Sicherheit, Vertrauen und Haftung: Die Grundlagen der autonomen Mobilität

Automatisierung bietet das Potenzial, die Straßen sicherer zu machen, indem sie häufige menschliche Fehler beseitigt. Die neuesten Forschungsergebnisse der Allianz untermauern diesen Punkt: Eine Analyse des Allianz Center for Technology (AZT) zeigt, dass Automatisierung Unfälle, die auf menschliche Faktoren wie Ablenkung, Müdigkeit und Fehleinschätzungen zurückzuführen sind, deutlich verringern könnte.

Die Sicherheitsgewinne sind jedoch nicht einheitlich. Sie hängen davon ab, in welchem Umfang die Technologie eingesetzt wird und unter welchen Bedingungen. So können autonome Systeme beispielsweise auf Autobahnen gut funktionieren, stehen in dicht bebauten städtischen Umgebungen jedoch vor größeren Herausforderungen. Diese Variabilität unterstreicht die Bedeutung strenger Tests und auf spezifische Kontexte zugeschnittener Einsatzstrategien.

Während Sicherheit die Grundlage autonomer Mobilität ist, ist Vertrauen die Voraussetzung, die darüber entscheidet, ob die Menschen diese Technologie annehmen. „Es reicht nicht aus, dass autonome Fahrzeuge sicher sind; die Menschen müssen auch verstehen, warum sie sicher sind“, sagt Stefan Sellschopp, Experte für autonome Fahrzeuge bei Allianz Partners.

Der Vergleich zwischen autonomen Systemen und menschlichen Fahrern wird oft vereinfacht dargestellt – beispielsweise, dass autonome Fahrzeuge „zehnmal sicherer“ seien als Menschen. Die Realität ist jedoch differenzierter. Ein System, das auf der Autobahn gut funktioniert, verhält sich in einem dicht bebauten Stadtzentrum möglicherweise anders. Vertrauen muss Situation für Situation und Kontext für Kontext aufgebaut werden.

Vertrauen aufzubauen erfordert zudem Transparenz. Die Menschen müssen wissen, wie autonome Systeme Entscheidungen treffen, mit unerwarteten Situationen umgehen und Risiken bewältigen. Ohne dieses Verständnis könnten selbst die sichersten Systeme Schwierigkeiten haben, öffentliche Akzeptanz zu erlangen.

Hier nehmen Versicherer eine Position ein, die kein anderer Akteur im Ökosystem der autonomen Fahrzeuge ganz so gut ausfüllen kann. Die Allianz arbeitet mit einer stetig wachsenden Zahl führender Unternehmen im Bereich der autonomen Mobilität zusammen, um jahrzehntelange Unfalldaten aus dem konventionellen Straßenverkehr mit neuen Vorfalldaten aus autonomen Systemen zu vergleichen.

„Wir können historische Unfalldaten aus dem konventionellen Straßenverkehr mit Vorfalldaten aus dem autonomen Fahren vergleichen und so viel präzisere Fragen dazu stellen, wo, wann und unter welchen Bedingungen Risiken tatsächlich auftreten“, sagt Sellschopp.

Dieser datenbasierte Ansatz trägt dazu bei, die Debatte über abstrakte Behauptungen zur Sicherheit hinaus zu einem detaillierteren Verständnis von Risiken zu führen. Ebenso zentral ist die Haftung. Da Fahrzeuge immer mehr Fahraufgaben übernehmen, verschiebt sich die Verantwortung – sie darf jedoch nicht undurchsichtig werden.

Je mehr Fahraufgaben Fahrzeuge übernehmen, desto wichtiger wird die Frage der Haftung. Wer ist verantwortlich, wenn etwas schiefgeht? Der Betreiber? Der Softwareentwickler? Der Hersteller? Die Position der Allianz ist klar: „Wir vertreten die Ansicht, dass die Person oder das Unternehmen, das das Fahrzeug auf die Straße bringt, haftbar bleiben sollte“, sagt Sellschopp. „Der Geschädigte sollte nicht herausfinden müssen, ob die Schuld beim Betreiber, beim Softwareanbieter oder beim Hersteller liegt – zuerst sollte die Versicherung des Fahrers einspringen, und erst danach sollte die Regresskette geklärt werden.“ Klare Regeln, schnelle Entschädigung und transparente Verantwortlichkeiten sind unerlässlich, wenn autonome Mobilität öffentliche Akzeptanz finden soll.
Um sicherzustellen, dass autonome Mobilität in Europa vertrauenswürdig, sicher und auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse abgestimmt ist, setzt sich die Allianz für einen „Führerschein“ für autonome Systeme ein, der EU-weit die notwendigen Sicherheitsstandards festlegen würde. „Genauso wie Menschen nachweisen müssen, dass sie sicher fahren können, müssen autonome Fahrzeuge nachweisen, dass sie in allen Fahrsituationen sicher lenken und navigieren können“, fügt Sellschopp hinzu.

Beim Wettlauf um die autonome Mobilität geht es nicht mehr darum, zu beweisen, dass die Technologie funktioniert. In vielen Bereichen tut sie das bereits. Der eigentliche Wettstreit dreht sich um etwas Schwierigeres: die Skalierung dieser Technologie auf eine Weise, die sicher, vertrauenswürdig und gesellschaftlich nützlich ist.

Sellschopp erklärt: „Letztendlich wird autonome Mobilität nicht daran gemessen, wie beeindruckend die Technologie ist – sondern daran, ob die Menschen ihr genug vertrauen, um sie zu nutzen.“

Die Zukunft der autonomen Mobilität hängt von der Zusammenarbeit zwischen Technologieanbietern, Regulierungsbehörden, Versicherern und der Öffentlichkeit ab. Die Allianz ist entschlossen, ihren Teil zum Aufbau eines sichereren, vertrauenswürdigeren und nachhaltigeren Mobilitätsökosystems beizutragen. Um mehr über die Rolle der Allianz bei der Gestaltung der Zukunft autonomer Fahrzeuge zu erfahren, besuchen Sie oder unsere Mobilitätsseite.
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Aug. 18, 2026 | Article, Mobilität

Sicherheit, Vertrauen und Haftung: Die Grundlagen der autonomen Mobilität

Unabhängig davon, welche Ansätze in China, Europa oder den USA verfolgt werden , sollte bei der autonomen Mobilität die Sicherheit an erster Stelle stehen. Menschliches Versagen – Müdigkeit, Ablenkung und Fehleinschätzungen – ist nach wie vor eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Autonome Fahrzeuge (AVs) haben das Potenzial, diese Risiken erheblich zu verringern. Der Weg zur breiten Akzeptanz hängt jedoch von mehr als nur technologischen Fortschritten ab. Das Vertrauen der Öffentlichkeit und klare Haftungsregelungen sind für den Erfolg der autonomen Mobilität ebenso entscheidend.

Aug. 12, 2026 | Berichte & Studien, Kommerzielle Versicherung

The data center construction boom: risks and claims trend

Dieser Bericht ist nur auf Englisch verfügbar. Er wird hier aufgenommen, um sicherzustellen, dass alle auf allianz.com veröffentlichten Inhalte auch für unsere deutschen Leser zugänglich sind. // The artificial intelligence (AI) revolution is advancing at breathless speed, redrawing business practices and reshaping risk as it accelerates towards a future where intelligent technologies are embedded in every sector of the economy.

Aug. 12, 2026 | Article, Digitalisierung, Schaden- und Unfallversicherung

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Allianz erzielt mit den Quartalszahlen 2Q 2026 ein Rekordergebnis und ist auf Kurs ihre Ziele zu erreichen. » Alle Ergebnisse.

Aug. 05, 2026 | Fusionen und Akquisitionen, Medienmitteilung, Vermögensverwaltung

Allianz Global Investors accelerates growth path in Asia Pacific with acquisition of UOB Asset Management

Diese Meldung ist nur auf Englisch verfügbar. Sie wird hier aufgenommen, um sicherzustellen, dass alle auf allianz.com veröffentlichten Inhalte auch für unsere deutschsprachige Leser zugänglich sind. // Agreement includes strategic distribution partnership with UOB to broaden suite of investment products and wealth solutions for their clients • Combined investment business will be well placed to deliver a market-leading client experience for investors across South-East Asia • Deal significantly deepens AllianzGI’s presence in Singapore, a long-standing and strategically important market for the firm • Provides established, on-the-ground, licensed presence in high growth markets in the region, including Thailand, Malaysia and Vietnam • UOBAM’s complementary, strong South-East Asian investment expertise will enrich AllianzGI’s investment platform, creating new product opportunities for clients globally

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Last updated: August 7, 2026

The Allianz Group is one of the world’s leading insurers and asset managers, active in almost 70 countries and serving around 97 million private and corporate customers*. Our customers benefit from a broad range of personal and corporate insurance services, including property, life and health insurance, as well as assistance services, credit and global business insurance. Recognized for the seventh consecutive year as the number one global insurance brand in Interbrand’s Best Global Brands 2025 ranking, Allianz’s success is built on technology-enabled customer centricity – providing peace of mind, protection, and prevention for our customers and strengthening the resilience of individuals, communities, and societies. We are one of the world’s largest investors, managing around 791 billion euros** on behalf of our insurance customers. Furthermore, our asset managers PIMCO and Allianz Global Investors manage about 2.2 trillion euros** of third-party assets. Thanks to our systematic integration of environmental and social criteria in our business processes and investment decisions, Allianz received an MSCI ESG Rating of AAA (as of March 2026). In 2025, our 156,000 dedicated employees achieved a total business volume of 186.9 billion euros and an operating profit of 17.4 billion euros for our shareholders.

* As of December 31, 2025. Customer count reflects Allianz customers in consolidated entities that are part of the customer reporting scope only.

** As of June 30, 2026.

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