Allianz steigert erneut Umsatz und Ergebnis

Umsatz wächst um 10,4 Prozent auf 122,25 Milliarden Euro / Operatives Ergebnis steigt um 3,3 Prozent auf 10,40 Milliarden Euro / Jahresüberschuss/Anteilseigner legt um 3,8 Prozent auf 6,22 Milliarden Euro zu / Dividendenvorschlag gemäß neuer Dividendenpolitik: 6,85 Euro je Aktie / Ausblick für das operative Ergebnis 2015: 10,4 Milliarden Euro, plus/minus 400 Millionen Euro

Hinweis: Die endgültigen Geschäftsjahreszahlen 2014 wurden am 13. März 2015 (Veröffentlichung des Geschäftsberichts) bekannt gegeben. Im Vergleich zu den am 26. Februar 2015 veröffentlichten vorläufigen Zahlen haben sich keine Änderungen ergeben.

Die Allianz Gruppe hat im Jahr 2014 erneut sehr gute Ergebnisse erzielt. Zum ersten Mal lag der Umsatz über der 120-Milliarden-Euro-Marke. Basierend auf vorläufigen Zahlen erhöhte sich der gesamte Umsatz der Gruppe um 10,4 Prozent auf 122,25 (Vorjahr: 110,77) Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum stieg die Gesamtzahl der Allianz Kunden um zwei Millionen auf 85 Millionen.

Das operative Ergebnis erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 10,40 (10,07) Milliarden Euro. Wie im November 2014 angekündigt, liegt das operative Ergebnis damit im oberen Bereich der Prognosespanne. Die Prognose für das operative Ergebnis 2014 betrug 10,0 Milliarden Euro, plus/minus 500 Millionen Euro. Der auf Anteilseigner entfallende Jahresüberschuss stieg um 3,8 Prozent auf 6,22 (6,00) Milliarden Euro.

„Geopolitische Spannungen, anhaltende Marktschwankungen und ein weiterer Zinsrückgang führten 2014 zu einem unerwartet geringen Weltwirtschaftswachstum“, sagte Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. „Die Allianz konnte aber trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen bei Umsatz, operativem Ergebnis und Jahresüberschuss sehr gute Ergebnisse erzielen.“

Im Segment Schaden- und Unfallversicherung stieg das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr und steuerte mehr als die Hälfte zum gesamten operativen Ergebnis der Allianz Gruppe bei. Zum Anstieg der Prämieneinnahmen trugen vor allem die globalen Einheiten und das Geschäft in Großbritannien mit einem starken internen Wachstum bei. Große Naturkatastrophen traten im Vergleich zum Vorjahr weniger häufiger auf.

Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft stiegen sowohl Beitragseinnahmen als auch operatives Ergebnis zweistellig. Die gute Entwicklung in diesem Segment verdeutlicht die große Nachfrage nach Allianz Produkten auch im aktuellen Niedrigzinsumfeld. Das operative Ergebnis lag im oberen Bereich der Erwartungen, auch in Folge eines gestiegenen Kapitalanlageergebnisses.

Das Segment Asset Management erzielte ein geringeres operatives Ergebnis, das angesichts des Managementwechsels bei PIMCO im Rahmen der Erwartungen lag. Allianz Global Investors erreichte ein operatives Ergebnis auf Rekordniveau und erzielte im Jahr 2014 durchgehend Nettomittelzuflüsse.

Die Finanzkonglomerate-Solvabilitätsquote lag per Jahresende 2014 bei 181 (182) Prozent. Das Eigenkapital stieg zum Jahresende auf 60,7 (50,1) Milliarden Euro und markierte damit einen neuen Höchstwert.

Schaden- und Unfallversicherung mit starkem internen Wachstum

Die Bruttobeiträge im Segment Schaden- und Unfallversicherung lagen mit 48,32 (46,58) Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2014 um 3,7 Prozent höher als im Vorjahr. Das interne Wachstum betrug 3,0 Prozent. Zu dieser Verbesserung trugen hauptsächlich die globalen Geschäftsbereiche und das stark wachsende Privatkundengeschäft in Großbritannien bei.

Die Nachfrage nach den neuen Allianz Produkten blieb auch 2014 hoch, so bei den modularen Hausratversicherungsprodukten „PrivatSchutz“ in Deutschland und „Allianz1“ in Italien. Durch die Übernahme eines Teils des Versicherungsgeschäfts der italienischen Gesellschaft UnipolSai sowie der Übernahme des Versicherungsgeschäfts des australischen Territory Insurance Office wurde die Schaden- und Unfallversicherung in wichtigen Märkten ausgebaut.

Sowohl das operative Ergebnis als auch die Schaden-Kosten-Quote profitierten von einem geringen Einfluss von Naturkatastrophen. Belastend wirkten dagegen eine Stärkung der Reserven in Brasilien, beim Fireman’s Fund und in Russland. In den USA wird die Allianz ihr Sachversicherungsgeschäft durch den Verkauf der Privatkundensparte von Fireman’s Fund und der Konsolidierung des Firmenkundengeschäfts neu positionieren. Das Privatkundengeschäft in Russland und der Ukraine wurde in Reaktion auf die schwierigen Marktbedingungen ebenfalls neu aufgestellt.

Das operative Ergebnis in der Schaden- und Unfallversicherung stieg um 2,2 Prozent auf 5,38 (5,27) Milliarden Euro. Dies ist vor allem auf ein gestiegenes versicherungstechnisches Ergebnis zurückzuführen, während das Kapitalanlageergebnis auf Vorjahresniveau blieb. Die Schaden-Kosten-Quote blieb unverändert auf 94,3 Prozent.

„Das starke, volumengetriebene interne Wachstum im Segment Schaden- und Unfall wird von der anhaltend hohen Nachfrage nach neuen modularen Produkten in den Kernmärkten unterstützt“, sagte Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE. „Unsere Akquisitionen und die Schritte in den USA, Russland und Brasilien sind wichtige Portfoliomaßnahmen, um die positive Entwicklung unserer Schaden- und Unfallversicherung fortzusetzen.“

Lebens- und Krankenversicherung: Operatives Ergebnis am oberen Ende der Prognosespanne

Die Beitragseinnahmen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft stiegen 2014 um 18,6 Prozent auf 67,33 (56,78) Milliarden Euro. Für das Beitragswachstum der Allianz waren vor allem die Tochtergesellschaften in den USA, in Italien und in Deutschland verantwortlich.

In den USA stiegen die statutorischen Prämieneinnahmen dank einer großen Nachfrage nach indexgebundenen Rentenprodukten um 4,5 Milliarden Euro. In Deutschland wurden vom Lebensversicherungsprodukt „Perspektive“ seit seiner Einführung 2013 mehr als 93.000 Policen verkauft. Das fondsgebundene italienische Lebensversicherungsprodukt „Progetto Reddito“ erzielte 2014 Prämieneinnahmen von mehr als einer Milliarde Euro und setzte damit die erfolgreiche Entwicklung des Vorjahres fort.

Das operative Ergebnis des Segments stieg um 22,8 Prozent auf 3,33 (2,71) Milliarden Euro. Die Neugeschäftsmarge stieg auf 2,4 (2,1) Prozent. Der Neugeschäftswert wuchs dank eines verbesserten Ertragsmanagements auf 1.378 (952) Millionen Euro.

„Der gestiegene Marktanteil im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft spiegelt den Erfolg unserer auf das aktuelle Zinsumfeld angepassten Produkte wider“, sagte Dieter Wemmer. „Allerdings wird das Niedrigzinsumfeld in der Eurozone und den USA in den kommenden Quartalen Druck auf Neugeschäftsmarge und -volumen ausüben.“

Asset Management: Nettomittelabflüsse durch hohe Kurswerte- und Wechselkurseffekte kompensiert

Im Segment Asset Management gingen die operativen Erträge um 10,8 Prozent auf 6,39 (7,16) Milliarden Euro zurück. In dieser Darstellung ist die Reorganisation bestimmter Geschäftseinheiten vom Asset Management in das Segment Lebens- und Krankenversicherung sowie Banking berücksichtigt.

Das operative Ergebnis ging um 17,6 Prozent auf 2,60 (3,16) Milliarden Euro zurück. Diese Entwicklung ist auf ein niedrigeres durchschnittliches verwaltetes Vermögen für Dritte zurückzuführen. Zudem waren 2013 hohe einmalige erfolgsabhängige Provisionen eines privaten Fonds angefallen.

Das gesamte verwaltete Vermögen erreichte 1.801 (1.770) Milliarden Euro zum 31. Dezember 2014, ein Plus von 1,8 Prozent. Das verwaltete Vermögen für Dritte sank im gleichen Zeitraum auf 1.313 (1.361) Milliarden Euro. Dabei verzeichnete das für Dritte verwaltete Vermögen Nettomittelabflüsse von 226 Milliarden Euro, die durch höhere Kurswerte und günstige Wechselkurseffekte nahezu kompensiert wurden.

Zum 31. Dezember 2014 schlugen 84 (85) Prozent der vom Asset Management verwalteten Anlagen auf Dreijahresbasis ihre entsprechende Benchmark. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis stieg auf 59,2 (55,9) Prozent.

Ein neues Investment-Management-Team wurde nach dem Ausscheiden von Firmengründer Bill Gross im September 2014 bei PIMCO eingeführt. Die Nettomittelabflüsse von Dritten erreichten nach der Ankündigung seines Ausscheidens ihren höchsten Stand. Im Gesamtjahr 2014 betrugen sie insgesamt 236 Milliarden Euro.

Allianz Global Investors, die zweite Säule des Allianz Asset Managements, verzeichnete das achte Quartal in Folge Nettomittelzuflüsse. Seit der im Jahr 2012 implementierten neuen Struktur erzielte Allianz Global Investors 2014 erstmals ein operatives Ergebnis von mehr als 400 Millionen Euro.

„Die wöchentlichen Nettomittelabflüsse bei PIMCO erreichten gegen Ende des dritten Quartals 2014 ihren Höhepunkt. Seitdem sind sie deutlich zurückgegangen und wir

beobachten eine Fortsetzung dieses Trends 2015", sagte Dieter Wemmer. „PIMCOs leistungsstarkes und auch im Wechsel stabiles Investment-Management-Team legt mit seinen ausgezeichneten Anlageergebnissen die Grundlage für die weitere Stabilisierung im Jahr 2015. So wurde der PIMCO Total Return Fund vor kurzem wieder mit dem Fünf-Sterne-Rating vom Fonds-Analysehaus Morningstar ausgezeichnet. Dies ist Beleg dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Neue Dividendenpolitik: Vorgeschlagene Dividende von 6,85 Euro

Die Klärung der Eigenkapitalanforderungen unter Solvency II machte es möglich, die Dividendenpolitik der Allianz SE neu aufzusetzen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im November 2014 die neue Dividendenpolitik verabschiedet.

Vom Geschäftsjahr 2014 an werden 50 Prozent statt der bisherigen 40 Prozent des auf Anteilseigner entfallenden Jahresüberschusses an die Aktionäre der Allianz ausgeschüttet. Der neuen Dividendenpolitik entsprechend, hat der Vorstand dem Aufsichtsrat der Allianz SE eine Dividende von 6,85 Euro je Aktie vorgeschlagen, eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2013 hatte die Allianz in Übereinstimmung mit der vorigen Dividendenpolitik eine Dividende von 5,30 Euro ausgeschüttet.

„Die neue Dividendenpolitik spiegelt unsere erfolgreiche Positionierung für die Zukunft wider”, sagte Michael Diekmann. „Das wirtschaftliche Umfeld wird uns aber auch in diesem Jahr fordern. Unser aktueller Ausblick 2015 für das operative Ergebnis liegt bei 10,4 Milliarden Euro, plus/minus 400 Millionen Euro.“

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