskalpolitischen Zusammenarbeit und eines klaren Regelwerks. Halbherzige Maßnahmen werden nicht ausreichen."

Der Allianz Euro Monitor 2011, die zweite Ausgabe der Folgepublikation unseres langjährigen European Growth and Jobs Monitor, zeichnet ein Bild von der Lage in der Eurozone zum Jahresende 2011. Sowohl der Growth and Jobs Monitor als auch der Euro Monitor weisen schon lange auf die Notwendigkeit grundlegender Reformen in der Eurozone hin. Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf den Risiken, die von einem unausgewogenen Wachstum ausgehen. Der Euro Monitor bewertet die 17 Länder der Eurozone und stellt eine Rangliste auf.

Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz

 
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen hier zur Verfügung gestellt wird.
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