PresseNewsUnternehmenStandpunkte: Wer löst die Zentralbanken ab?

Wer löst die Zentralbanken ab?

Service & Kontakte

Allianz Group Communications
Königinstraße 28
80802 München

Ansprechpartner im Überblick

Wir informieren Sie zeitnah über News der Allianz Gruppe.

Abonnieren

Folgen Sie uns in den sozialen Netzwerken: 

Facebook
Twitter
Google+
LinkedIn

  • Kontakt

  • Newsletter

  • Social Media

Die Zentralbanken in Europa und Japan haben die kurzfristigen Zinsen in den negativen Bereich gedrückt, was bedeutet, dass sie Banken für Einlagen bei ihnen belasten. Frau Yellen, Vorsitzende der US-Notenbank, war der Ansicht, dass hinsichtlich ihres Instituts keine Notwendigkeit dazu bestünde, es jedoch darauf vorbereitet sein sollte, wenn die Wirtschaft schwächelt und ein solcher Schritt erforderlich wird. Namhafte Anleihemanager wie PIMCO äußerten, dass negative Zinsen ihrer Meinung nach nicht funktionieren könnten. In seinem neusten Buch "The Only Game in Town" (deutscher Titel: "Aufstieg und Fall der Zentralbanken") erörtert Mohamed A. El-Erian, Chief Economic Advisor bei der Allianz SE, die Rolle der Zentralbanken. Hier seine Gedanken zum Geschehen.

 

Allianz SE
München, 16.02.2016

Allianz-Mohamed A. El-Erian: “The Only Game in Town: Central Banks, Instability, and Avoiding the Next Collapse”.

Mohamed A. El-Erian: “The Only Game in Town: Central Banks, Instability, and Avoiding the Next Collapse”.

Der Aktivismus der Zentralbanken zeitigte kontinuierlich Erfolge bei der Normalisierung absolut dysfunktionaler Märkte und der Linderung einer Finanzkrise, die die Weltwirtschaft förmlich zum Erliegen brachte. Nach ihrem Erfolg fanden sie dann niemanden, dem sie den nächsten Schritt auf dem Weg zur wirtschaftlichen Erholung übertragen konnten. Sie waren schlechthin der Ansicht, dass ihnen nichts anderes übrig bliebe, als eine so große, beispiellose Verantwortung für die Volkswirtschaft zu übernehmen. Es handelt sich dabei weder um einen Griff nach der Macht, noch um etwas, was die Zentralbanken wirklich anstrebten. Vielmehr fühlten sich die Zentralbanken angesichts des Politikversagens, das andere politische Entscheider mit besseren strategischen Instrumenten lähmte, moralisch und ethisch verpflichtet, alles in ihrer Kraft stehende zu tun, um Zeit  für die Gesundung des Privatsektors und für das politische System zu gewinnen, damit diese sich zusammenreißen und ihre Verantwortung für die Steuerung der Wirtschaft übernehmen.
 
In dieser neuen Rolle taten die Zentralbanken mehr, als nur die Führungsrolle zu bekleiden. Sie lieferten auch fast den gesamten Inhalt der politischen Antwort, und zwar mit inhärent parteiischen und schonungslosen Maßnahmen. Als einzig gangbarer Weg sahen sich die Zentralbanken gedrängt, sich immer weiter auf experimentelles Terrain vorzuwagen, wo sie sich viel länger aufhielten als irgendjemand ursprünglich vermutet oder möglicherweise gar gehofft hätte. Politische Entscheidungen bringen oft schwierige Kompromisse mit sich. Das war in dieser Phase der Existenz moderner Zentralbanken nicht anders, allerdings mit einer entscheidenden Einschränkung: Momentan gelingt es den Zentralbanken nicht, verlässliche Erkenntnisse und Informationen aus Präzedenzfällen, analytischen Modellen oder politischen Erfahrungen in der Vergangenheit zu ziehen. Es gibt nämlich keine, die ihnen als geeigneter Leitfaden dienen und berechtigtes Vertrauen einflößen könnten.
 
Positiv ist jedoch, dass die unkonventionellen Schritte der Zentralbanken wirklich Zeit und Spielraum für andere schafften, um sich zu sortieren. Sie ermöglichten eine umfassende Sanierung der Bilanzen des Privatsektors, beginnend mit den Banken, gefolgt von Kapitalgesellschaften und Haushalten. Sie trugen zu - wenn auch frustrierend schwachem - Wachstum und, im Falle der Vereinigten Staaten, der Schaffung zahlreicher Stellen bei. Wie engagierte Ingenieure bauten die Zentralbanken die bestmögliche Brücke mit den beschränkten, ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Aber gleich wie lang die Brücke, die sie bauten, auch war, die richtige Richtung dafür war nie ihre Aufgabe gewesen.

  Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

 

  Kontakt für Presse

Petra Brandes
​Allianz SE
Tel. +49.89.3800-18797
E-Mail senden

  Mehr auf allianz.com

Megastädte und die Herausforderung Mobilität

Allianz-Megacities und Mobility Megachallenge
20.04.2018 | Allianz SE

Wir sehen eine rasant wachsende Zahl an Megastädten und dort auch ein sehr dynamisches Bevölkerungswachstum sowie eine wachsende Mobilität. Welche Herausforderungen bringt das mit sich und was könnten die Lösungen sein?

Mehr dazu...

Für eine nachhaltige Welt

Allianz-Mentoren und Job-Netzwerke für Frauen
12.04.2018 | Allianz SE

Die Vereinten Nationen haben mit den „Sustainable Development Goals“ Ziele für eine bessere Welt gesetzt. Wie trägt die Allianz dazu bei? Der Allianz Nachhaltigkeitsbericht 2017 zeigt die wichtigsten Aktivitäten.

Mehr dazu...

Allianz X investiert 35 Millionen Dollar in führende südostasiatische Mobilplattform GO-JEK

Allianz-Allianz wird GO-JEKs einziger internationaler Anteilseigner aus der Versicherungsbranche
11.04.2018 | Allianz SE

Allianz X, die digitale Investment-Einheit der Allianz Gruppe, investiert 35 Mio. US-Dollar in Indonesiens führenden Ridesharing-Dienst GO-JEK, der auch verschiedene On-Demand- und Zahlungsdienste für Verbraucher anbietet.

Mehr dazu...
Mehr dazu...