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Eine der größten Errungenschaften des 20. Jahrhunderts ist sicherlich der gewaltige Anstieg der Lebenserwartung. Den gibt es jedoch nicht umsonst. Allianz.com spricht mit Theo Bouts, Head of Allianz Global Life & Health, über die Planung für diese verlängerten goldenen Jahre.

 

Allianz SE
München, 22.06.2016

Allianz-Theo Bouts, Head of Allianz Global Life & Health: „Die zukünftigen Rentner werden durch die unhaltbare Staatsverschuldung und die Niedrigzinsen doppelt getroffen.“

Theo Bouts, Head of Allianz Global Life & Health: „Die zukünftigen Rentner werden durch die unhaltbare Staatsverschuldung und die Niedrigzinsen doppelt getroffen.“

Allianz.com: Im Durchschnitt leben die Menschen heute dreißig Jahre länger als zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Wie hat sich das auf die Vorsorge für den Ruhestand ausgewirkt?
 
Theo Bouts: Die Lebenserwartung ist heutzutage wirklich unglaublich. Sie steigt ca. sechs Stunden täglich, und ein Ende ist nicht abzusehen. So wunderbar dies jedoch ist - so birgt es doch auch eine Menge Herausforderungen für die Planung des Ruhestands. Bis vor Kurzem konnten die Ruheständler in Industrieländern mit einem durch ein Sicherungsnetz staatlicher Renten garantierten finanziell sorgenfreien Alter rechnen. Viele verfügten sogar sowohl über eine vom Arbeitgeber finanzierte betriebliche Altersversorgung als auch über ihre eigenen kumulierten Ersparnisse, auf die sie hohe Zinserträge erhielten. Die Versicherungsgesellschaften boten weitere Sicherheit durch langfristige Zahlungsversprechen in Form einer garantierten Rendite.
 
Aber die Staatsschulden wachsen genau so schnell wie die Anzahl der Rentner, und es fällt den Regierungen zunehmend schwerer, die Altersvorsorgeversprechen der Vergangenheit zu erfüllen. Verschärfend kommt das Niedrigzinsumfeld hinzu, mit dem wir es gegenwärtig und vielleicht noch in den nächsten Jahren zu tun haben. Das bedeutet, dass weder die Kapitalmärkte noch ihre Akteure es sich leisten können, die Art von Garantien abzugeben, an die wir gewöhnt sind. In der Tat werden die zukünftigen Rentner und die Unternehmen, die ihnen bestimmte Leistungen versprochen haben, durch die unhaltbare Staatsverschuldung und die Niedrigzinsen doppelt getroffen. Die meisten Menschen haben noch nicht begriffen, dass durch diese Veränderung die Last der Verantwortung für die finanzielle Absicherung ihres Ruhestands auf sie selbst verlagert wird.
 
Was kann der Einzelne also tun?
 
Es ist sinnlos, Vermögenswerte während der Aufbauphase in den Arbeitsjahren, in denen die Leute sparen, in Anlagen mit minimalen Renditen zu stecken. Menschen, die noch gut vierzig Berufsjahre vor sich haben, sind vermutlich besser beraten, wenn sie eine Sparstrategie fahren, die langfristiges Wachstum unterstützt. Selbst wenn die garantierten Produkte der Vergangenheit noch verfügbar sein sollten, so würden sie im derzeitigen Niedrigzinsumfeld nur etwa ein Prozent abwerfen. Das wäre eine dürftige Rendite für eine Ruhestandsspanne, die sich über drei Jahrzehnte oder sogar noch länger erstrecken könnte. Ein weiterer Nachteil der Garantien ist die Tatsache, dass sie Geld über lange Zeiträume binden. Geld, das nicht genutzt werden kann, um von zukünftigen Zinsschwankungen profitieren oder einkommensfördernde Stategien entwickeln zu können, die ihnen größeren Nutzen bringen würden.
 
Life­cycle-Fonds sind eine gute Option für Menschen, die keine Anlageerfahrung haben oder sich langfristig nicht aktiv mit der Verwaltung ihrer Portfolios befassen möchten. Wie ihr Name schon sagt, sind Lifecycle-Fonds konzipiert, um einen Anleger in den unterschiedlichen Phasen seines Lebens zu begleiten. Wenn sich z.B. für einen Kunden der Zeitpunkt des Renteneintritts nähert, schichtet das Investment Management Team das Portfolio zugunsten risikoärmerer Anlagen um, weil in dieser Phase des “Lebenszyklus” keine Zeit mehr verfügbar ist, in der sich die Ersparnisse von eventuellen Marktvolatilitäten erholen können.
 
Wo kommt die Versicherung ins Spiel?
 
Trotz der derzeit niedrigen Renditen auf Garantien nimmt die Versicherung immer noch einen grundlegenden, wesentlichen Platz bei der Erzielung der Art von Einkommen ein, das für ein komfortables - und langes - Rentnerdasein benötigt wird. In gleichem Maße wie diese zusätzlichen sechs Stunden an Lebenserwartung pro Tag über die letzten Jahrzehnte hinweg Anlass zur Freude sein sollten, ist das damit verbundene ganz konkrete Risiko zu bedenken, dass die Ersparnisse vorzeitig aufgebraucht sein könnten. Einer der großen Werte der Versicherung ist ihre Fähigkeit, diesem Risiko durch die Bereitstellung einer wirksamen “Langlebigkeitsabsicherung” für Personen zu begegnen, die sich an ihrem Kundenpool beteiligen.
 
Die Versicherer bieten in zunehmendem Maße alternative Produkte an, die den Versicherungsnehmern eine Sicherheitskomponente bieten und ihnen gleichzeitig ermöglichen, die Vorteile einer kontinuierlichen Marktpräsenz zu nutzen. Aufgeschobene Rentenversicherungen zum Beispiel, die erst in einer späteren Phase des Ruhestands mit der Auszahlung der Rente beginnen.
 
Durch die Kombination mit Einkommen aus Festgeldkonten, das ab Rentenbeginn ausbezahlt wird, kann man so Sicherheit bekommen, dass man auch bei hoher Lebenserwartung ein sicheres Einkommen hat.
 
Fazit ist: Je eher Sie beginnen, sich mit der Planung des Ruhestands zu befassen, desto besser. Wenn eine gute Möglichkeit gefunden wird, chancenorientierte Produkte und Produkte, die Garantieen enthalten, auszubalancieren und zu kombinieren, kann man immer noch eine angemessene Rente für viele Menschen erzielen. 

  Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

 

  Kontakt für Presse

Petra Brandes
Allianz SE
Tel. +49.89.3800-18797
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