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Allianz Studie zum Weltfrauentag

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  • Weniger Ehen, mehr Scheidungen und eine höhere Lebenserwartung steigern Risiko der Altersarmut von Frauen

  • Frauen älterer Generationen leiden besonders unter finanziellen Folgen einer Scheidung

  • Globale Finanzkrise, Jugendarbeitslosigkeit und steigende Verschuldung treffen vor allem jüngere Generationen

  • Mehr Wissen über Finanzthemen kann schützen

 

Allianz SE
München, 06.03.2014

Allianz-Brigitte Miksa, Pensionsexpertin der Allianz: „Auch wenn Männer in der Vergangenheit weniger Lücken in ihren Erwerbsbiografien hatten, dürfte Altersarmut zukünftig wohl nicht mehrheitlich ein Problem der Frauen bleiben.“

Brigitte Miksa, Pensionsexpertin der Allianz: „Auch wenn Männer in der Vergangenheit weniger Lücken in ihren Erwerbsbiografien hatten, dürfte Altersarmut zukünftig wohl nicht mehrheitlich ein Problem der Frauen bleiben.“

In Deutschland leben 10,8 Prozent der Frauen, die älter sind als 65 Jahre, von einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze. Zum heutigen Weltfrauentag (8. März) weist die Allianz in ihrer Studie „Fluch der jüngeren Ehefrauen“ darauf hin, dass Scheidung einer der Faktoren ist, der zu Armut von im Alter führen kann. „Die Auswirkungen auf Frauen über die Generationen sind sehr unterschiedlich und hängen vor allem davon ab, wieviel sie in ihrem Leben für die Rente sparen konnten“, sagt Brigitte Miksa, Pensionsexpertin der Allianz. „Und auch wenn Männer in der Vergangenheit weniger Lücken in ihren Erwerbsbiografien hatten, dürfte Altersarmut zukünftig wohl nicht mehrheitlich ein Problem der Frauen bleiben.“

 

Statistisch gesehen: Hochzeit mit 29, Scheidung mit 43 Jahren

 

Weniger Eheschließungen, eine steigende Zahl an Scheidungen und eine höhere Lebenserwartung erhöhen grundsätzlich das Risiko, dass eine Frau im Rentenalter ihre finanziellen Ressourcen aufgebraucht hat, so eine Aussage der Studie.

 

Wurden 1970 noch gut sieben Ehen pro 1.000 Einwohner in Deutschland geschlossen, waren es vierzig Jahre später nur noch knapp unter fünf. Zwar bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass weniger Partnerschaften eingegangen werden, gleichwohl entscheiden sich immer mehr Menschen gegen die Ehe.

 

Gleichzeitig hat sich die Scheidungsrate von 1970 bis 2010 fast verdoppelt – von 1,3 geschiedenen Ehen pro 1.000 Einwohner auf 2,3. Statistisch gesehen heiratet eine deutsche Frau im Alter von etwa 29 Jahren, ihre Ehe hält 14 Jahre, mit 43 Jahren wird sie geschieden.

 

Nach UN-Schätzungen beträgt ihre Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt etwa 83 Jahre. Berücksichtigt man darüber hinaus die aktuellen Trends bei der Entwicklung der Lebenserwartung, zum Beispiel durch den medizinischen Fortschritt, werden die Deutschen – Frauen wie Männer - jedoch in Zukunft noch deutlich älter werden als heute. Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock geht davon aus, dass im Jahr 2070 eine Lebenserwartung von 100 Jahren die Norm sein dürfte.

 

Altersarmut bleibt kein Frauenproblem

 

Menschen haben also künftig für eine deutlich längere Zeit in Rente zu sparen als früher. Eine Scheidung kann sich vor diesem Hintergrund auf Frauen je nach Generation sehr unterschiedlich auswirken.

 

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass in der Vergangenheit Frauen älterer Generationen besonders verwundbar durch eine Scheidung waren; eben die, die vielleicht nie einer bezahlten Arbeit nachgegangen sind, keine Ausbildung hatten und deren Erwerbsbiografie eher durch Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen geprägt war. So haben in 27 von 30 OECD-Ländern ältere Frauen ein deutlich höheres Risiko (15 Prozent), im Alter arm zu sein, als Männer (11 Prozent). In Westeuropa ist das Bild sehr unterschiedlich – auch abhängig von den Sicherheitsnetzen, die die jeweiligen Wohlfahrtsstaaten bieten.

 

Im Gegensatz dazu sind die heute 50- oder 60-Jährigen in einer komfortableren Position. Frauen in Industrieländern sind heute offensichtlich besser gebildet als ihre Mütter. Sie arbeiten in der Regel und sparen damit selbst für ihre Altersvorsorge. Sie können Ansprüche auf Sozialleistungen erwerben und ein eigenes Vermögen aufbauen. Die steigende ökonomische Unabhängigkeit von Frauen ist gerade für diejenigen unter ihnen wichtig, die keine finanzielle Unterstützung durch einen Partner haben.

 

Auch Frauen in ihren 20-ern können heute selbst finanziell vorsorgen, weil sie arbeiten und fairer bezahlt werden als Frauen früher. Die Möglichkeiten der Jüngeren finden jedoch zunehmend Grenzen, etwa durch die globale Finanzkrise, die eine rentable Geldanlage erschwert, eine hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern oder die Tatsache, dass der persönliche Verschuldungsgrad steigt.

 

Zukünftig, so die Studie, wird Altersarmut wohl nicht mehrheitlich ein Problem von Frauen bleiben. Männer, die zum Beispiel nicht ihr Leben lang einer rentenversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen sind, könnten sogar schlechter gestellt sein als Frauen; ebenso Männer, die mehrere Male geheiratet haben, geschieden worden sind, und mehrere Frauen und Kinder zu unterstützen haben.

 

Miksa sagt: „Davor schützt, sich mit der eigenen finanziellen Situation zu beschäftigen. Wichtig ist es, gut informiert zu sein und den Aufbau einer Altersvorsorge kontinuierlich über das ganze Leben zu betreiben – damit auch eine schwierige Situation wie eine Scheidung nicht langfristig an der Vorsorge nagt.“

  Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

 

  Kontakt für Presse

Petra Brandes
Allianz SE
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