Allianz und Telefónica bilden Joint-Venture zum Ausbau von Glasfaser in Deutschland

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Allianz und Telefónica haben eine Vereinbarung über die Gründung eines Joint-Ventures zur Verlegung von Glasfaser ins Haus (Fibre-to-the-Home „FTTH“) in Deutschland getroffen.  

Nach dem Abschluss werden die Allianz Gruppe und die Telefónica Gruppe jeweils 50 Prozent an dem Joint-Venture-Unternehmen im Rahmen eines Governance-Modells halten, das gemeinsame Kontrolle vorsieht. Allianz Capital Partners wird im Namen von Allianz Versicherungsgesellschaften („Allianz") und des Allianz European Infrastructure Fund sich mit 50 Prozent an dem Joint Venture beteiligen. Die Beteiligung der Telefónica-Gruppe wird über Telefónica Infra (ihre Infrastruktureinheit) mit 40 Prozent und Telefónica Deutschland/O2 mit 10 Prozent gehalten werden.  

Das als neutraler unabhängiger Netzanbieter tätige Joint-Venture soll lokale Glasfasernetze in weniger gut versorgten ländlichen Gebieten in ganz Deutschland ausbauen und allen Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen einen entsprechenden Netzzugang anbieten, damit diese ihrerseits ihren Endkunden diese Angebote unterbreiten können. 

Die Allianz, einer der weltweit führenden Versicherer und Investoren, und Telefónica als einer der weltweit größten Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen bilden gemeinsam das Fundament für die ehrgeizigen Pläne des Unternehmens. Die Allianz bringt ihre Erfahrung aus mehreren Glasfaser-Investitionen, ihre Finanzkraft und Expertise sowie ihre starke lokale Präsenz ein. Diese Investition schließt sich dem Engagement der Allianz beim wichtigen Glasfaserausbau in Frankreich und Österreich an.

Telefónica bringt seine technischen Fähigkeiten und Know-how beim Aufbau und Betrieb von Glasfasernetzen ein. Telefónica Spanien wird während des gesamten Ausbaus sein Wissen in den Bereichen Netzdesign und Betrieb einfließen lassen. Darüber hinaus wird das Unterneh-men von der Vertriebskraft der Telefónica Deutschland/O2  über verschiedene On- und Offline-Kanäle als ersten Anbieter profitieren.

Als unabhängige, offene FTTH-Plattform ist das neu gegründete Unternehmen einzigartig positioniert, um das enorme Potenzial des größten europäischen Breitbandmarktes zu erschließen und gleichzeitig zur sozialen, wirtschaftlichen und digitalen Entwicklung Deutschlands beizutragen. 

Das neu gegründete Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, mehr als 2 Millionen Haushalte in ländlichen Gebieten mit seinem Glasfasernetz zu erreichen, welches sich über 50.000 km Länge erstrecken soll und einen energieeffizienten Betrieb des Netzes sicherstellen wird. 

Das Joint-Venture beabsichtigt, bis zu 5 Milliarden Euro aus verschiedenen Finanzierungsquellen zu investieren: das von den Partnern bereitgestellte Eigenkapital, ein langfristiges nachrangiges Darlehen und eine Finanzierung durch Fremdkapital ohne Rückgriffsmöglichkeit auf die Gesellschafter. Die Investitionen werden über die sechsjährige Bauphase verteilt, Telefónica wird bis zu 0,5 Milliarden Euro als Eigenkapital und die Allianz bis zu 1 Milliarde Euro über verschiedene Instrumente investieren. Dies ermöglicht es Telefónica, ihr Know-how bestmöglich einzusetzen und gleichzeitig die finanziellen Prioritäten der Gruppe im Interesse aller Stakeholder über eine nicht konsolidierte Struktur umzusetzen, die keinen Rückgriff auf die Gesellschafter erlaubt.

Ángel Vilá, Chief Operating Officer der Telefónica Gruppe, sagt: „Wir freuen uns über die Gelegenheit einer Partnerschaft mit der Allianz, einem der weltweit größten Investoren, mit dem wir das gemeinsame Ziel teilen, den Glasfaserausbau in Deutschland voranzutreiben und damit zur Beschleunigung der Digitalisierung des Landes beizutragen. Wir freuen uns, unsere Expertise in diese Partnerschaft einzubringen und gemeinsam mit der Allianz ein Schlüsselelement für den Erfolg zu schaffen, das Leistungsversprechen von Telefónica Infra zu stärken und die von Telefónica vor einem Jahr vorgestellte Strategie zu untermauern.“

Günther Thallinger, Mitglied des Vorstands der Allianz SE: Investment Management und ESG, sagt: „Die Allianz als Infrastrukturinvestor, ist sehr erfreut, ein Joint-Venture mit einem so erfahrenen Partner im Fibre-to-the-Home-Segment wie Telefónica einzugehen. Die fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft sowie die steigende Datenmenge erfordern immer höhere Bandbreiten für Haushalte. Die Notwendigkeit eines schnellen Internetzugangs zeigt sich nicht zuletzt in der aktuellen Corona-Krise, in der Millionen von Menschen gezwungen sind, von zu Hause aus zu arbeiten bzw. zu lernen. Wir sind stolz darauf, in eine derart nachhaltige Infrastruktur zu investieren, von der wir überzeugt sind, dass sie auch unseren Versicherten attraktive Renditen sichern wird.“

Markus Haas, CEO Telefónica Deutschland O2, sagt: „Kunden in Deutschland wollen schnelle und stabile Internetverbindungen. Wir sehen ein riesiges Potenzial für den Glasfasermarkt in Deutschland, da derzeit weniger als zehn Prozent aller Haushalte an Glasfaser angeschlossen sind. Mit der neuen offenen FTTH-Plattform können wir unseren O2-Privat- und Geschäftskunden in noch mehr und bislang unterentwickelten Regionen hochleistungsfähige Glasfaser-anschlüsse anbieten. Dies ergänzt unsere Strategie, unseren Kunden ein starkes Festnetzangebot zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Unsere Beteiligung an dem neuen Joint-Venture bietet uns eine attraktive langfristige Investition in einen Markt mit enormem Zukunftspotenzial.“ 

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Fusions-kontrollbehörden, der Abschluss wird für die erste Hälfte des Jahres 2021 erwartet.

Allianz Capital Partners ist einer der Asset Manager der Allianz Gruppe für alternative Eigenkapitalanlagen und Teil von Allianz Global Investors. Mit Büros in München, London, Luxemburg, New York und Singapur verwaltet Allianz Capital Partners über 34 Milliarden Euro an alternativen Assets für die Allianz Gruppe und Drittinvestoren*.

Unser Investitionsschwerpunkt liegt dabei auf Private Equity, Infrastruktur und erneuerbaren Energien. Unsere Anlagestrategie zielt darauf ab, attraktive, langfristige und stabile Renditen für unsere Kunden zu generieren.

* Daten zum 30. Juni 2020

Die Allianz Gruppe zählt zu den weltweit führenden Versicherern und Asset Managern und betreut mehr als 100 Millionen Privat- und Unternehmenskunden in mehr als 70 Ländern. Versicherungskunden der Allianz nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Die Allianz ist einer der weltweit größten Investoren und betreut im Auftrag ihrer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von über 774 Milliarden Euro. Zudem verwalten unsere Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors 1,7 Billionen Euro für Dritte. Mit unserer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in unsere Geschäftsprozesse und Investitionsentscheidungen sind wir der führende Versicherer im Dow Jones Sustainability Index. 2019 erwirtschafteten über 147.000 Mitarbeiter für die Gruppe einen Umsatz von 142 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 11,9 Milliarden Euro.

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

Über Telefónica 

Telefónica ist einer der größten Telekommunikationsdienstleister der Welt. Das Unternehmen bietet Festnetz- und Mobilfunkverbindungen sowie eine breite Palette digitaler Dienste für Privat- und Geschäftskunden an. Mit 342 Millionen Kunden ist Telefónica in Europa und Lateinamerika tätig. Telefónica ist ein zu 100% börsennotiertes Unternehmen, dessen Aktien an der spanischen Börse und an den Börsen in New York und Lima gehandelt werden. Im Jahr 2019 legte Telefónica einen Aktionsplan als Beschleuniger für die Transformation des Unternehmens fest. Der Plan zielt darauf ab, seine vier relevanten Märkte zu priorisieren und langfristig nachhaltig zu wachsen, das Wachstumspotenzial zu steigern und dabei den Wert seiner Infrastruktur zu heben sowie die Agilität zu erhöhen und Effizienz zu steigern.

Über Telefónica Infra

Telefónica Infra ist die Einheit, die im November 2019 innerhalb der Telefónica-Gruppe geschaffen wurde, um neben Finanzinvestoren Beteiligungen an Infrastrukturvehikeln zu verwalten. Zu den Zielen von TEF Infra gehört es, den Wert der Infrastruktur von Telefónica durch Beteiligungen an Infrastrukturvehikeln zu kristallisieren. TEF Infra wird sich auf die Wertschöpfung durch 3 Schlüsselhebel konzentrieren: i) engagiertes Management und verstärkte Konzentration, ii) selektive Monetarisierung von Infrastrukturanlagen und iii) Partnerschaft mit führenden Finanzinvestoren, um gemeinsam in Wachstumschancen zu investieren (flexible Partnerschafts-strukturen und Geschäftsmodelle).

Über Telefónica Deutschland

Telefónica Deutschland bietet Telekommunikationsdienste für Privat- und Geschäftskunden sowie innovative digitale Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Internet der Dinge und Datenanalyse an.  Das Unternehmen ist einer der führenden integrierten Telekommunikationsanbieter in Deutschland. Allein im Mobilfunkbereich ist Telefónica Deutschland ohne M2M für mehr als 42,4 Millionen Anschlüsse verantwortlich (Stand: 30. Juni 2020) - kein anderer inländischer Netzbetreiber verbindet mehr Menschen. Bis 2022 will das Unternehmen der "Mobile Customer & Digital Champion" werden, also der bevorzugte Partner für Kunden im deutschen Mobilfunkmarkt, der ihnen mobile Freiheit in der digitalen Welt ermöglicht. Über seine Kernmarke O2 und verschiedene Zweit- und Partnermarken vertreibt das Unternehmen Postpaid- und Prepaid-Mobilfunkprodukte einschließlich innovativer mobiler Datendienste. Basis dafür ist ein Mobilfunk-Servicenetz auf Basis einer hochzuverlässigen GSM-, UMTS- und LTE-Infrastruktur. Gleichzeitig baut das Unternehmen ein energieeffizientes Hochleistungs-5G-Netz auf. Darüber hinaus bietet Telefónica Deutschland im Festnetzbereich Telefonie- und Hochgeschwindigkeits-Internetprodukte wie VDSL an. Die Telefónica Deutschland Holding AG ist seit 2012 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (TecDAX) notiert. Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete das Unternehmen mit knapp 8.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro. 

Pressekontakte

Pia Gröger
Allianz Capital Partners
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:
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