Klimakonferenz

Fünf Fakten zur COP 21, die Sie sich merken sollten

Karsten Löffler, Geschäftsführer von Allianz Climate Solutions, ist soeben von einer anstrengenden und spannenden mehrtägigen Reise aus Paris zurückgekommen. Er war als Beobachter bei der UN-Klimakonferenz (COP 21). Hier ist seine Einschätzung der Ergebnisse.
 

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Den 12. Dezember 2015 sollten Sie sich im Kalender markieren. Zum 1. Mal ist es 195 Ländern gelungen, ein weltweit akzeptiertes Klimaabkommen zu vereinbaren. Damit wird die festgefahrene, zweigeteilte Weltsicht des Kyoto-Protokolls überwunden, das sich nur auf die Industrieländer bezog. Mit dem Pariser Abkommen haben sich sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer geeinigt, dass jeder seinen bestmöglichen Beitrag zur gemeinsamen Sache leistet. Dies ist nicht nur fair, sondern unterstreicht auch das Prinzip der gemeinsamen, aber differzierten Verantwortung, die Industrieländer und Entwicklungsländer entsprechend ihrer Fähigkeiten tragen müssen.
 

Das Ziel dieses bahnbrechenden Rahmenvertrags ist die Begrenzung des durchschnittlichen weltweiten Temperaturanstiegs auf deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau. Darüber hinaus sollen Anstrengungen unternommen werden, den Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen. Die Nennung der 1,5°C-Marke zeigt den Einfluss der besonders gefährdeten Staaten auf den Vertragstext, für die der Klimawandel bereits jetzt Realität ist.
 

Mit den bisher von den Ländern vorgelegten Klimaschutzzusagen (engl. Intended National Determined Contributions – INDCs) wird die Temperatur jedoch leider vermutlich um fast 3°C ansteigen.
 

Das „Fossil des Tages“
 

Während Saudi-Arabien für seine andauernde Blockade-Haltung mit 4 sogenannten "fossil of the day“ awards ausgezeichnet wurde, schlossen sich zahlreiche Länder der „Koalition der Ambitionierten“ an. Diese war der Europäischen Union gemeinsam mit 79 Entwicklungs- und Industrieländern ins Leben gerufen worden; auch eher überraschende Kandidaten, wie die Vereinigten Staaten und Brasilien, kamen zu guter Letzt an Bord. Ein beeindruckender Beweis dafür, dass es möglich ist, extrem divergierende nationale Interessen unter einen Hut zu bringen.
 

Besser als erwartet
 

Natürlich bemängeln Kritiker, dass die Vereinbarung schwer durchsetzbar und dass die 1,5°C-Marke kaum einzuhalten sei. Dennoch, der Pariser Klimavertrag lenkt den Planeten wieder auf die richtige Bahn. Er ruft die Länder auf, sich alle 5 Jahre aufs Neue immer ambitioniertere Klimaziele zu setzen. Das ist ein starkes Signal an die Wirtschaft und an Investoren: zumindest der Weg in die Zukunft ist klar abgesteckt.
 

Die Allianz unternimmt bereits mutige Schritte, um den Klimawandel in ihr gesamtes Geschäft zu integrieren. Wir sind zudem der Portfolio Decarbonization Coalition (PDC) beigetreten, einer Investorengruppe, deren Mitglieder sich dazu bekennen, ihre Geldanlagen klimaschonender auszurichten.
 

Das Pariser Abkommen ist ehrgeizig und ausgewogen. Darauf hatte ich nicht zu hoffen gewagt, erst recht nicht, als der Entwurf des Textes mit 916 Textstellen in Klammern und 91 Formulierungsoptionen deutlich zeigte, wie verschieden und augenscheinlich unvereinbar die Standpunkte der Teilnehmer waren. Doch jetzt steht die Richtung fest. Wir müssen uns auf umwälzende Veränderungen einstellen, wir müssen Lösungen finden, um unsere Kunden zu schützen und zu unterstützen und den Übergang zu einer CO 2 -armen Wirtschaft fördern.
Karsten Löffler, Geschäftsführer von Allianz Climate Solutions.
Karsten Löffler, Geschäftsführer von Allianz Climate Solutions.

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