Allianz ist Vorreiter für nachhaltige Investitionen mit der neuen Zielvereinbarung der Net-Zero Asset Owner Alliance

Die Net-Zero Asset Owner Alliance (NZAOA), ein Zusammenschluss von 89 institutionellen Anlegern, die ein Vermögen von 9,5 Billionen US-Dollar verwalten, führt die Finanzbranche in eine nachhaltige Zukunft. Sie hat vor kurzem die vierte Ausgabe ihres Target-Setting-Protocol veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen umfassender Leitfaden zur Erreichung des im Pariser Abkommen festgelegten Ziels von 1,5°C, der Investoren den Weg aufzeigt, wie sie ihre Portfolio-Emissionen bis 2030 deutlich reduzieren können. Mit der Veröffentlichung der Zielvereinbarung setzen die Allianz und andere Mitglieder noch stärker Kurs auf ein dekarbonisiertes Portfolio.

Diese vierte Ausgabe des Protokolls umfasst nun die große Mehrheit aller Anlageklassen und wirft somit ein weites Netz über alle privaten Vermögenswerte aus. So wird sichergestellt, dass Unternehmen mit hohen Emissionen unabhängig von ihrer Eigentümerstruktur zur Verantwortung gezogen werden. Das bedeutet, dass die Dekarbonisierungsstrategien der Mitglieder ab diesem Jahr für nahezu das gesamte Anlageportfolio gelten.

Das neue Target-Setting-Protocol zeigt, dass Mitglieder der NZAOA weiterhin fest entschlossen sind, bis 2050 alle Treibhausgasemissionen auf Netto-Null zu reduzieren und den 1,5°C-Pfad ohne oder mit geringfügiger  Überschreitung zu erreichen Im Rahmen ihres Engagements streben die Mitglieder eine 40- bis 60-prozentige Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 (im Vergleich zu 2019) an.

Günther Thallinger, Mitglied des Vorstands, Allianz SE

Günther Thallinger, Vorstandsmitglied der Allianz SE und Vorsitzender der NZAOA, erklärt die Bedeutsamkeit der gemeinsamen Aktion: "Das vierte und umfassendste Target-Setting-Protocol wurde von allen NZAOA-Mitgliedern, die insgesamt 9,5 Billionen Dollar verwalten, bewilligt. Wir arbeiten weiterhin gemeinsam auf ein 1,5°C-Szenario hin. Diese einstimmige Zustimmung unterstreicht das starke Engagement aller Mitglieder, ihre Netto-Null-Ziele im Einklang mit den fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen umzusetzen. Wir müssen jedoch die immer größer werdende Kluft zwischen unseren Ambitionen und der realen Wirtschaft schließen, die hinter der Wissenschaft zurückbleibt.

Damit ist das neue Target-Setting-Protocol nicht nur eine Absichtserklärung, sondern ein Aufruf zum Wandel innerhalb des Finanzsektors, der die Dringlichkeit der Klimakrise widerspiegelt. Für Günther Thallinger steht das neueste Protokoll im Einklang mit seiner eigenen Vision für die NZAOA: "Die NZAOA fordert ein förderliches politisches Umfeld - eines, das sowohl Investoren als auch Unternehmen beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft unterstützt, im Einklang mit der Wissenschaft und unter angemessener Berücksichtigung der sozialen Auswirkungen."

Staatsanleihen sind für viele Vermögenseigentümer eine wichtige Anlageklasse, und aufgrund aufsichtsrechtlicher Anforderungen müssen Staatsanleihen oft zu Liquiditätszwecken gehalten werden. Allerdings ist die Anlageklasse im Hinblick auf Emissionen etwas anspruchsvoller, da die Emissionen von Staatsanleihen die Emissionen eines Landes widerspiegeln. Die NZAOA strebt ein ganzheitliches Verständnis der Klimaausrichtung von Ländern an, deren Staatsanleihen von Vermögensinhabern gehalten werden, da Emissionsdaten allein ein unklares Bild darüber vermitteln können, wer sie verursacht oder finanziert hat.

In einem Pilotprojekt wagt sich die NZAOA mit der Datenbank „Assessing Sovereign Climate-related Opportunities and Risks“ (ASCOR) an die Bewertung von Staatsschulden. Dieser Ansatz verspricht Anlegern ein besseres Verständnis der Klimaausrichtung von Ländern, deren Schulden sie halten, ein Bereich, der traditionell mit Komplexität behaftet ist.

Der erweiterte Anwendungsbereich sorgt insgesamt für mehr Transparenz und ist angesichts des enormen Wachstums privater Kredite als Anlageklasse in den letzten Jahren von entscheidender Bedeutung. Sie spiegelt auch die Bedenken hinsichtlich ungleicher Anreize wider, die sich aus dem vermehrten Druck der Anleger in Bezug auf die Offenlegung von Klimadaten auf öffentlichen Märkten im Vergleich zu privaten Vermögenswerten ergeben.
Udo Riese, Leiterin der Abteilung für nachhaltige Anlagen bei Allianz Investment Management
„Wir haben gesehen, dass viele börsennotierte Unternehmen emissionsintensive Anlagen an den privaten Sektor verkaufen, wo im Allgemeinen weniger strenge Kontrollen stattfinden", so Udo Riese, Leiter des Bereichs Nachhaltige Anlagen bei Allianz Investment Management und Mitverfasser des neuen Target-Setting-Protocol. Damit werden Emissionen und Klimarisiken einfach in den privaten Sektor verlagert. Angesichts der langfristigen Anlagehorizonte von Pensionsfonds und Versicherern liege es jedoch im Interesse aller, ihre kollektive wirtschaftliche Macht zu nutzen, um das Klimarisiko für sich selbst und ihre Begünstigten zu mindern, fügt er hinzu.

Das Engagement der NZAOA geht über die Festlegung von Zielen hinaus. Es umfasst eine ganzheitliche Strategie zur Unterstützung der Mitglieder bei der Entwicklung glaubwürdiger Übergangspläne und zur Förderung einer aussagekräftigen Berichterstattung. Dadurch wird sichergestellt, dass der Finanzsektor nicht nur auf dem Weg zu ehrgeizigen Zielen ist, sondern auch greifbare Schritte zu deren Verwirklichung unternimmt.

Der Beitrag der Allianz ist ein Beweis für unser unermüdliches Engagement für Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Investitionen. 

„Wir wissen nicht, was dabei herauskommt, aber wir treiben es voran, denn für unsere Portfolios ist die niedrigste erreichbare Temperatur das beste Ergebnis“, sagt Udo Riese und verdeutlicht damit nicht nur unsern Einsatz bei der Gestaltung dieser entscheidenden Richtlinien, sondern auch unser Streben nach echter Transparenz und Rechenschaftspflicht bei klimabezogenen Finanzinformationen. Indem wir unser Fachwissen und unsere Größe nutzen, tragen wir zu einer kollektiven Anstrengung bei, die darauf abzielt, das Klimarisiko zu mindern und eine grünere Wirtschaft zu fördern, um eine nachhaltigere Welt für heutige und zukünftige Generationen zu sichern.

Der Allianz Konzern ist einer der weltweit führenden Versicherer und Vermögensverwalter, aktiv in fast 70 Ländern, mit rund 97 Millionen Kundinnen und Kunden*. Versicherungskunden der Allianz nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Die Allianz ist einer der weltweit größten Investoren und betreut im Auftrag ihrer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von etwa 764 Milliarden Euro**. Zudem verwalten unsere Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors etwa 2,0 Billionen Euro** für Dritte. Mit unserer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in unsere Geschäftsprozesse und Investitionsentscheidungen sind wir unter den führenden Versicherern im Dow Jones Sustainability Index. 2025 erwirtschafteten über 156.000 Mitarbeiter für den Konzern einen Umsatz von 186,9 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden Euro.

* Die Kundenanzahl spiegelt nur die Allianz Kundinnen und Kunden in konsolidierten Unternehmen wider, die zum Umfang der Kundenberichtserstattung gehören.

** Stand: 31. Dezember 2025.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

Günther Thallinger tritt neuem Beirat der Vereinten Nationen zur Beschleunigung von Klimamaßnahmen bei

UN-Generalsekretär António Guterres hat eine neue, hochrangige, 16 Personen umfassende Expertengruppe begründet, in die Günther Thallinger, Vorstandsmitglied der Allianz SE, berufen wurde.

Quad-State-Tornado: ein verheerender neuer Rekord?

Der sogenannte Quad-State-Tornado hat am vergangenen Wochenende ganze Städte im Mittleren Westen der USA dem Erdboden gleichgemacht. Wir sprachen mit Dr. Bastian Manz, Senior Atmospheric Risk and Climate Risk Analyst bei Allianz Re, über den Einfluss des Klimawandels auf Tornados und wie sich die von ihnen verursachten Schäden im Laufe der Jahre entwickelt haben. 

Allianz an der Spitze des Dow Jones Sustainability Index 2021 als führender nachhaltiger Versicherer

Die Allianz Gruppe hat im Dow Jones Sustainability Index (DJSI) die Spitzenposition unter allen +125 bewerteten Versicherungsunternehmen erreicht. Bei den Ergebnissen des weltweit anerkannten Nachhaltigkeitsindex, die am 12. November 2021 veröffentlicht wurden, liegt die Allianz mit 92 Punkten (aktualisiert am 26.11.2021 auf 93 Punkte) deutlich über dem Branchendurchschnitt von 40 Punkten.