Offenlegung der wirtschaftlichen Spaltung zwischen den USA und der Eurozone

Der Bericht zeigt, dass sich das wirtschaftliche Gefälle zwischen den Regionen in erschreckendem Maße vergrößert hat: Seit 1999 hat sich das wirtschaftliche Gefälle von 11 % auf 30 % vergrößert, wobei der durchschnittliche Amerikaner ein um 35 % höheres Realeinkommen hat als der durchschnittliche Europäer – eine Kluft, die sich seit der Finanzkrise 2008 noch erheblich vergrößert hat. 

Mehrere Schlüsselfaktoren geben den USA die Oberhand. Dazu gehören: 

  • Eine flexiblere Wirtschaftspolitik, die durch niedrigere staatliche Finanzierungskosten unterstützt wird. 
  • Der Vorteil niedrigerer Energiekosten, ein Segen in Zeiten energie- und geopolitischer Unsicherheit. 
  • Ein deutlicher Vorsprung im Technologiesektor, der durch einen besseren Zugang zu Frühphasenfinanzierung und internationalen Talenten gestützt wird.
  • Ein starkes demografisches Profil und die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen, die für die Förderung des grünen Wandels entscheidend sind. 

Im Gegensatz dazu sind die Herausforderungen in Europa größtenteils auf selbst auferlegte Beschränkungen zurückzuführen: 

  • Überregulierung und Bürokratie bremsen das Produktivitätswachstum. 
  • Fragmentierte Kapitalmärkte, die eine effiziente Finanzierung einschränken. 
  • Komplexe und rückstandsgefährdete EU-Programme, die die wirtschaftliche Entwicklung behindern.
  • Politische und nationale Interessen, die Initiativen wie die Kapitalmarktunion behindern. 

Doch es ist nicht alles nur düster für die Eurozone. Europa steht an der Spitze des grünen Wandels, mit deutlich geringeren CO2-Emissionen und einer Führungsrolle im Handel mit grünen Waren. Dieser Wandel hin zu einer grünen Wirtschaft ist ein Hoffnungsschimmer, der möglicherweise Arbeitsplätze schafft und die Auswirkungen der Deindustrialisierung in rückläufigen Sektoren ausgleicht. 

Um ihren Wettbewerbsvorteil wiederzuerlangen, muss die Eurozone schnell und entschlossen handeln. Zu den wichtigsten Bereichen, auf die man sich konzentrieren sollte, gehören: 

  • Abbau von Bürokratie und Überregulierung. 
  • Wiederbelebung der Kapitalmarktunion. 
  • Rationalisierung der Absorption von EU-Mitteln. 
  • Stärkung der europäischen Industriepolitik, um den Subventionswettlauf einzudämmen. 

Die wirtschaftliche Wiederbelebung Europas hängt von Strukturreformen, Finanzintegration und der Vollendung von Initiativen wie der Bankenunion ab. Die jetzt getroffenen Entscheidungen werden die wirtschaftliche Zukunft der Region maßgeblich beeinflussen. 

Dieser Bericht von Allianz Research ist nicht nur eine Sammlung von Daten und Trends, sondern auch ein Aufruf zum Handeln für politische Entscheidungsträger und Wirtschaftsführer gleichermaßen. Hier finden Sie die ausführliche Analyse.

Der Allianz Konzern ist einer der weltweit führenden Versicherer und Vermögensverwalter, aktiv in fast 70 Ländern, mit rund 97 Millionen Kundinnen und Kunden*. Versicherungskunden der Allianz nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Die Allianz ist einer der weltweit größten Investoren und betreut im Auftrag ihrer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von etwa 764 Milliarden Euro**. Zudem verwalten unsere Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors etwa 2,0 Billionen Euro** für Dritte. Mit unserer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in unsere Geschäftsprozesse und Investitionsentscheidungen sind wir unter den führenden Versicherern im Dow Jones Sustainability Index. 2025 erwirtschafteten über 156.000 Mitarbeiter für den Konzern einen Umsatz von 186,9 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden Euro.

* Die Kundenanzahl spiegelt nur die Allianz Kundinnen und Kunden in konsolidierten Unternehmen wider, die zum Umfang der Kundenberichtserstattung gehören.

** Stand: 31. Dezember 2025.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

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