Allianz startet mit starkem ersten Quartal ins Jahr 2015

Gesamter Umsatz bei 37,8 Milliarden Euro / Operatives Ergebnis von 2,86 Milliarden Euro / Quartalsüberschuss/Anteilseigner von 1,82 Milliarden Euro / Allianz bestätigt Ausblick für operatives Ergebnis 2015 von 10,4 Milliarden Euro, plus/minus 0,4 Milliarden Euro

Die Allianz Gruppe ist mit einem starken Quartal in das Jahr 2015 gestartet. Der gesamte Umsatz stieg um 11,2 Prozent und erreichte 37,8 (Vorjahresquartal: 34,0) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg um 4,8 Prozent auf 2,86 (2,72) Milliarden Euro. Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss stieg um 11,0 Prozent auf 1,82 (1,64) Milliarden Euro.

In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Bruttoprämieneinnahmen deutlich. Im Segment Lebens- und Krankenversicherung überstieg das operative Ergebnis zum ersten Mal die Marke von einer Milliarde Euro. Im Segment Asset Management stieg das für Dritte verwaltete Vermögen aufgrund von Marktbewegungen und Wechselkurseffekten an.

Die Finanzkonglomerate-Solvabilitätsquote stieg zum 31. März 2015 um 10 Prozentpunkte auf 190 Prozent per Ende 2014. Die Kapitalisierung gemäß Solvency II blieb dank gezielter Maßnahmen auf einem stabilen Niveau bei 192 Prozent verglichen mit 191 Prozent per Ende 2014. Das Eigenkapital legte im gleichen Zeitraum um 12,6 Prozent auf 68,4 Milliarden Euro zu von 60,7 Milliarden Euro.

„Die Allianz hat im ersten Quartal sehr gute Ergebnisse erzielt, auch im Vergleich zum bereits starken ersten Quartal des vergangenen Jahres. Dies ist ein vielversprechender Start in das neue Jahr, die Herausforderungen des derzeitigen Niedrigzinsumfelds bleiben aber bestehen. Für den Rest des Jahres 2015 sind wir jedoch gut vorbereitet“, sagte Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE.

Schaden- und Unfallversicherung mit anhaltend starkem internen Wachstum 

Die Bruttoprämieneinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung erreichten im ersten Quartal 2015 insgesamt 17,34 (15,22) Milliarden Euro, ein Anstieg von 13,9 Prozent. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte betrug das Wachstum 3,5 Prozent. Besonders Allianz Global Corporate & Specialty, Allianz Worldwide Partners, Deutschland und Lateinamerika verzeichneten ein starkes internes Prämienwachstum.

Das operative Ergebnis ging um 13,7 Prozent auf 1,28 (1,49) Milliarden Euro zurück. Der Rückgang im operativen Ergebnis ergab sich größtenteils durch höhere Schäden durch Naturkatastrophen sowie Restrukturierungsaufwendungen in Folge des Verkaufs des Privatkundengeschäfts von Fireman’s Fund.

Die Schaden-Kosten-Quote für das Quartal stieg um 2,0 Prozentpunkte auf 94,6 (92,6) Prozent. Die Belastungen durch Naturkatastrophen summierten sich auf 222 Millionen Euro, oder 1,9 Prozentpunkte. Besonders die schweren Stürme Elon und Felix im Januar sowie Niklas und Mike im März belasteten das Ergebnis.

„Trotz unserer Neupositionierung in Russland und den Vereinigten Staaten war das interne Umsatzwachstum stark“, so Dieter Wemmer. „Die Schäden durch Naturkatastrophen lagen erheblich höher als im vergangenen Jahr. Dies hat das operative Ergebnis belastet. Zusammengenommen lagen Schäden aus Naturkatastrophen und wetterbedingten Schäden in etwa auf erwartetem Niveau.“

Lebens- und Krankenversicherung mit Rekord im operativen Ergebnis

In der Lebens- und Krankenversicherung stiegen die Beitragseinnahmen im ersten Quartal 2015 auf 18,82 (17,16) Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 9,7 Prozent. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte betrug das interne Wachstum 5,3 Prozent.

Zum Prämienwachstum trugen insbesondere die hohe Nachfrage nach fondsgebundenen Produkten in Italien, im Raum Asien-Pazifik sowie in der Türkei bei. In Italien lagen die Beitragseinnahmen um 1,34 Milliarden Euro über dem Vorjahresquartal, ein Anstieg von 56,4 Prozent.

Die Neugeschäftsmarge sank im Berichtsquartal aufgrund der niedrigen Kapitalmarktzinsen um 1,0 Prozentpunkte auf 1,5 (2,5) Prozent. Der Neugeschäftswert betrug 269 (362) Millionen Euro.

Das operative Ergebnis verbesserte sich um 25,5 Prozent auf 1.104 (880) Millionen Euro in den ersten drei Monaten des Jahres. Die erfolgreiche Nutzung von Marktchancen machte das Investmentergebnis zum wesentlichen Faktor für den Anstieg im operativen Ergebnis.

„Die Ergebnisse im ersten Quartal spiegeln die kontinuierliche Diversifizierung unserer Lebensversicherungsprodukte wider“, so Dieter Wemmer. „Starke Ergebnisse sowohl in Kern- als auch in Wachstumsmärkten zeigen, dass unsere neuen Produkte auf hohe Nachfrage stoßen. Die bestehende Herausforderung des Niedrigzinsumfelds wirkt sich jedoch auf den Wert unseres Neugeschäfts aus. Wir werden unsere Produktstrategien auch weiter anpassen.“

Asset Management: Gesamtes verwaltete Vermögen bei 1.933 Milliarden Euro

Die operativen Erträge im Asset Management stiegen im ersten Quartal 2015 um 3,7 Prozent auf 1,57 (1,52) Milliarden Euro an. Das operative Ergebnis lag im Berichtsquartal bei 555 (646) Millionen Euro, ein Rückgang von 14,0 Prozent.

Das gesamte verwaltete Vermögen stieg um 7,3 Prozent auf 1.933 Milliarden Euro zum Ende des ersten Quartals 2015 von 1.801 Milliarden Euro zum Ende des Jahres 2014. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich das für Dritte verwaltete Vermögen um 7,2 Prozent auf 1.408 Milliarden Euro von 1.313 Milliarden Euro.

Zur Entwicklung des verwalteten Vermögens trugen höhere Marktwerte und positive Währungseffekte bei, welche die Nettomittelabflüsse von Dritten von 62,1 Milliarden Euro im ersten Quartal 2015 mehr als ausglichen. Nettomittelabflüsse bei PIMCO verringerten sich Monat zu Monat und erreichten insgesamt 68,3 Milliarden Euro im ersten Quartal. AllianzGI verzeichnete im gleichen Zeitraum Nettomittelzuflüsse von Dritten von 6,2 Milliarden Euro, das höchste Quartalsniveau seit Einführung der neuen Struktur im Jahr 2012.

„Die abnehmende Tendenz bei den Mittelabflüssen bei PIMCO sowie PIMCOs exzellente Investment-Performance im Dreijahresvergleich und das neunte Quartal in Folge mit Nettomittelzuflüssen bei AllianzGI stimmen uns positiv über die weitere Entwicklung unseres Asset Management Segments“, sagte Dieter Wemmer. „Angesichts der soliden Ergebnisse unserer drei Geschäftssegmente bestätigen wir unser operatives Ergebnisziel für das Gesamtjahr von 10,4 Milliarden Euro, plus/minus 0,4 Milliarden Euro.“

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Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen hier zur Verfügung gestellt wird.