Demographische Herausforderungen Zuwanderung und Integration - eine EU-Perspektive

2011 fiel der Wanderungssaldo EU-weit mit 869.801 Personen auf den niedrigsten Stand seit 2001. Die am stärksten von der Eurokrise betroffenen Mitgliedsländer, Griechenland, Irland, Portugal und Spanien, verzeichneten mehr Ab- als Zuwanderer. Neben der steigenden Arbeitslosigkeit in der EU und dem damit verbundenen Rückgang der Arbeitsmigration trug eine restriktivere Zuwanderungspolitik zu dieser Entwicklung bei.

Die Zuwanderung vor allem qualifizierter Fachkräfte ist zur Dämpfung der Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Arbeitsmärkte unverzichtbar. Allerdings dürfte der Wettbewerb um diese Arbeitskräfte weiter zunehmen. Denn nicht nur in vielen EU Mitgliedsstaaten, sondern auch in den meisten westlichen Industrieländern wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ohne Zuwanderung künftig schrumpfen; gleichzeitig wird in den Schwellenländern der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften weiter wachsen.

Will die Europäische Union als einer der am stärksten von der demographischen Alterung betroffenen Wirtschaftsräume weltweit auch künftig für qualifizierte Zuwanderer aus Drittländern attraktiv sein, gilt es vor allem deren Integration in den Arbeitsmarkt zu verbessern und das Potential der bereits in der EU lebenden Zuwanderer besser zu nutzen. 

Das zugrunde liegende Working Paper ist nur in englischer Sprache verfügbar.

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