Allianz Demographic Pulse

Trotz Auf und Ab der Finanzmärkte - Lebensversicherung bleibt sicher und rentabel

Lebensversicherungen tragen erheblich zur Stabilisierung der Finanzmärkte bei / Konservative Anlagepolitik hat Kunden in der Krise vor hohen Verlusten bewahrt / Die Lebensversicherung ist bedeutendstes Instrument zur Absicherung von Lebensrisiken wie Altersarmut

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Die gegenwärtige Finanzkrise und die damit verbundenen niedrigen Kapitalmarktzinsen stellen Lebens- und Rentenversicherungen auf den Prüfstand. Aber nicht nur allein das niedrige Zinsniveau stellt das Produkt, das in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag feiert, vor Herausforderungen. Auch neue aufsichtsrechtliche Regelungen wie Solvency II und die Einführung von Unisextarifen machen dem Produkt zum derzeitigen Zeitpunkt das Leben schwer. Doch bei der Vorsorge für das Alter, der Absicherung der Berufsunfähigkeit und der Invalidität sowie weiteren Risiken, die unmittelbar mit dem Leben verbunden sind, gibt es kaum bessere Alternativen.

Durch die demografische Entwicklung gewinnt das Produkt für den Einzelnen vielmehr noch an Bedeutung: „Mit zunehmender Alterung der Gesellschaft durch den Anstieg der Lebenserwartung einerseits und der Abnahme der Geburtenraten andererseits wird der Bedarf an kapitalgedeckter betrieblicher und privater Vorsorge künftig weiter steigen“, sagt Prof. Michael Heise, Allianz Chefvolkswirt und Leiter Unternehmensentwicklung in der neuen Allianz Demographic Pulse Ausgabe, die sich mit dem Thema Lebensversicherung kritisch auseinandersetzt. „Lebensversicherungsunternehmen sind weltweit wichtige Akteure am Kapitalmarkt und tragen durch ihre langfristig ausgerichtete Anlagepolitik zur Stabilisierung der Kapitalmärkte bei. Außerdem haben die Unternehmen durch ihre konservative Anlagepolitik viele Kunden in der Krise vor hohen Verlusten bewahrt. Aller Kritik zum Trotz sind Lebensversicherungen für die Menschen wichtig, sicher und rentabel“, resümiert Heise.

Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz
Michael Heise: "Der Bedarf an kapitalgedeckter betrieblicher und privater Vorsorge wird künftig weiter steigen."
Die Welt altert

Im Jahr 2050 ist jeder fünfte Erdenbürger über 60 Jahre alt

Eine Welt ohne Lebensversicherung?

Darüber, ob eine Rendite von knapp vier Prozent im aktuellen Umfeld zu niedrig oder angemessen ist, lässt sich trefflich streiten. Viel entscheidender ist aber, dass Lebensversicherungen nicht nur reine Kapitalanlageprodukte sind, sondern vielmehr auch der Absicherung gegen sogenannte biometrische Risiken dienen. Dies lässt sich am besten veranschaulichen, wenn man das Produkt für einen Augenblick komplett ausblendet. Gäbe es auf der Welt keine Lebensversicherungen mehr, gäbe es auch keine finanzielle Absicherung von Angehörigen im Todesfall mehr. So wäre zum Beispiel eine ausreichende Absicherung der Familie oder des Lebenspartners für den Fall, dass dem Haupteinkommensbezieher bereits in jungen Jahren etwas zustößt, weitaus schwieriger. Auch sind Lebensversicherungen häufig der Schlüssel für die Verwirklichung des Traums vom Eigenheim. Ende des Jahres 2011 gab es in Deutschland immerhin über 1,9 Millionen Bausparrisikoversicherungen und rund 2,9 Millionen Restschuldversicherungen, die den Erwerb einer Immobilie oft erst ermöglichten.

 

Lebensversicherungen stabilisieren die Kapitalmärkte

Die Bedeutung der Lebensversicherungsunternehmen am Kapitalmarkt wird deutlich, wenn man sich die Höhe der angesparten Kapitalanlagen vor Augen hält: Ende des Jahres 2011 verwalteten die Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland Gelder in Höhe von

743 Milliarden Euro. In der EU insgesamt belief sich die Summe auf rund 5.400 Milliarden Euro. Damit sind die Anbieter wichtige institutionelle Teilnehmer am Kapitalmarkt, die durch ihre langfristig ausgerichtete Anlagepolitik, die letztlich die Fristigkeit ihrer Verbindlichkeiten widerspiegelt, zur Stabilisierung der Finanzmärkte beitragen.

Wichtiger Schutz gegen Altersarmut

Eine weitere wichtige gesellschaftliche Dimension liegt darin, dass Lebens- und Rentenversicherungen Schutz gegen Altersarmut bieten. Zum einen ist angesichts der bereits heute hohen Staatsverschuldung – sowie der schieren Anzahl an Baby-Boomern, die in den nächsten Jahren das Renteneintrittsalter erreicht – in den meisten Ländern mit weiteren Einschnitten in den staatlichen Rentensystemen zu rechnen; sei es direkt durch weitere Absenkungen des Rentenniveaus oder indirekt durch eine Erhöhung des Rentenalters. Zum anderen könnte ohne Absicherung des eigenen Langlebigkeitsrisikos trotz angespartem privaten Vermögen so mancher in hohem Alter auf seinen gewohnten Lebensstandard verzichten müssen. Dies ist dann der Fall, wenn das private Anlagekapital verzehrt und der Lebensunterhalt allein mit der staatlichen Rente bestritten werden muss. Dass die Welt insgesamt altert, zeigen eindrucksvoll die folgenden Zahlen: Kamen statistisch gesehen im Jahre 1950 bereits 2,3 Über-60-Jährige auf ein Neugeborenes, so werden für das Jahr 2050 knapp 16 über 60-Jährige auf ein Neugeborenes prognostiziert. Damit ist dann jeder fünfte Erdenbürger über 60 Jahre alt.

 

Jeder Deutsche gab im Jahr 2011 durchschnittlich 1.042 Euro für seine Lebensversicherung aus

Lebens- und Rentenversicherungen sind für viele Bereiche in unserer Gesellschaft wichtig. Das zeigt sich auch in den hohen Summen, die den Versicherungsunternehmen weltweit von Kunden anvertraut werden. Im vergangenen Jahr beliefen sich die weltweit einbezahlten Lebensversicherungsprämien umgerechnet auf mehr als 1,7 Billionen Euro; eine Summe, die in etwa dem Bruttosozialprodukt Großbritanniens entsprach. Jeder Bundesbürger gab im Jahre 2011 durchschnittlich 1.042 Euro für Lebensversicherungen aus, ein US-Amerikaner umgerechnet 1.270 Euro und ein Japaner sogar 2.183 Euro.

 

Aller Kritik zum Trotz – Lebens- und Rentenversicherungen sind rentabel

Ohne Zweifel schmälert die derzeitige Niedrigzinsphase die Renditen der Versicherungsnehmer. Hinzu kommt erschwerend, dass die Anlagevorschriften für Lebensversicherungsunternehmen entsprechend streng sind. So hatten die deutschen Unternehmen Ende 2011 weniger als 4 Prozent ihrer gesamten Kapitalanlagen in Aktien angelegt. Genau diese konservative Anlagepolitik hat die Kunden deutscher Lebensversicherer aber  im Jahr 2008 vor hohen Verlusten bewahrt, wie sie zum Beispiel die Kunden der weitaus stärker in Aktien investierten Lebensversicherungsunternehmen in Großbritannien hinnehmen mussten. Was die Rendite angeht, so darf man nicht außer Acht lassen, dass auch alle anderen Anlageprodukte – die im Gegensatz zur Lebensversicherung keine Absicherung gegen die Risiken des Lebens bieten – betroffen sind und weniger Verzinsung bieten. „Die Menschen brauchen in unsicheren Zeiten ein verlässliches Produkt. Daher gehe ich fest davon aus, dass aller Kritik zum Trotz Lebens- und Rentenversicherungen langfristig wichtige Bausteine der privaten Vorsorge bleiben werden“, endet Heise.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

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Claudia Mohr-Calliet
Allianz SE
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