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Wie Covid unser Sicherheitsempfinden verändert

Es war einmal... als Kinder haben wir es geliebt, Märchen zu lesen und zu hören. Weil sie spannend waren. Und weil sie uns etwas über das Leben lehrten – über seine hellen und dunklen Seiten. Die Happy-Ends vermittelten uns ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität. Als Erwachsene suchen wir genau das. Einerseits Herausforderungen, andererseits auch Harmonie. Das Gefühl, sicher zu sein, ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Wer an den Sozialkundeunterricht in der Schule zurückdenkt, wird sich sicherlich an Abraham Maslow und sein Konzept der Bedürfnishierarchie erinnern, bei der das Sicherheits- und Geborgenheitsgefühl an zweiter Stelle steht, gleich nach der Erfüllung der physiologischen Bedürfnisse.

Mit dem Pandemieausbruch sind Sicherheit und Geborgenheit in Frage gestellt worden. Für einige hat Covid-19 sogar grundlegende, elementare Bedürfnisse ins Wanken gebracht. Eine kürzlich von der Allianz in Auftrag gegebene Umfrage untersuchte die Wahrnehmung der Menschen in Bezug auf Corona und die Art und Weise, wie sich die Pandemie auf ihr Sicherheitsgefühl auswirkt: Nämlich in Bezug auf Arbeit, Ausbildung, Gesundheit, Haus und Heim, Finanzen und ihre Beziehungen. Mehr als 5.000 Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien beteiligten sich an der Untersuchung – gleichmäßig verteilt auf Geschlechter und Altersgruppen zwischen 18 und 65 Jahren. 

Von allen Befragten empfanden etwa zwei Drittel, dass die Pandemie eine hohe oder sehr hohe Auswirkung  auf ihr tägliches Leben ausübte. Der höchste Wert wurde in Spanien gemessen (88 Prozent), das früh und mit besonderer Wucht von der Pandemie heimgesucht wurde; der niedrigste Wert war der in Deutschland (52 Prozent). Mehr als die Hälfte aller Befragten gibt an: Diese Pandemie hat mein Sicherheitsgefühl im täglichen Leben negativ beeinflusst. Darunter litt auch der Optimismus der Menschen: Rund 45 Prozent aller Befragten meinen, dass sie sich bis Ende 2021 weiterhin unsicher fühlen werden.

Wie hat die Pandemie uns und unser Sicherheitsgefühl verändert? Wir werfen einen Blick auf die Bereiche, die unserer Meinung nach am stärksten von der Pandemie betroffen sind:

1) Geldsorgen und Befürchtungen um den Job

Nichts ist so beunruhigend wie das Gefühl, finanziell auf schwankendem Boden zu stehen. Arbeiten und für sich und seine Familie sorgen zu können gehört zu den grundlegenden Bedürfnissen eines Menschen. Die Umfrage zeigt, dass Frauen und jüngere Befragte sich größere Sorgen um ihre finanzielle Sicherheit machen. Über alle Länder hinweg betrachtet sind die entsprechenden Werte um 3 bis 9 Prozentpunkte höher als bei Männern. Bei den Millennials und die sogenannte Y-Generation waren die Werte ebenfalls hoch; diese Alterskohorte macht sich in allen Ländern die größten Sorgen.  

Bei mehr als der Hälfte aller Befragten unter 30 Jahren schwand das Vertrauen, nach dem Studium einen Arbeitsplatz zu finden. Das zeigten schon frühere Untersuchungen der Allianz . "Die Auseinandersetzung mit diesen Umfrageergebnissen ist für die Allianz äußerst relevant, da wir in unserer Belegschaft fünf Generationen beschäftigen", sagte Renate Wagner, Vorstandsmitglied der Allianz SE, kürzlich in ihrem LinkedIn-Post. "Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren, attraktive und vielfältige Arbeitsplätze anzubieten und die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen für unsere Mitarbeiter aller Generationen weltweit sicherzustellen." 

2) Zweifel an Regierungsentscheidungen 

Das aktuelle Edelman Trust Barometer zeigt: Die Pandemie hat das Vertrauen auf die Probe gestellt, wobei Regierungen den größten Vertrauensverlust hinnehmen mussten.

Wie unsere Umfrage zeigt, haben die Entscheidungen der Regierungen in Bezug auf Masken und die Beschränkung der Anzahl der Kunden in einem Geschäft das Sicherheitsgefühl gestärkt. Doch die Schließung von Geschäften, Bars usw. sowie die Reisebeschränkungen verursachten in allen fünf Ländern Unsicherheit. In Deutschland scheinen Schulschließungen und Ausgangssperren stärker zu polarisieren als in den anderen Ländern. 

3) Mehr Geld für Wohnen und persönliche Sicherheit 

Die Pandemie hat die Ausgabenstruktur verändert: Die Befragten waren weniger an Unterhaltung, Reisen, Mode oder öffentlichen Verkehrsmitteln interessiert, gaben dafür aber tendenziell mehr Geld für Elektronik, Haus sowie Gesundheit aus – und sie sparten mehr.

Interessanterweise blieben die Ausgaben für Versicherungen meist gleich oder gingen sogar zurück, obwohl ein gewisses Interesse am Abschluss zusätzlicher Policen bestand, um sich zukünftig besser abzusichern. Das gilt insbesondere für Spanien und Italien. Hier wurden vornehmlich  Haus- und sonstige Sachversicherungen zusätzlich abgeschlossen.

4) Weniger Offenherzigkeit – doch es gibt Ausnahmen

Die Ausgangssperren sowie Reise- und Kontaktbeschränkungen bewirkten, dass sich die Menschen vermehrt dem Fernsehen, Streamingdiensten, dem Nachrichten- und Social-Media-Konsum zuwendeten. Besonders in Spanien und Italien war das so.

Etwa ein Viertel der Befragten spricht seltener mit Freunden darüber, wie sie sich fühlen, doch fast ebenso viele tun in Spanien und Italien genau das. In Großbritannien, Deutschland und Frankreich neigen die Menschen weniger dazu, über ihre Gefühle mit Freunden zu sprechen.

5) Wir reisen nicht mehr so viel, würden es aber gerne tun

Manchmal will man einfach nur weg. Wenn man das nicht kann, ist ein Buch die nächstbeste Lösung. Hier scheint es Einigkeit zu geben, denn die Buchverkäufe trotzen der Pandemie.

Die Pandemie hat zwangsläufig das Verhalten und die Einstellungen von Reisenden verändert. Die Tourismusbranche muss inmitten des gegenwärtigen Veränderungsprozesses überdenken, wie sie an Kunden herantritt. Diese suchen nun vermehrt Reiseziele und Unterkünfte, die ihr Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz erfüllen.

Doch die Menschen werden weiter Reisen und der Tourismus langsam Fahrt aufnehmen. Die Befragten in Italien (36 Prozent) und Frankreich (30 Prozent) sind eher bereit, in Risikoregionen zu reisen, während Deutsche (18 Prozent) und Spanier (19 Prozent) vorsichtiger bleiben. 

6) Sicherer Hafen Familie und Freunde 

Wenn uns die Pandemie etwas gelehrt hat, dann ist es die Bestätigung, wie wichtig unsere  Beziehungen zur Familie, Freunden und Gemeinschaften sind, um unser Sicherheits- und Geborgenheitsgefühl zu stärken. Die Mehrheit der Befragten berichtete von vertieften Familienbeziehungen. 

Die Allianz Gruppe zählt zu den weltweit führenden Versicherern und Asset Managern und betreut mehr als 100 Millionen*  Privat- und Unternehmenskunden in mehr als 70 Ländern. Versicherungskunden der Allianz nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Die Allianz ist einer der weltweit größten Investoren und betreut im Auftrag ihrer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von etwa 793 Milliarden Euro. Zudem verwalten unsere Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors mehr als 1,8 Billionen Euro für Dritte. Mit unserer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in unsere Geschäftsprozesse und Investitionsentscheidungen sind wir unter den führenden Versicherern im Dow Jones Sustainability Index. 2020 erwirtschafteten über 150.000 Mitarbeiter für die Gruppe einen Umsatz von 140 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 10,8 Milliarden Euro.

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

*Einschließlich nicht konsolidierter Einheiten mit Allianz Kunden.

Pressekontakte

Siân Taylor
Allianz SE
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

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