Der Allianz Konzern ist einer der weltweit führenden Versicherer und Vermögensverwalter, aktiv in fast 70 Ländern, mit rund 97 Millionen Kundinnen und Kunden*. Unsere Versicherungskunden nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Bereits zum siebten Mal in Folge wurde Allianz im Interbrand Ranking ‚Best Global Brands 2025‘ als weltweit führende Versicherungsmarke ausgezeichnet. Dieser Erfolg basiert auf einer technologiegestützten Kundenfokussierung – mit dem Ziel, unseren Kundinnen und Kunden Sicherheit, Schutz und Prävention zu bieten und die Resilienz von Menschen, Gemeinschaften und Gesellschaften zu stärken. Wir sind einer der weltweit größten Investoren und betreuen im Auftrag unserer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von etwa 770 Milliarden Euro**. Zudem verwalten unsere Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors etwa 2,0 Billionen Euro** für Dritte. Dank unserer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in unseren Geschäftsprozessen und Investitionsentscheidungen haben wir ein ‚AAA‘ ESG Rating von MSCI (Stand: März 2026). 2025 erwirtschafteten unsere 156.000 motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Konzern einen Umsatz von 186,9 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden Euro.
Warum Ihr nächstes Auto nicht von selbst fahren wird – Ihr Taxi aber vielleicht schon
Die Zukunft des autonomen Fahrens hat begonnen, nur nicht so, wie viele es erwartet hatten. Während sich Privatfahrzeuge langsam, aber sicher weiterentwickeln und bis 2035 entsprechend mehr Sicherheit für unsere Straßen erwartet werden, wachsen autonome Flotten in Städten von Hamburg über San Francisco bis Shenzhen bereits signifkant und gestalten den globalen Wettlauf um die moderne Mobilität neu.
In San Francisco wird mittlerweile jede vierte Fahrt mit einem Fahrdienst ohne menschlichen Fahrer absolviert. In Guangzhou und Shenzhen legten die Robotaxis von Pony.ai während der chinesischen Neujahrsfeiertage durchschnittlich 26 Fahrten pro Fahrzeug und Tag zurück – doppelt so viele wie ein menschlicher Taxifahrer normalerweise schafft. In Hamburg befördert eine Flotte von 280 hochautomatisierten Fahrzeugen jeden Monat Hunderttausende Fahrgäste in einem 270 km² großen Einzugsgebiet. Die autonome Revolution ist da – und sie zeigt sich in den Fahrzeugen, die man über eine App bestellt.
Autonome Mobilität: Proof of Concept erreicht
Autonome Mobilität – Fahrzeuge, die ohne menschliches Zutun selbstständig fahren können – hat die Proof-of-Concept-Phase erfolgreich abgeschlossen. Die größere Herausforderung, diese Technologie auf eine Weise zu skalieren, die sicher, vertrauenswürdig und wirklich nützlich ist, steht erst am Anfang.
Es sieht derzeit so aus, als wäre das Auto, das Sie im Jahr 2035 fahren werden, weniger eine Revolution als vielmehr eine fortschrittliche Weiterentwicklung Ihres . Nach Angaben des Weltwirtschaftsforums wird es sicherer, vernetzter und mit mehr Fahrassistenz ausgestattet sein – aber immer noch erkennbar ein Auto, das auf einen menschlichen Fahrer ausgelegt ist. Das Forum prognostiziert, dass nur 4 % der im Jahr 2035 verkauften neuen Privatfahrzeuge über Fähigkeiten der Stufe 4 verfügen werden – die Schwelle, ab der ein Auto innerhalb eines definierten Bereichs selbstständig fahren kann. Das ist eine deutliche Korrektur gegenüber den optimistischeren Prognosen des vergangenen Jahrzehnts, als einige Stimmen aus der Branche, wie Elon Musk und Ford, voraussagten, dass vollautonome Autos bis Anfang der 2020er Jahre alltäglich sein würden. Die Realität hat sich als komplexer erwiesen.
Der Vorteil von Flotten
Wie sich herausstellt, liegt die nahe Zukunft der autonomen Mobilität in den Flotten. Im Gegensatz zu Privatfahrzeugen, die überall und in jeder Situation einsatzbereit sein müssen, können Flotten innerhalb bestimmter, abgegrenzter Bereiche operieren, in denen die Bedingungen besser vorhersehbar sind. Dies erleichtert das Testen, den Einsatz und die Weiterentwicklung der autonomen Technologien.
„Autonome Mobilität ist nicht eindimensional“, sagt Stefan Sellschopp, Experte für autonome Fahrzeuge bei Allianz Partners. „Sie umfasst Robotaxis, Robo-Shuttles, Ride-Pooling, Logistikfahrzeuge und Lösungen für den öffentlichen Nahverkehr – verschiedene Ausprägungen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen, die jedoch aus Risikosicht alle zum selben Ökosystem autonomer Fahrzeuge gehören.“
Sellschopp merkt zudem an, dass die Debatte um Autonomie oft zu eng gefasst ist. „Autonomes Fahren wird oft so diskutiert, als ginge es lediglich um selbstfahrende Autos im privaten Umfeld, während in Wirklichkeit einige der wichtigsten frühen Anwendungsfälle im öffentlichen Nahverkehr, in der Logistik und bei Fahrdienstvermittlungen zu finden sind“, erklärt er.
Hamburg als Beispiel für autonome Mobilität in Deutschland
Hamburg hat sich zu einem der wichtigsten städtischen Testfelder für autonome Mobilität in Europa entwickelt. MOIA, eine Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns, betreibt einen Pilotdienst mit 280 Robotaxis in einem 270 km² großen Einzugsgebiet und befördert jeden Monat Hunderttausende Fahrgäste. Dieser Pilotversuch läuft parallel zu Initiativen im öffentlichen Nahverkehr und im Ride-Pooling und zeigt, wie sich autonome Systeme in umfassendere städtische Mobilitätsnetzwerke integrieren lassen.
HOCHBAHN, Hamburgs öffentlicher Verkehrsbetreiber, testet separat autonome Shuttles im Rahmen von Diensten wie ALIKE und ahoi. Die Allianz ist direkt an der Forschung und Risikobewertung im Zusammenhang mit den Testfeldern für autonome Fahrzeuge in Hamburg beteiligt und arbeitet mit Betreibern, Regulierungsbehörden und Versicherern zusammen, um entscheidende Fragen zu klären: Wie sicher sind diese Systeme im realen Straßenverkehr? Wie sollte die Haftung geregelt werden? Und wie lässt sich das Vertrauen der Öffentlichkeit aufbauen?
Durch die Integration autonomer Systeme in den öffentlichen Nahverkehr und die Stadtplanung zeigt Hamburg, wie Technologie, Sicherheit und Vertrauen zusammenwirken können, um eine nachhaltige Mobilitätslösung zu schaffen. Es ist ein Modell, an dem sich andere Städte orientieren können, wenn sie sich mit den Komplexitäten der autonomen Mobilität auseinandersetzen.
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Über die Allianz
* Stand: 31. Dezember 2025. Die Kundenanzahl spiegelt nur die Allianz Kundinnen und Kunden in konsolidierten Unternehmen wider, die zum Umfang der Kundenberichtserstattung gehören.
** Stand: 31. März 2026.