Allianz Risk Barometer 2017

Die wichtigsten Geschäftsrisiken für das Jahr 2017

Cybersicherheit und damit verbundene Probleme stellen Risikoexperten aus Deutschland und Großbritannien zufolge ein rasch wachsendes Risiko für Unternehmen dar. Das geht aus dem sechsten jährlichen Allianz Risk Barometer hervor, das von der Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS) am Mittwoch veröffentlicht wurde.

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10 wichtigsten Geschäftsrisiken 2017

Angesichts der Tatsache, dass Unternehmen immer mehr auf Digitalisierung setzen und ihre Geräte, Prozesse und Lieferketten im sogenannten Internet der Dinge miteinander vernetzen, steigt exponentiell auch das Risiko für finanzielle Verluste, wie die unter mehr als 1200 Experten aus 55 Ländern durchgeführte Umfrage zeigt.

Die Bedrohungen aus dem Internet gehen mittlerweile weit über Hackerangriffe und Verstöße gegen das Recht auf Privatsphäre und den Datenschutz hinaus. Deren negative Auswirkungen werden zudem durch neue Datenschutzverordnungen für Unternehmen zusätzlich verschärft. Unternehmen läuft die Zeit davon, um sich auf die neue ab 2018 in Europa geltende Datenschutz-Grundverordnung entsprechend vorzubereiten. Die für die Konformität anfallenden Kosten werden nicht gering ausfallen. Gleiches könnte jedoch auch für einschlägige Strafzahlungen gelten.

Auswirkungen der Digitalisierung

Darüber hinaus stellen die Vernetzung und die immer ausgeklügelteren Cyberangriffe nicht nur direkt, sondern aufgrund von exponierter kritischer Infrastruktur wie beispielsweise der IT oder Wasser- und Energieversorgung auch indirekt ein Risiko für Unternehmen dar. Eine weitere Bedrohung sind technische Ausfälle oder menschliches Versagen, die zu einer längeren und umfangreicheren Betriebsunterbrechung führen können. Fehler bei der ordnungsgemäßen Datenübertragung oder -interpretation können in der heutigen Industrie 4.0 Ursache für einen Produktionsstopp sein.

Das Allianz Risk Barometer 2017 zeigt, dass kleinere Unternehmen das Cyberrisiko möglicherweise unterschätzen, denn Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 250 Mio. EUR stuften Cybervorfälle als sechstgrößtes Risiko ein. Ein schwerwiegender Störfall könnte aber gerade für solche Unternehmen wesentlich schädlichere Auswirkungen haben.

Im weltweiten Vergleich nahmen Cyberangriffe den dritten Platz unter den wichtigsten Risiken ein, in Europa und in den USA kamen sie jedoch auf Platz zwei. Sorgen darüber machten sich besonders Umfrageteilnehmer aus dem Handel und der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Im globalen Ranking war die Betriebsunterbrechung zum fünften Mal in Folge das wichtigste Risiko, vor dem die größte Angst herrscht. Dies ist auch auf viele neue Auslöser wie Störungen durch nicht materielle Schäden aufgrund von politischer Gewalt, Streiks und Terrorangriffen zurückzuführen.

Gefürchtete Betriebsunterbrechungen (BU)

Unternehmen stehen zudem aufgrund der sich ändernden politischen Landschaft vor potenziellen finanziellen Verlusten: Brexit, das Wahlergebnis in den USA und die anstehenden Wahlen in der EU usw. schüren Ängste vor steigendem Protektionismus und einer zunehmend ablehnenden Haltung der Globalisierung gegenüber. So wurden seit 2014 weltweit jedes Jahr zwischen 600 und 700 neue Handelsbeschränkungen eingeführt.

Die Marktentwicklung und -volatilität wurden von Unternehmen auf der ganzen Welt als zweitgrößtes Risiko eingestuft. Branchen wie die Luftfahrt- und Rüstungsindustrie, der Finanzdienstleistungssektor, die Schifffahrt und das Transportwesen sowie Unternehmen aus Afrika und dem Nahen Osten sahen dies sogar als größtes Risiko an.

"Weltweit stellen sich die Unternehmen auf ein Jahr voller Unsicherheiten ein", meint Chris Fischer Hirs, CEO der AGCS. "Unvorhersehbare Veränderungen in der rechtlichen und geopolitischen Lage sowie des Marktumfelds sind Faktoren, mit denen sich Risikomanager und die obere Führungsebene von Unternehmen auf der ganzen Welt kontinuierlich auseinandersetzen müssen. Neben den konstanten Gefahren wie Feuer und Naturkatastrophen gibt es eine Reihe neuer Risiken, die es erforderlich machen, die aktuellen Monitoring- und Risikomanagementtools zu überdenken."

Hauptursachen für Cybervorfälle

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