PresseNewsStudienBrexit: Ein schwarzes Loch für die Wirtschaft Großbritanniens

Brexit: Ein schwarzes Loch für die Wirtschaft Großbritanniens

Service & Kontakte

Allianz Group Communications
Königinstraße 28
80802 München

Ansprechpartner im Überblick

Wir informieren Sie zeitnah über News der Allianz Gruppe.

Abonnieren

Folgen Sie uns in den sozialen Netzwerken: 

Facebook
Twitter
Google+
LinkedIn

  • Kontakt

  • Newsletter

  • Social Media
  • Euler Hermes untersucht drei mögliche Szenarien: den Verbleib in der EU (wahrscheinlichstes Szenario), den Brexit mit gleichzeitigem Freihandelsabkommen und den Brexit ohne ein solches Abkommen

  • Bis zu 30 Mrd. GBP direkte Exportverluste, sinkende Umsätze, fallende Margen aufgrund höherer Finanzierungskosten und ein Abfluss von Investitionsgeldern in Höhe von bis zu 210 Mrd. GBP wären die Folgen

  • Britische Finanzindustrie, Automobilbranche, Maschinenbau, Chemie-, Lebensmittel- und Energiesektoren wären am stärksten betroffen

  • Höhere Importkosten und steigende Finanzierungskosten kämen zudem auf die Briten zu

 

Euler Hermes
Hamburg, 11.02.2016

Allianz-Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe

Vor allem britische Unternehmen würden unter einem Brexit leiden. Zu diesem Schluss kommen die Volkswirte des führenden Kreditversicherers Euler Hermes in ihrer Studie „Brexit me if you can“. Exporte in Höhe von rund 30 Milliarden (Mrd.) Britischen Pfund (GBP) wären für sie in Gefahr, wenn das „Worst-Case-Szenario“ eintreten und Großbritannien tatsächlich aus der Europäischen Union (EU) austreten sollte, ohne zeitgleich ein Freihandelsabkommen mit den Europäern abzuschließen. Das entspricht 8Prozent aller britischen Warenausfuhren. Dies hätte direkten Einfluss auf die Umsätze der Unternehmen im Vereinigten Königreich. Eine erhebliche Kapitalflucht wäre zudem eine Konsequenz: Auf bis zu 210 Mrd. GBP beziffert Euler Hermes die Investitionen, die in den ersten vier Jahren nach dem Referendum verloren gehen würden. Durch die große Unsicherheit des Ausgangs des Referendums dürfte sich bereits im laufenden Jahr das Wirtschaftswachstum im Inselstaat auf 2,1Prozent und im kommenden Jahr sogar auf 1,9Prozent verlangsamen.
 

Großbritannien bräuchte mindestens 10 Jahre, um die verlorenen Exporte zu kompensieren
 
„Die Umsätze der britischen Unternehmen würden im Falle eines Brexits pro Jahr um rund 1Prozent schrumpfen“, sagte Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe. „Bei einem Verbleib in der EU – wovon wir derzeit ausgehen – würden sie ab 2017 hingegen um durchschnittlich 4 Prozent pro Jahr wachsen. Für einige Unternehmen wäre ein Austritt demnach fatal. Großbritannien bräuchte zudem mindestens zehn Jahre, um die durch einen möglichen Brexit entstehende Lücke bei den Exporten zu schließen – selbst wenn ein Teil durch den Handel mit den Commonwealth Staaten kompensiert werden könnte.
 

Finanzplatz London würde Vormachtstellung verlieren, Finanzindustrie bei Brexit mit Einbußen
 
Besonders die britische Finanzindustrie würde ein möglicher Brexit hart treffen und London würde seine Vormachtstellung bei den führenden europäischen Handelsplätzen einbüßen. Britische Banken könnten nicht mehr von den günstigen Finanzierungsbedingungen der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren und die Bank of England würde die Zinssätze anheben, um die Inflation zu bekämpfen. Für Unternehmen hätten die höheren Finanzierungskosten direkte Auswirkungen auf ihre Gewinnmargen.
 

Britische Automobilbranche, Maschinenbau, Chemie-, Lebensmittel- und Energiesektor betroffen
 
Aber auch für die Automobilbranche, die Maschinenbauer, Chemie-, Lebensmittel- und Energieunternehmen wäre der Austritt mit erheblichen Einbußen verbunden, da sie allesamt eine große Abhängigkeit vom europäischen Binnenmarkt haben. 60 Prozent der verlorenen britischen Exporte würden auf Deutschland, die Niederlande, Frankreich und Irland entfallen.
 

Zölle und weitere Handelsbarrieren wären wahrscheinlich
 
„Aber nicht nur der britische Export wäre betroffen, sondern auch der Import“, sagte Subran. „Importierte Güter könnten aufgrund der Abwertung des Britischen Pfunds steigen sowie durch neu erhobene Zölle seitens der EU oder Großbritanniens, um die lokale Produktion zu steigern und den Reindustrialisierungsprozess zu beschleunigen. Auch weitere Handelsbarrieren wären denkbar wie neue Produktstandards bei Verpackung, Etikettierung oder Hygienevorschriften. Kombiniert mit starken Abhängigkeiten könnte dies für einige Branchen ein Teufelskreis werden. Die britische Automobilindustrie ist von ihrer Lieferkette beispielsweise komplett von Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien abhängig. Ausländische Automobilhersteller hätten ohne die europäische Nachfrage im Rücken zudem keinen Anreiz mehr in Großbritannien zu fertigen.“

  Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

 

  Kontakt für Presse

Antje Stephan
Euler Hermes
Tel. +49 (0)40 8834-1033

E-Mail senden

  Mehr auf allianz.com

Das Leben von Geflüchteten

Allianz-Allianz treibt den Wandel zur kohlenstoffarmen Wirtschaft mit ambitioniertem Klimaschutzpaket voran
24.05.2018 | Allianz SE

Jenseits der Schlagzeilen und Debatten verbergen sich hinter dem Etikett „Flüchtling" viele unbekannte Geschichten einzelner Menschen. Wir stellen drei Sozialunternehmen vor, die den Betroffenen in ihrer schwierigen Situation helfen. 

Mehr dazu...

Allianz startet mit Ergebnissen des ersten Quartals gut ins Jahr 2018 und ist auf Kurs, ihre Ziele zu erreichen

Allianz-Allianz startet mit Ergebnissen des ersten Quartals gut ins Jahr 2018 und ist auf Kurs, ihre Ziele zu erreichen
15.05.2018 | Allianz SE

Die Allianz Gruppe ist mit einem Anstieg des auf Anteilseigner entfallenden Quartalsüberschusses um 6,8 Prozent gut in das Jahr 2018 gestartet. Das interne Umsatzwachstum, bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte, betrug mit positiven Beiträgen von allen Geschäftsbereichen 4,9 Prozent. 

Mehr dazu...

Der Schlüssel zum Virtuellen Fahrzeugschlüssel

Allianz-Künstliche Intelligenz könnte die Versicherungsbranche revolutionieren
09.05.2018 | Allianz SE

In nicht allzu ferner Zukunft wird man Autos per Handy-App aufsperren können. Mit diesem Komfort gehen allerdings auch Herausforderungen an die Sicherheit dieses Virtuellen Schlüssels einher. Bedeutet der Verlust des Handys dann gleichzeitig den Verlust des Autos?

Mehr dazu...
Mehr dazu...