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Für dieses Jahr gab Allianz Capital Partners (ACP), der Vermögensverwalter für alternative Anlageformen der Allianz Gruppe, zwei größere Investitionen in den USA auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien bekannt, und zwar in das Kelly Creek Windenergieprojekt und den Great Western Windpark - beide im Besitz und entwickelt von EDF Renewable Energy.


David Jones, Leiter des Bereiches Erneuerbare Energien bei ACP, erklärt uns, warum diese Investitionen attraktiv sind und wieso er auch weiterhin in US-Wind investieren will, trotz einer geminderten Begeisterung für saubere Energie der neuen Trump-Regierung.


Hier einige Auszüge aus einem Interview:



Allianz SE
München, 16.03.2017

 

In der jüngsten Vergangenheit hat die ACP in mehrere Projekte zu erneuerbaren Energien investiert. Spielt der Klimawandel eine entscheidende Rolle bei Ihren Investitionen?


Bei der ACP beziehen wir in allen drei Anlageklassen ökologische, soziale und Governance-(ESG-) Kriterien in unsere Anlageprozesse mit ein. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Berücksichtigung von ESG-Aspekten, wie z. B. durch unsere Ausschlussstrategie, Unternehmens- und Länderanalysen, das Monitoring und das Risikomanagement bei unseren Kapitalanlagen, nicht nur ein vorübergehender Trend ist, sondern die Wirtschaft langfristig positiv verändern wird.

Allianz-David Jones

David Jones

Was macht Anlagen in erneuerbare Energien, abgesehen vom Aspekt der sozialen Verantwortung, für die ACP so attraktiv? Was sind die damit verbundenen Risiken und wie gehen Sie damit um? 

Unsere alternativen Anlageformen verfügen über interessante Risikoertragsprofile und langfristige Erträge, die zu den langfristigen Verbindlichkeiten der Allianz passen. Die durchschnittliche erwartete Rendite beläuft sich auf 4 - 6 Prozent und ist somit höher als in vielen anderen Anlageklassen und unabhängig von den Schwankungen an den Finanzmärkten.


Natürlich gibt es Umweltrisiken, da es unmöglich ist, Wind und Sonnenschein präzise vorherzusagen. Diese sind aber, ebenso wie das Baurisiko, in einem gewissen Rahmen beherrschbar. Diese Risiken sind verglichen mit dem Risiko politischer oder aufsichtsrechtlicher Änderungen in den Ländern, in denen unsere Vermögenswerte belegen sind, relativ gering. Die rückwirkende Verringerung von Anreizen ist beispielsweise ein unkontrollierbares Risiko, das wir zu vermeiden suchen. Das erklärt unseren bisherigen geografischen Ansatz, aber wir untersuchen jetzt auch sich entwickelnde Märkte mit hohem Wachstum im Hinblick auf eine eventuelle Ausweitung unseres Anlageauftrags.

 

Einige Länder tragen mehr zum Klimawandel bei als andere. Sie gaben an, ACP sei an der Erforschung neuer Anlagemärkte interessiert. Haben Sie da bestimmte Länder ins Auge gefasst?


Wenn ein Markt hinsichtlich des regulatorischen Rahmens und der politischen Stabilität interessant ist, sind wir generell durchaus geneigt, neue Investmentmöglichkeiten zu untersuchen.


So haben wir vor ungefähr einem Jahr unsere erste Investition in erneuerbare Energien außerhalb Europas im Rahmen eines steuerlich geförderten, sogenannte Tax Equity Investments (in einen Windpark in den Vereinigten Staaten) getätigt. Dies war ein wichtiger Meilenstein für uns.


Individuelle Projekte in den Vereinigten Staaten sind normalerweise größer als die in Europa. Für uns als Großanleger sind diese sehr attraktiv, da die erforderlichen Ressourcen - wie Zeit und Aufwendungen für die Due-Diligence-Prüfungen - bei Investitionen in umfangreichere Projekte dieselben sind wie bei kleineren. Somit gibt es auch bei Investitionen einen gewissen Skaleneffekt.

Allianz-EDF Renewable Energy

 

Glauben Sie, dass die politischen Prioritäten des US-Präsidenten Donald Trump Anlagen in erneuerbare Energien behindern werden? Falls ja, in welchem Maße?

Er ist sicherlich weniger von sauberer Energie begeistert als der vorherige Präsident. Obwohl er skeptisch dem  Klimawandel geäußert scheint, besteht immer noch große Hoffnung, dass die Steuergutschrift "Production Tax Credit" (PTC) für Projekte bis zum derzeit geplanten Auslaufen 2020 bestehen bleibt. Aufsichtsrechtliche Sicherheit ist entscheidend für Investoren, und es gibt in den Vereinigten Staaten ein sehr gutes Beispiel für das Vermeiden rückwirkender Änderungen bei Steuererleichterungen. Daher ist man bei Projekten, die für eine Steuerbegünstigung infrage kommen, nach wie vor zuversichtlich.


Denkbar nach 2020 wäre hingegen, dass es von der US-Regierung keine Anreize für erneuerbare Energien mehr gibt. Aber es wird davon ausgegangen, dass sich viele Bundesstaaten auch künftig um die weitere Verbreitung erneuerbarer Energien bemühen. Wir rechnen also damit, dass es in den einzelnen Bundesstaaten Lösungen gibt, die diese Entwicklung fördern.


Wird die ACP auch weiterhin in saubere Energieträger in den Vereinigten Staaten investieren, trotz der jüngsten Änderung der politischen Großwetterlage?


Solange die "Production Tax Credit"-Regelung noch in Kraft ist, hoffen wir nach wie vor, bis 2020 in den Vereinigten Staaten investieren zu können. Es wird sich dann zeigen, was nach 2020 geschieht. Aber wir sind zuversichtlich, was unsere Anlagen angeht, insbesondere angesichts der Größe der dortigen Erneuerbare-Energien-Sparte, die zahlreiche Stellen schafft und zum Wirtschaftswachstum beiträgt.


Die schiere Größe eines typischen Windenergievorhabens in den USA trägt dazu bei, dass wir unserem eigenen Anspruch gerecht werden. Aus dem Stand hat die ACP in den letzten ca. 18 Monaten bereits steuerbegünstigte Investitionen in vier Windparks in dem Land realisiert und profitierte dabei von der Energieproduktion dieser Anlagen, die eine Stromerzeugungskapazität von insgesamt über 900 Megawatt haben.

Allianz-EDF Erneuerbare Energien

  Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

 

  Pressekontakt

Stefanie Rupp-Menedetter
Allianz Capital Partners
Tel. +49 89 3800 2743

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