Freaky Freitage

Für die meisten von uns sind Freitage normalerweise gute Tage. Die Arbeitswoche neigt sich dem Ende zu und die Vorfreude auf das Wochenende steigt.

Aber für Seemänner kann der Freitag ein besonders prekärer Zeitpunkt sein.

Daten aus der Schifffahrt zeigen, dass es in der Tat der gefährlichste Tag der Woche auf See ist – in den letzten zehn Jahren ereigneten sich 175 von 1.129 gemeldeten Totalschäden von großen Schiffen an just diesem Wochentag.
Aberglaube hin oder her: Im Jahr 2012 war Freitag der 13. in der Tag ausgesprochen unglücklich. Drei Schiffe gingen an diesem Tag in jenem Jahr verloren, darunter die Costa Concordia, der größte Schiffsversicherungsschaden aller Zeiten.

Insgesamt scheinen die Meere jedoch sicherer geworden zu sein. Der „Safety & Shipping Review 2018“ von Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) zufolge sind die großen Schiffsverluste im vergangenen Jahrzehnt insgesamt um 38 Prozent zurückgegangen.

Container-Schifffahrt

Darüber hinaus ging die Zahl der Gesamtschäden im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 94 zurück, die zweitniedrigste Zahl seit einem Jahrzehnt.

"Die Versicherungsschäden waren relativ gemäßigt und spiegeln das verbesserte Schiffsdesign und die positiven Auswirkungen des Risikomanagements und der Sicherheitsregulierung im Laufe der Zeit wider", sagt Baptiste Ossena, Global Product Leader Hull & Marine Liabilities, AGCS. "Mit dem zunehmenden Einsatz neuer Technologien an Bord von Schiffen erwarten wir jedoch in Zukunft Veränderungen im maritimen Schadenumfeld. Die Zahl der technischen Schäden – wie z.B. durch Cyberereignisse oder technische Defekte – wird neben traditionellen Verlusten wie Kollisionen oder ‚auf Grund laufen‘ zunehmen."

Sinken war die häufigste Ursache für den Verlust eines Schiffes, es ereigneten sich 61 Fälle im vergangenen Jahr . Wracks oder gestrandete Schiffe waren die zweite Hauptursache, gefolgt von Maschinenschäden oder -ausfällen, zeigt der Bericht.

Über Jahrzehnte hinweg hat das Bermudadreieck, ein lose definiertes Gebiet im Nordatlantik, auf mysteriöse Weise Hunderte von Schiffen und sogar Flugzeugen verschlungen.

Jetzt scheint Asien eine eigene Version des Bermudadreiecks zu haben, so einige Medienkommentatoren. Fast ein Drittel der für 2017 gemeldeten weltweiten Schifffahrtsverluste entfiel laut AGCS-Bericht auf die maritime Region Südchina, Indochina, Indonesien und die Philippinen.

Der jährliche Anstieg der Schiffsverluste in Asien um 25 Prozent hat plausible Gründe. Stürmische See, niedrigere Sicherheitsstandards auf einigen Inlandsrouten innerhalb staatlicher Hoheitsgewässer und der Taifun Damrey im November 2017 haben dazu beigetragen.

Ob ein Blitz mehr als einmal am gleichen Ort einschlägt, ist fraglich. Aber ein Schiff kann eine Reihe unglücklicher Ereignisse erleben.

Das unglückseligste Schiff des Jahres 2017 ist eine Passagierfähre, die im östlichen Mittelmeer- und Schwarzmeerraum verkehrt – sie war in zwölf Monaten in sieben Unfälle verwickelt.

Wo sind die schlimmsten Unfallstellen für die Schifffahrt im Jahr 2017? Welche Ursachen hatten die großen Untergänge und Unfälle? Mit welchen neuen Risiken ist die Branche konfrontiert? Finden Sie die Antworten im AGCS Safety & Shipping Review 2018!

Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS) ist die eigene Marke der Allianz Gruppe für Industrie- und Spezialrisiken. Die AGCS bietet Versicherungs- und Risikomanagementberatung über das gesamte Spektrum von Spezialversicherung, ART und Firmengeschäft: Marine, Aviation (inkl. Space), Energy, Engineering, Entertainment, Financial Lines (inkl. D&O), Liability, Mid-Corporate und Property (sowie Internationale Versicherungsprogramme).

Mit ihren fast 4.700 Mitarbeitern aus 70 Nationen operiert die AGCS weltweit in 34 Ländern mit eigenen Teams und in mehr als 210 Ländern und Gebieten über das Netzwerk der Allianz Gruppe und andere Partner. Die AGCS liefert Versicherungslösungen für mehr als drei Viertel der „Fortune Global 500“-Unternehmen. 2017 zeichnete sie weltweit insgesamt 7,6 Milliarden Euro Bruttoprämien.

Die AGCS SE verfügt über die Bonitätsratings AA von Standard & Poor’s und A+ von A.M.Best.

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