Allianz: 36,5 Prozent Anstieg des Überschusses im dritten Quartal, Steigerungen in allen Geschäftsbereichen

Gesamtumsatz steigt im dritten Quartal um 0,5 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro; internes Umsatzwachstum von 1,7 Prozent, bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte / Operatives Ergebnis im dritten Quartal wächst um 18,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal / Der auf Anteilseigner entfallende Periodenüberschuss legt im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 36,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zu / Schaden-Kosten-Quote verbessert sich im dritten Quartal von 94,1 Prozent im Vorjahr auf 93,5 Prozent / Operatives Ergebnis in Leben/Kranken steigt um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert / Neugeschäftsmarge in Leben/Kranken im dritten Quartal stabil bei 2,8 Prozent / Nettomittelflüsse Dritter bei PIMCO im dritten Quartal bei 4,7 Milliarden Euro, erste positive Nettomittelflüsse seit dem zweiten Quartal 2013 / Aufwand-Ertrag-Verhältnis im Asset Management verbessert sich um 2,5 Prozentpunkte auf 60,8 Prozent / Solvency-II-Kapitalquote bei 186 Prozent zum 30. September 2016 / Ausblick für operatives Ergebnis 2016 von 10,5 Milliarden Euro, plus/minus 500 Millionen Euro bestätigt

Die Allianz Gruppe, Europas größter Versicherer und Asset Manager, verzeichnete im dritten Quartal 2016 einen Anstieg des operativen Ergebnisses von 18,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft erzielte die stärksten Ergebnisse mit Beiträgen aus allen großen operativen Einheiten.

Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss stieg im dritten Quartal 2016 um 36,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Diese Entwicklung ist teilweise bedingt durch die besseren Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen inklusive der Schaden- und Unfallversicherung, die bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte ein robustes internes Umsatzwachstum in Höhe von 3,1 Prozent verzeichnete.

„Unsere Bemühungen, das Geschäft in einem sehr schwierigen Umfeld weiterzuentwickeln, zahlen sich aus“, sagte Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE. „Wir sehen nachhaltiges profitables Wachstum in vielen Geschäftsbereichen. Verbesserungen durch unsere Renewal Agenda tragen Früchte und halten uns auf Kurs, unser Ziel für das operative Ergebnis des Gesamtjahres in Höhe von 10,5 Milliarden Euro, mehr oder weniger 500 Millionen Euro, zu erreichen.”

Auch wichtigste Leistungskennzahlen haben sich in diesem Quartal verbessert: Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 94,1 auf 93,5 Prozent. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis bei Asset Management sank auf 60,8 Prozent im Vergleich zu 63,3 Prozent im Vorjahresquartal. Im Lebensversicherungsgeschäft schwächte sich der Neugeschäftsmarge im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent ab, verbesserte sich allerdings dennoch im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 um fast denselben Wert trotz eines Rückgangs der marktüblichen Zinsen.

Gruppe: 9M Geschäftsentwicklung hält Allianz auf Kurs für Gesamtjahresziel

9M 2016 Überblick

Der gesamte Umsatz sank in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 um 3,2 Prozent auf 92,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verringerte sich um 1,7 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro, was auf den Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung und in geringerem Maße auf das Asset Management zurückzuführen ist. Der Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung verzeichnete jedoch eine Steigerung des operativen Ergebnisses. Das nicht-operative Ergebnis wurde durch ein niedrigeres Kapitalanlageergebnis und die Klassifizierung des Geschäfts in Südkorea als „zur Veräußerung gehalten“ beeinflusst. Insgesamt lag der auf Anteilseigner entfallende Periodenüberschuss in Höhe von 5,1 Milliarden Euro 1,1 Prozent unter dem Wert der ersten neun Monate 2015.

3Q Umsatz steigt um 0,5%

Im dritten Quartal 2016 stieg der gesamte Umsatz auf 27,7 (Vorjahresquartal: 27,5) Milliarden Euro. Der Umsatzrückgang im Geschäftsbereich Asset Management wurde durch Umsatzwachstum im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung ausgeglichen.

3Q operatives Ergebnis steigt um 18,2% auf 2,9 Mrd. €

Das operative Ergebnis stieg im dritten Quartal hauptsächlich aufgrund einer höheren Marge aus Kapitalanlagen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft um 18,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft verzeichnete, bedingt durch ein höheres versicherungstechnisches und Kapitalanlageergebnis, einen Anstieg des operativen Ergebnisses in Höhe von 4,3 Prozent. Im Geschäftsbereich Asset Management legte das operative Ergebnis um 0,5 Prozent zu.

3Q Periodenüberschuss steigt auf 36,5%

Geringere Abschreibungen und höhere realisierte Gewinne führten zu einer Verbesserung des nicht-operativen Ergebnisses. Der auf Anteilseigner entfallende Periodenüberschuss legte im dritten Quartal des Jahres um 36,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 4,08 (2,99) Euro.

Annualisierte Eigenkapitalrendite 12,4% in 9M

Die annualisierte Eigenkapitalrendite betrug für die ersten neun Monate des Jahres 2016 12,4 Prozent (Gesamtjahr 2015: 12,5 Prozent). Annualisierte Zahlen stellen keine Prognosen für das Gesamtjahr dar.

Solvency-II-Kapitalquote 186% zum 30.9.2016

Die Solvency-II-Kapitalquote blieb am Ende des dritten Quartals mit 186 Prozent stabil und belegte damit die Widerstandskraft der Gruppe im derzeitigen Niedrigzinsumfeld.

3Q Einschätzung des Managements

„Die Allianz verbesserte ihre Geschäftsentwickung im Quartal trotz der unerfreulich niedrigen Zinsen und Währungskosten durch den Brexit“, sagte Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE.

Schaden- und Unfallversicherung: Starkes internes Wachstum von 3,1 Prozent im 3Q

9M 2016 Überblick

In den ersten neun Monaten 2016 blieben die Bruttobeitragseinnahmen mit 40,4 (40,7) Milliarden Euro überwiegend stabil. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte verzeichneten wir ein starkes internes Wachstum von 3,1 Prozent, was vor allem durch die positiven Entwicklungen in der Türkei, Deutschland und Argentinien gestützt wurde. Das operative Ergebnis sank im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2015 um 9,9 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Diese Entwicklung ist teilweise auf hohe Schäden aus Naturkatastrophen im zweiten Quartal und auf ein geringeres Kapitalanlageergebnis zurückzuführen. Das Vorjahresergebnis beinhaltete einen Einmaleffekt durch den Nettogewinn aus dem Verkauf des Privatkundengeschäfts der Fireman’s Fund Insurance Company. Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 94,4 (94,1) Prozent.

3Q Bruttobeitragseinnahmen bleiben stabil

Die Bruttobeitragseinnahmen waren im dritten Quartal 2016 mit 11,5 Milliarden Euro stabil. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte blieb das interne Wachstum von 3,1 Prozent stark, was vor allem durch die positiven Entwicklungen in der Türkei, bei Allianz Worldwide Partners und Australien gestützt wurde. Preis- und Volumeneffekte trugen mit 1,6 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent dazu bei.

3Q Schaden-Kosten-Quote verbessert sich auf 93,5%

Das operative Ergebnis stieg im dritten Quartal 2016 um 4,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis profitierte von geringen Schäden aus Naturkatastrophen und geringeren Großschäden. Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich auch nach der ungünstigen Entwicklung des Wechselkursergebnisses bereinigt um Absicherungsgeschäfte im dritten Quartal 2015. Dieser positive Effekt wurde teilweise durch ein geringeres Zinsergebnis ausgeglichen. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich auf 93,5 (94,1) Prozent.

3Q Einschätzung des Managements

„Das interne Wachstum von über 3 Prozent ist ein klares Zeichen dafür, dass das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft solide ist“, sagte Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE.

Lebens- und Krankenversicherung: Höhere Marge aus Kapitalanlagen treibt das Gewinnwachstum

9M 2016 Überblick

Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft stieg das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten 2016 um 13,8 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Die Beitragseinnahmen sanken um 4,7 Prozent auf 47,5 Milliarden Euro. Die gezielte Verlagerung hin zu kapitaleffizienten Produkten steigerte die Neugeschäftsmarge auf 2,6 (1,9) Prozent. Demzufolge erhöhte sich der Neugeschäftswert im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2015 um 29,2 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro.

3Q Beitragseinnahmen stiegen um 1,6%

Die Beitragseinnahmen stiegen im dritten Quartal um 1,6 Prozent auf 14,5 (14,3) Milliarden Euro. Dieser Anstieg erfolgte aufgrund des erhöhten Umsatzes von kapitaleffizienten Produkten in Deutschland und in den Vereinigten Staaten. Dies wurde durch niedrigere Beitragseinnahmen aus fondsgebundenen Verträgen in Italien und Taiwan teilweise abgeschwächt. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte nahmen die Beitragseinnahmen um 1,5 Prozent zu.

3Q operatives Ergebnis erhöht sich um 53% auf 1,1 Mrd. €

Das operative Ergebnis erhöhte sich im Vergleich zum dritten Quartal 2015 um 53,0 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, hauptsächlich aufgrund von einer höheren Marge aus Kapitalanlage in den Vereinigten Staaten und Frankreich. Darüber hinaus wurde das operative Ergebnis im dritten Quartal 2015 durch die Abbildung drohender Verluste (loss recognition) in Südkorea belastet.

Neugeschäftswert 318 Mio. €, Neugeschäftsmarge 2,8% im 3Q

Der Neugeschäftswert sank im dritten Quartal 2016 um 1,0 Prozent auf 318 Millionen Euro im Vorjahresvergleich. Aufgrund der Veränderungen in der Produktstrategie verlagerten sich die Prämien hin zu kapitaleffizienten Produkten. Aber die ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Vereinigten Staaten und europäischen Märkten hatten einen negativen Effekt. Die Neugeschäftsmarge fiel im Vergleich zum Vorjahresquartal, hauptsächlich bedingt durch die niedrigeren Zinsen, um 0,3 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent, erhöhte sich dennoch im Vergleich zum ersten Quartal 2016.

3Q Einschätzung des Managements

„Die Verlagerung unseres Produktmixes hin zu kapitaleffizienteren Produkten ist ein großer Erfolg. Das spiegelt sich in der soliden Neugeschäftsmarge von 2,8 Prozent wider“, sagte Dieter Wemmer. „Ergebnisse im Lebensversicherungsgeschäft wurden im Quartal von einer höheren Marge aus Kapitalanlagen trotz der historisch niedrigen Zinsen begünstigt.“

Asset Management: PIMCO verzeichnet erste positive Nettomittelflüsse seit über drei Jahren

9M 2016 Überblick

Im Geschäftsbereich Asset Management wurden Nettomittelabflüsse Dritter und negative Währungseffekte durch eine deutlich positive Marktrendite und die Akquisition von Rogge Global Partners mehr als ausgeglichen, was im Vergleich zum 31. Dezember 2015 insgesamt zu einem Anstieg des für Dritte verwalteten Vermögens von 4,0 Prozent führte. Das operative Ergebnis sank in den ersten neun Monaten 2016 um 5,8 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, vor allem aufgrund der geringeren Margen und des niedrigeren durchschnittlichen für Dritte verwalteten Vermögens, was zu niedrigeren damit zusammenhängenden Erträgen führte. Zusätzlich hatten gesunkene erfolgsabhängige Provisionen einen negativen Einfluss auf das operative Ergebnis. Geringere operative Aufwendungen glichen teilweise den Rückgang der operativen Erträge aus. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich auf 64,2 (65,1) Prozent.

3Q operatives Ergebnis 604 Mio. €

Das operative Ergebnis stieg leicht auf 604 (600) Millionen Euro. Die niedrigeren operativen Aufwendungen überkompensierten einen Rückgang der Erträge aus dem für Dritte verwalteten Vermögen und niedrigere erfolgsabhängige Provisionen. Im Vergleich zum zweiten Quartal dieses Jahres stieg das operative Ergebnis um 21,2 Prozent.

3Q Aufwand-Ertrag-Verhältnis 60,8%

Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,5 Prozentpunkte auf 60,8 Prozent, was vor allem auf gesunkene Personal- und Restrukturierungsaufwendungen zurückzuführen ist. Sowohl PIMCO als auch Allianz Global Investors trugen zur Verbesserung bei, wobei letzteres die höchste Effizienz seit dem Aufsetzen der aktuellen Struktur im Jahre 2012 erreichen konnte.

Nettomittelzuflüsse Dritter 6 Mrd. € im 3Q

Im Vergleich zum 30. Juni 2016 stieg das für Dritte verwaltete Vermögen aufgrund von positiven Markteffekten und Nettomittelzuflüssen Dritter um 20 Milliarden Euro auf 1.327 Milliarden Euro. Diese Entwicklung wurde teilweise durch negative Währungseffekte ausgeglichen. PIMCO verzeichnete mit 4,7 Milliarden Euro die ersten positiven Nettomittelflüsse Dritter seit dem zweiten Quartal 2013. Allianz Global Investors verzeichnete positive Nettomittelflüsse Dritter von 1,5 Milliarden Euro, sodass nun von den vergangenen fünfzehn Quartalen das vierzehnte mit positiven Nettomittelflüssen zu verzeichnen ist.

3Q Einschätzung des Managements

„Die positiven Nettomittelflüsse von 4,7 Milliarden Euro bei PIMCO bestätigen die Attraktivität der PIMCO-Produkte“, sagte Dieter Wemmer.

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Hinweis

Die Zahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden in Einklang mit den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erstellt. Die vorliegende Quartalsmitteilung stellt jedoch keinen Zwischenbericht im Sinne des internationalen Rechnungslegungsstandards IAS 34 dar.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen hier zur Verfügung gestellt wird.