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Acht Ideen zur Zukunft des Autofahrens

Es wird Autos ohne Fahrer geben, Autos können wie Computer gehackt werden, und Sie werden möglicherweise fünf oder sechs Stunden schlafen können, während Sie von München nach Hamburg oder von San Francisco nach San Diego fahren. Nachstehend acht Gedanken zum Auto der Zukunft.
 

1. Jeder wird “fahren”

Sehr junge und sehr alte, kranke und blinde Menschen – alle werden in der Lage sein, das Auto der Zukunft zu steuern. Auch zu schlafen, während der Autopilot aktiv ist, dürfte in Zukunft kein Problem sein. In die Schule, vom Arzt nach Hause und so weiter. Google behauptet, dass seine Software für selbstfahrende Autos 75 Jahren Fahrerfahrung entspricht. Das heißt, dass gefahren zu werden für die meisten Leute sicherer und einfacher sein sollte als selbst zu fahren.


2. Kein Suchen nach Parkplätzen mehr

106 Tage im Leben eines Durchschnittsfahrers werden für das Suchen nach Parkplätzen aufgewandt – zumindest war das das Ergebnis einer kürzlich in Großbritannien durchgeführten Umfrage. Diese Zeit können Sie in Zukunft schöneren Dingen widmen. Das vernetzte Auto findet seinen Parkplatz selbst.


3. Ihr Auto ist Ihr Krankenwagen

Infrarotkameras überwachen die Bewegungen Ihrer Augenlider; die Sitze überwachen Ihren Herzschlag und die Temperatur Ihrer Haut: Autos sammeln immer mehr physische Daten über ihre Fahrer. Und möglicherweise sind sie in der Lage, einen Krankenwagen zu rufen oder Sie sogar ins Krankenhaus zu fahren, wenn sie alarmierende Daten erkennen - die sie dann auch an den Arzt übermitteln.

 
4. Ihr Auto könnte gehackt werden

Sie hatten daran über ein Jahr gearbeitet – aber schließlich gelang es zwei Hackern im Juli 2015, ferngesteuert die Kontrolle über einen Jeep Cherokee zu gewinnen. Diese Hacker waren nicht nur fähig, den Lüfter ein- und auszuschalten, das Radio lauter zu stellen, sondern es gelang ihnen letzten Endes auch durch digitalen Einbruch in die Unterhaltungselektronik des Wagens, Bremsen und Steuer zu übernehmen. Infolgedessen rief Fiat Chrysler 1,4 Millionen Fahrzeuge zurück, um ein angeblich sicheres Update der Software vorzunehmen. Je mehr Fahrzeuge mit dem Internet vernetzt werden, desto leichter könnten sie virtuellen Angriffen ausgesetzt sein, argumentieren Befürworter der Cyber-Sicherheit.


5. Weniger aber kompliziertere Unfälle

Ca. 1,2 Millionen Personen weltweit sterben jedes Jahr bei Verkehrsunfällen. Über 90 Prozent dieser Unfälle sind der Unfallforschung nach auf Fahrfehler zurückzuführen. Dies bedeutet, dass die voll automatisierten, miteinander vernetzten Fahrzeuge sich gegenseitig leiten und warnen werden. Und dies führt höchstwahrscheinlich zu weit wenigeren – aber komplizierteren - Unfällen. Wer ist dann z.B. verantwortlich, wenn ein selbstfahrendes Auto sich selbst parkt und dabei einen Fußgänger anfährt? Der “Fahrer”? Das Unternehmen, das das Auto hergestellt hat? Oder das, das das Datenübertragungssystem konstruiert hat? Oder das, das die Software programmiert hat? Die Versicherungsgesellschaften werden die Berechnung ihrer Versicherungstarife überdenken, der Gesetzgeber wird neue Vorschriften erlassen müssen.
Nichts ist unmöglich beim Auto der Zukunft. Sowohl die Frage nach Hackerangriffen wie auch nach dem  Versicherungsschutz scheinen jetzt Antworten zu finden.
Nichts ist unmöglich beim Auto der Zukunft. Sowohl die Frage nach Hackerangriffen wie auch nach dem  Versicherungsschutz scheinen jetzt Antworten zu finden.
6. Die gefährlichsten Faktoren des Fahrens bleiben bestehen: Sie und ich!

Der Bundesstaat Kalifornien gestattet, dass Google seine selbstfahrenden Autors auf öffentlichen Straßen testet – besteht aber auf der Beibehaltung von Lenkrad und Bremsen. Deshalb wird uns der Robo Chauffeur derzeit vermutlich nicht völlig überflüssig machen. Clifford Nass , Professor an der Universität Stanford sagt: "Der Fahrer wird manchmal das Steuer übernehmen müssen. Und das erweist sich dann als das bei weitem gefährlichste und vollkommen vernachlässigte Problem." Schnee, starker Regen, dichter Nebel und sogar Sonnenstrahlen aus einem bestimmten Winkel könnten die Sensoren des Wagens funktionsunfähig machen. Wenn die Menschen erst einmal daran gewöhnt sind, meistens gefahren zu werden, könnte ihre Fahrtauglichkeit leiden. Außerdem hat jemand, der gerade ein Buch gelesen oder eine Email geschrieben hat, ganz offensichtlich eine weit längere Reaktionszeit als jemand, der permanent am Steuer sitzt.


7. Höherer Energiebedarf

Ja, das selbstfahrende Auto wird höchstwahrscheinlich effizienter als ein herkömmliches Auto fahren. Ja, es wird vermutlich durch Strom, Wasserstoff oder andere nicht fossile Energieträger angetrieben werden. Und ja, Situationen wie der 60 Meilen lange Verkehrsstau in China von 2010, der zwei Wochen dauerte und bei dem eine nicht kalkulierbare Menge an Treibstoff verbrannt wurde, werden der Vergangenheit angehören. Aber nein, der allgemeine Energieverbrauch des Fahrzeugs dürfte nicht sinken sondern vielmehr steigen. In eine Studie von Forschern der Universität Michigan in Ann Arbor heißt es, dass durch selbstfahrende Autos ein über Jahre anhaltender Trend der Energieeinsparung umgekehrt werden könnte, da das selbstfahrende Auto es viel mehr Menschen ermöglichen wird, viel mehr zu reisen. Die durchschnittliche Fahrzeugnutzung pro Fahrzeug in den USA wird ihrer Berechnung nach von 11.661 auf 20.406 Meilen pro Jahr ansteigen.


8. Was, wenn ein Unfall mit dem autonomen Auto passiert? Das deutsche Gesetz könnte hier wegweisend sein

Diese Frage geben lassen wir Alexander Vollert beantworten. Er ist Mitglied des Vorstandes bei der Allianz Deutschland: „Wir bei der Allianz in Deutschland glauben nicht, dass es neue Haftungsregeln für autonome Autos braucht. Das deutsche Versicherungs-Modell beinhaltet auch den Schutz des Verkehrsopfers bei Schäden durch teil- und vollautomatisierte und autonom fahrende Fahrzeuge als auch bei Unfällen durch Hackerangriffe. Das deutsche Haftungssystem lässt den Halter eines Fahrzeugs haften, egal, ob der Fehler beim Fahrer oder beim Fahrzeug lag. Das passt auch in Zeiten zunehmender Fahrzeugautomatisierung. Das Verkehrsopfer läuft nicht Gefahr, mit dem Fahrer oder dem Hersteller darüber streiten zu müssen, ob der Fehler auf Seiten des Fahrers oder beim Assistenzsystem. Es eignet sich dadurch als Vorbild für eine europäische Lösung.“

Alexander Vollert Mitglied des Vorstandes bei der Allianz Deutschland: „Wir bei der Allianz in Deutschland glauben nicht, dass es neue Haftungsregeln für autonome Autos braucht.“
Alexander Vollert Mitglied des Vorstandes bei der Allianz Deutschland: „Wir bei der Allianz in Deutschland glauben nicht, dass es neue Haftungsregeln für autonome Autos braucht.“

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

 

Bettina Sattler
Allianz SE
Tel. +49 89 3800 16048
Email senden

Christian Weishuber
Allianz Deutschland AG
Tel.: +49 89 3800 18169
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