PresseNewsUnternehmenStandpunkte: Chinas Währung auf dem Weg in die Freiheit

Chinas Währung auf dem Weg in die Freiheit

Service & Kontakte

Allianz Group Communications
Königinstraße 28
80802 München

Ansprechpartner im Überblick

Wir informieren Sie zeitnah über News der Allianz Gruppe.

Abonnieren

Folgen Sie uns in den sozialen Netzwerken: 

Facebook
Twitter
Google+
LinkedIn

  • Kontakt

  • Newsletter

  • Social Media

Die Abwertung des Renminbi (RMB) durch die chinesischen Notenbank (People´s Bank of China, PBoC) in einem ersten Schritt um fast 2 Prozent entspricht der höchsten Währungsabwertung an einem Tag seit 1994. Auch wenn Investoren von diesem Schritt überrascht wurden, ergänzen sich die Wechselkursreformen und die laufenden Maßnahmen zur Liberalisierung des Kapitalverkehrs. Vor diesem Hintergrund wird sich der RMB-Wechselkurs stärker an den Marktkräften orientieren und ist damit im Onshore (CNY) als auch im Offshore (CNH)-Segment stärker den Schwankungen des Marktes unterworfen.

 

Allianz SE
München, 20.08.2015

Allianz-Stefan Scheurer, Senior Strategist, Global Capital Markets & Thematic Research, Global Economics & Strategy, bei Allianz Global Investors

Stefan Scheurer, Senior Strategist, Global Capital Markets & Thematic Research, Global Economics & Strategy, bei Allianz Global Investors

Da die PBoC wahrscheinlich weiter in die Märkte eingreifen wird, um die höhere Volatilität zu reduzieren als auch um größere Kapitalabflüsse im Zuge der Währungsabwertung zu vermeiden, gehen wir nicht von einer Abwertung im zweistelligen Prozentbereich aus. Allerdings halten wir eine weitere Abwertung des RMB gegenüber dem USD im Rahmen der gesetzten Handelsspannen von +/- 2% pro Tag vor dem Hintergrund der Divergenz zwischen einer erwarteten Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) und weiteren gelpolitischen Lockerungsmaßnahmen der chinesischen Notenbank für realistisch.
 
Der internationale Währungsfonds (IWF) begrüßte Chinas neuen Wechselkurs-Mechanismus, wenngleich der IWF auch bekannt gab, dass die neue Methode zur Bestimmung des täglichen RMB-Referenzkurses keine direkten Implikationen auf die Zusammensetzung der IWF-Sonderziehungsrechte habe. Ferner geht der IWF auch davon aus, dass China in 2-3 Jahren ein freies Wechselkurssystem haben könnte, wonach unseres Erachtens nach dem Schritt durch die PBoC eine Erweiterung der Handelsspanne der nächste logische Schritt in Richtung mehr Währungsflexibilität wäre. Umso mehr, als die Regierung das vor kurzem explizit als mögliche Maßnahme angesprochen hat. Allerdings wird China warten wollen, bis sich der marktorientierte Wechselkurs eingependelt und sich die Markterwartungen stabilisiert haben, bis ein solcher Schritt gewagt wird. Doch es ist nicht auszuschließen, dass dies früher passieren könnte als es aktuell von den Marktteilnehmern erwartet wird.
 
Das Risikobewusstsein mit Blick auf China und dessen Währung könnte sich allerdings ändern, da der Renminbi über die letzte Dekade als stabile Währung mit Aufwertungspotential verstanden wurde. Investoren dürften sich dieser neuen Gegebenheit anpassen, was eine höhere Schwankungen zur Folge haben könnte. Die Ansteckungsgefahr der höheren Volatilität steigt absehbar aber auch für andere asiatische Währungen. Insbesondere die asiatischen Währungen wie der Australische Dollar (AUD), der Koreanische Won (KRW), der Malaysischer Ringgit (MYR), der Taiwanesische Dollar (TWD) sowie der Singapur-Dollar (SGD) werden als anfälliger mit Blick auf die Devisenpolitik Chinas.

  Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

 

  Pressekontakt

Stefanie Waldeck
Allianz Global Investors
Tel.: +49 69 263 14670
E-Mail senden

  Mehr auf allianz.com

Wetterereignisse: Extreme Jahreszeiten

Allianz-Wetterereignisse: Extreme Jahreszeiten
17.01.2018 | Allianz SE

Man kann damit rechnen, dass Extremwetterereignisse, wie die Schlammlawinen, die Südkalifornien kürzlich getroffen und mindestens 17 Personen getötet haben, an Häufigkeit und Intensität zunehmen werden.

Mehr dazu...

Allianz Risk Barometer 2018: Angst vor Betriebsunterbrechung und Cybervorfällen bei deutschen Unternehmen gestiegen

Allianz-Allianz Risk Barometer 2018: Angst vor Betriebsunterbrechung und Cybervorfällen bei deutschen Unternehmen gestiegen
16.01.2018 | Allianz SE

Jährliche Umfrage zu den wichtigsten Unternehmensrisiken unter fast 2000 Risikoexperten aus 80 Ländern: Betriebsunterbrechungen und Cybervorfälle sorgen Unternehmen in Deutschland und weltweit.

Mehr dazu...

Was bedeutet die Populismus-Welle für Unternehmen?

Allianz-Risiken durch Populismus
11.01.2018 | Allianz SE

Die Populismus-Welle verunsichert die Wirtschaft. Unternehmen müssen sich deshalb für politische und regulatorische Schocks wappnen, schreibt Katinka Barysch im Vorfeld der Veröffentlichung des Allianz Risk Barometer 2018.

Mehr dazu...
Mehr dazu...