Herrjeh, selbst das versichern wir

Drehen Sie gern an der Drehorgel und nennen es Musik? Sie mögen es ungewöhnlich und gehen Sonntagmorgens gern mit einem Lama spazieren? Oder dies: Sie sind eher ein Glitz-und-Glamour-Typ und wollen deshalb heiraten wie im Bollywood-Film? Dann gehen Sie ungewöhnliche Risiken ein. Denn selbst die kann man versichern.

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Wir alle kennen die Geschichten von schönen, nein: wunderschönen Beinen, erlesenen Gaumen, Stimmbändern für Nachtigallengesang und – Achtung! – von sinnlichen Erdbeermündern und Frauenoberweiten, die von Stars und Sternchen versichert werden. Doch wussten Sie, dass eine Hochzeit mit allem Drum und Dran zwar unromantisch, aber finanziell effektiv gedeckt werden kann? Und dass Ihr Spargel mit einer Versicherungslösung serviert wird, die den Bauer vor Ernteausfällen schützt?

Hier eine Rundreise durch die bunte Welt der Sonderversicherungen. An die denkt vielleicht kaum einer. Doch sie werden nachgefragt, nicht zu knapp. Nämlich von denen, die das Risiko tragen.

Sicherheit für Theorbe und Ophikleide

Crowdy Crawn (eine Trommel aus dem britischen Cornwall), Serpent (ein historisches Blechblasinstrument)oder Drehleier – sie alle können nicht nur gewaltig Krach oder Musik machen – das hängt vom Virtuosen ab. Eine weitere Gemeinsamkeit: Sie werden von  der britischen Allianz Musical Insurance versichert.

Clarice Goff, Marketing Executive, erzählt: „Bei uns sind mehr als 300.000 Instrumente gedeckt, üblicherweise Klaviere, Geigen, Trompeten, Gitarren, Schlagzeuge. Doch wir decken auch Exotika wie Theorbes (überdimensionierte Lauten) oder Ophikleides, das sind große Klappen-Blechblasinstrumente.“ Insgesamt enthält das Portfolio über 400 verschiedene Instrumentenarten. Sie alle können gegen Diebstahl, Verlust oder Beschädigung versichert werden, und zwar weltweit . . . ob zu Hause, bei Proben, Konzerten, oder beim Transport. Auch Kosten für ein Ersatzinstrument werden gedeckt.

Kunden der Musikinstrumente-Versicherung sind Orchester, Bands oder die britische Musikergewerkschaft. Einer der mit 35.000 Euro teuersten Schäden entstand im Jahr 2000 durch Diebstahl einer Bratsche. Goff: „15 Jahre später tauchte das gute Stück auf einer Auktion wieder auf.

Wir ließen es sicherstellen und gaben es dem überglücklichen Besitzer wieder zurück.“ Allianz versichert ebenso die jährliche Weltmeisterschaft der Luftgitarristen in Finnland, welche jeden August stattfindet – allerdings nicht die Instrumente!

Kamel mit Versicherungsschutz

Sie haben nicht nur ein Fell, aus dem sich feinste Wolle gewinnen lässt. Sie sind auch gesegnet mit einem sonnigen Gemüt. Deshalb werden sie in Deutschland zunehmend in Altersheimen und Entzugskliniken als Therapiehilfen eingesetzt – Alpakas. Wer sie versichern will, sollte beherzt zur Kamelversicherung der Allianz greifen. Sie agiert, kein Spaß, in einem Wachstumsmarkt.

„Wir haben die Deckung von Kamelen, Lamas und Alpakas zu einer ‚exotischen‘ Deckung innerhalb der Tierversicherung zusammengefasst“, berichtet CEO Peter Buchhierl von der Münchener und Magdeburger Agrarversicherung, die zur Allianz gehört. Sie schützt vor finanziellen Verlusten durch Tod, Krankheit, Diebstahl, Unfall oder Komplikationen bei Geburt bzw. Kastration männlicher Tiere. Auch Tiere auf Shows oder Ausstellungen können versichert werden.

Die Deckungssumme einer Alpaka-Police kann bis zu 25.000 Euro betragen.

Raketentourismus und Raumfahrt

Idyllische 60er Jahre! Neil Armstrong konnte sich noch ziemlich sicher sein, auf seinem Mondspaziergang nicht auf Schritt und Tritt Touristenscharen zu begegnen. Doch das mag sich ändern. Weltraumtourismus ist heute schon Wirklichkeit und wird in Zukunft vielleicht zum Massenphänomen. Jedenfalls standen schon sieben Menschen, zugegeben: kein Massenauflauf, in der Warteschlange und haben für eine Weltraumfahrt bezahlt. Der letzte Flug erfolgte 2009.

Beruhigend: Der passende Schutz von Allianz Global Assistance steht schon bereit. Es gibt für Weltraumfahrten Storno-, Gepäck- und Unfallversicherung sowie Risikoschutz gegen steigende Kerosinpreise. In Vorbereitung: Beratungs- und Medizinpakete einschließlich psychologischer Betreuung der Lieben, die zu Hause auf der Erde bleiben.

Die Deckungen ergänzen die Angebote von Allianz Global Corporate & Speciality (AGCS). Dessen Raumfahrtzweig hat sein Versicherungsportfolio längst ausdifferenziert. „Angefangen haben wir mit der einfachen Raketenstart-Versicherung“, berichtet Thierry Colliot, Head of Aviation France und General Manager von SpaceGo. „Jetzt erhalten unsere Kunden Beratungsdienstleistungen, Risikoeinschätzungen, Vertragsanalysen, alternative Risikotransferlösungen sowie allumfassende Versicherungsprogramme und Schadensregulierungsservices.“

Die Verfügbarkeit umfassender Versicherungslösungen wird zusehends zum Entscheidungsfaktor, ob es gelingt Technologiesprünge in Geschäftschancen zu verwandeln. Colliot: „Weltraumprojekte einschließlich dem Geschäftszweig Satelliten sind exorbitant teuer. Damit sie überhaupt angepackt werden, muss gewährleistet sein, dass sie von der Planung bis zum Start versicherbar sind.“

Alles was fliegt einschliesslich eines Popos

Wer zu ungeduldig ist für die Warterei auf den nächsten Weltraumpassagierflug könnte auf das Abenteuer Heißluftballonfahrt umsteigen. In den USA allein schweben davon 3000 mit Risikoschutz gen Himmel. Die Hälfte davon: Allianz versichert. Wir decken aber auch weiteres Fluggerät in allen Dimensionen – von einfachen Sportgleitern über Drohnen bis hin zu den größten Fluggesellschaften der Welt, Flughäfen und Flugzeughersteller.

Auch der Airlander 10 ist bei uns versichert, ein hybrides Unikum von 92 Metern Länge, das aus der Kreuzung eines Flugzeugs mit einem Zeppelin, einem Helikopter und einem Luftkissenschiff entstand. Das Gerät ist teuer, nämlich 29 Millionen Euro, dafür aber auch etwas skurril, was ihm den Spitznahmen „fliegender Popo“ („Flying Bum“) einbrachte. Der Airlander 10 kann aber noch etwas anderes als unvorteilhaft aussehen: Er kann mit einer Reisegeschwindigkeit von rund 140 Km/h bis zu 10.000 Kilo Traglast fünf Tage lang in einer Höhe von 4800 Meter transportieren.

Weissgold aus dem Acker

Ein deutscher Frühling ohne Spargel ist wie eine deutsche Autobahn ohne Porsche: Nicht jeder kann oder will ihn sich leisten. Doch er gehört irgendwie dazu. Wie Mango zu Indien, Erdbeeren zu Wimbledon oder Grünkohl zu Pinkel. Über 125.000 Tonnen Spargel verdrücken die Deutschen im Jahr – zu Preisen im Schnitt von 10 Euro das Kilo. Daher der Name „weißes Gold“.

Das Gemüse ist also, wie der Juwelier gerne sagt, „wertig“. Kein Wunder dass bei diesen Preisen der Spargelbauer vor der Ernte täglich den Horizont absucht: Ist irgendwo eine Verdunklung am Himmel sichtbar, die das Unaussprechliche bedeuten kann?: Hagel!Hagel ist für den Spargelbauer, nein, nicht der Porsche, sondern eine böse Heimsuchung. Wenige Hagelminuten über seinem Feld – und die gesamte Ernte kann zerstört sein.

Kälteeinbrüche im Frühjahr, nun ja, die schmälern den Ertrag, doch damit kann man leben. Bei Hagel wird es bitterernst. Er kann Bauernexistenzen zerstören. Denn die Besonderheit beim Spargel ist: Er reift, im Unterschied zu den meisten andere Feldfrüchten, drei Jahre lang. „Ein Sonderfall“, sagt Peter Buchhierl von der Münchener und Magdeburger Agrarversicherung. "Wenn das Spargelkraut durch Hagelschlag versehrt ist, sieht es mit der Ernte auch in den Folgejahren mau aus.“ Dieses Finanzrisiko kann man versichern. Wie auch die Münchener und Magdeburger Agrarversicherung Schutz für annähernd alle Nutzpflanzen anbietet. Damit können Bauernbetriebe Verdienstausfälle durch Dürre oder Hochwasser versichern, die infolge des Klimawandels immer häufiger vorkommen.

Eine Landung, die wie ein Start aussieht

Liebe ist ein emotionaler Ozean, vollständig umgeben von Ausgaben. Ganz zu schweigen von den Hochzeitskosten. In Indien, Erfinder der Bollywood-Filme, können die schon mal durch die Decke gehen. Eine Feier über 10 Tage sind keine Seltenheit. Familienmitglieder fliegen aus aller Welt ein. Es wird lärmend und mit viel Musik und Showeinlagen gefeiert. Ständig müssen neue Delikatessen aufgetischt werden. Das kann schon mal die Ersparnisse mehrerer Jahre verschlingen. Geht irgendetwas schief oder muss das ganze Fest abgesagt werden, läuten im Extremfall nicht die Glocken, sondern der Insolvenzverwalter. Jedenfalls ist der Finanzverlust erheblich. Dagegen schützt, jawohl, eine Hochzeitsversicherung. Sie wird immer beliebter, weil Opulenz und Kosten der Feste ausufern.

Die Hochzeitsversicherung deckt Unfälle, Stornierungen und Unterbrechungen ab. Auch jede Art von Sachschäden sind versicherbar. Sasikumar Adidamu von Bajaj Allianz General Insurance erzählt, welche Risikodeckungen noch existieren: „Sie können Unfallschutz für Blutsverwandte kaufen, der bis zu sieben Tagen einer Hochzeitsfeier gültig ist. Auch rechtliche Risiken, die sich aus einer Lebensmittelvergiftung auf dem Fest ergeben, sind versicherbar.“ Nicht im Leistungskatalog enthalten: Entschädigung, wenn einer der Brautleute kurzfristig kalte Füße bekommt und alles sausen lässt.

Auch in Deutschland bietet die Allianz Hochzeitsversicherungen an. In Großbritannien gibt es eine Hochzeitsreiseversicherung für Paare, die im Ausland heiraten wollen.

Bayrische Maibaumversicherung

Diebstahl wird in Bayern toleriert – sofern das gestohlene Objekt über 30 Meter lang, mehrere Tonnen schwer und blau-weiß bemalt ist. Alle drei bis fünf Jahre wird in bayrischen Ortschaften ein neuer Maibaum geschmückt und aufgestellt. Da bleibt er aber nicht immer stehen. Denn es gibt eine Tradition, dass die Jugend aus Burschenvereinen den Maibaum über Nacht verschwinden lässt und nur gegen eine Naturalablöse – Bier und Brotzeit – wieder herausrückt.

Wer als Schützen-, Sport- oder Burschenverein die mit diesem Brauch verbundenen Risiken abdecken will, etwa Unfälle oder Schäden an Dritten - erhält den maßgeschneiderten Schutz bei der Allianz. Auch die Freiwilligen Feuerwehren sind oft Kunden. Mehr als 100 Schützenvereine haben sich für diesen Schutz entschieden, sagt Thomas Busch von Allianz Deutschland.

Nicht gedeckt sind allerdings das Bier und die Brotzeit, die die Burschen im Austausch gegen den entwendeten Maibaum fordern. „Wäre das eingeschlossen, würden wir ja gar nicht mehr aufhören zu zahlen,“ erklärt Andreas Geiger von Allianz Deutschland, der seine Pappenheimer kennt.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

 

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Petra Brandes
Allianz SE
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