UN-Convened Net-Zero Asset Owner Alliance

Auf dem UN-Klimagipfel in New York im September 2019 gründeten die Vereinten Nationen die Net-Zero Asset Owner Alliance. Die Mitglieder dieser Gruppe verpflichten sich, die CO2-Emissionen ihrer Anlageportfolios bis 2050 auf netto Null zu reduzieren. Damit will die Alliance ihren Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten leisten.

Gemeinsam mit der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP FI), den Principles for Responsible Investment (PRI), dem WWF sowie der Mission 2020-Kampagne hat die Allianz Gruppe dazu beigetragen, dieses Bündnis aus den größten Pensionsfonds und Versicherungsunternehmen aufzubauen.

Zwölf Pensionsfonds und Versicherer aus der ganzen Welt haben die Asset Owner Alliance gegründet. Gemeinsam verantworten sie rund 2,4 Billionen US-Dollar an verwalteten Vermögen.

Was ist die UN-Convened Net-Zero Asset Owner Alliance (AOA)?

Die AOA ist die ehrgeizigste Plattform für Asset Owner wie Versicherer und Pensionsfonds, die sich für den Kampf gegen die globale Erwärmung einsetzen. Sie fokussiert und unterstützt die Umsetzung bestehender Dekarbonisierungsstrategien.

Was ist das Ziel der Allianz Gruppe im Rahmen der AOA?

Wir gehen diese Verpflichtung ein, da wir erwarten, First-Mover-Vorteile zu erzielen und langfristig Renditen zu sichern, indem wir das Kapital unserer Versicherungskunden klimaschonend anlegen.

Worauf erstreckt sich diese Verpflichtung?

Die Verpflichtung umfasst das eigene Anlageportfolio der Allianz Gruppe, d.h. das Kapital unserer Versicherungskunden.

Warum hat sich die Allianz Gruppe entschieden, beim Aufbau der AOA mitzuwirken?

Die Allianz Gruppe und die anderen Mitglieder der AOA haben sich verpflichtet, das Pariser Klimaabkommen in unseren Portfolios zu erfüllen. Und wir haben den klaren Anspruch, realwirtschaftliche Maßnahmen zu bewirken. Die AOA wird mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass sie ihre Geschäftsmodelle dekarbonisieren. Wir wollen eine robuste Transformation mit und innerhalb der Realwirtschaft, aber auch mit der Politik, ermöglichen und anstreben.

Die Zusammenarbeit der Asset Owner auf der Grundlage des 1,5°C-Ziels hilft, mit einer gemeinsamen Stimme eine transparente, langfristige Vision zu transportieren. Dadurch ermöglichen wir uns, der Realwirtschaft, politischen Entscheidungsträgern, Aktionären, Kunden und anderen Interessengruppen einen strukturierten Austausch, wie am besten Emissionsreduktionen erreicht werden können.

Inwiefern unterscheidet sich die AOA von der Science Based Targets initiative und anderen bestehenden Initiativen? 

Die Science Based Targets initiative (SBTi) ist eine sektorübergreifende Initiative, die es Unternehmen aller Branchen ermöglicht, ihre Reduktionsziele zu überprüfen. Die AOA dagegen konzentriert sich auf Asset Owner wie Pensionsfonds und Versicherungsgunternehmen und wird das „Scharnier“ sein zwischen diesen, Verifizierungsinitiativen und -instrumenten wie SBTi, Corporate-Engagement-Plattformen wie Climate Action 100+ und politischen Entscheidungsträger.

Die Allianz Gruppe ist bereits 2018 SBTi beigetreten und hat sich damit verpflichtet, ein portfolioweites Emissionsminderungsziel im Einklang mit den klimawissenschaftlichen Anforderungen festzulegen. 

Warum hat die AOA 2050 als Zieljahr für Netto-Null-Emissionen gewählt und was werden Sofortmaßnahmen der Bündnismitglieder sein?

Die Allianz nimmt das Jahr 2050 als langfristiges Ziel. Es stellt den aktuellen wissenschaftlichen Konsens darüber dar, wann Netto-Null-Emissionen erreicht werden müssen, um die globale Erwärmung auf 1,5°C im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten zu begrenzen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Mitglieder der Allianz bis zu diesem Zeitpunkt inaktiv bleiben, im Gegenteil.

Die Asset Owner werden unverzüglich Maßnahmen ergreifen, einschließlich der Zusammenarbeit mit Portfoliounternehmen. Die Alliance-Mitglieder werden für die Zieljahre 2025, 2030 und darüber hinaus Zwischenziele festlegen, um sicherzustellen, dass sich ihre Portfolios rechtzeitig und schrittweise dekarbonisieren, und über die Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele berichten. Darüber hinaus werden in den nächsten 3 Jahren alle Mitglieder die folgenden Aktionen durchführen:

1. Durchgeführte und offenbarte Portfolio-Baselinebewertungen

2. Klimastrategien und Aktionspläne, einschließlich Entwicklungspfaden, entwickelt.

3. Bis Dezember 2023: Offenlegung des ersten quantitativen Berichts der Asset Owner Alliance (gepaart mit dem ersten „Global Stocktake“ des UNFCCC gemäß Artikel 14.2 des Pariser Abkommens)

Die Mitglieder der Alliance arbeiten bereits daran, Best Practice zur Verringerung der Treibhausgasemissionen zu definieren, indem sie mit Portfoliounternehmen und der Politik zusammenarbeiten. Durch das Engagement mit Portfoliounternehmen können Treibhausgasemissionen in der Realwirtschaft reduziert werden. Simple Ausschlüsse würden dagegen nur zu Emissionsminderungen in den Portfolios der Asset Owner führen, nicht in der Realwirtschaft.

Erfordert die Verpflichtung, dass die Mitglieder der AOA alle ihre emissionsintensiven Anlagen veräußern?

Nein. Während der Asset Owner selbst entscheiden kann, welche Vermögenswerte er besitzt, verlangt die AOA vom Mitglied, Maßnahmen zu ergreifen, die eine Dekarbonisierung des Portfolios bewirken und letztendlich bis 2050 ein „Net-Zero“-Portfolio liefern und zwar in einer Weise, die den Verringerungen der Treibhausgasemissionen in der Realwirtschaft so förderlich wie möglich ist.

Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang UNEP FI, Mission 2020, PRI und WWF?

UNEP FI und die Principles for Responsible Investment berufen die Asset Owner Alliance gemeinsam ein und liefern Experteneinschätzungen sowie ihr Netzwerk zu Investoren, den Vereinten Nationen und den Mitgliedstaaten.

Mission 2020, gegründet von der ehemaligen Generalsekretärin der UNFCCC, Christiana Figueres, und der WWF werden als Nichtregierungs-Akteure das Bündnis strategisch beraten.

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