Allianz RE vereinbart Zusammenarbeit mit Enstar in den USA

Gemeinsame Schadenbearbeitung mit der Run-Off-Einheit Allianz Resolution Management US

Um ihr Altgeschäft aktiv zu steuern, haben die Allianz SE Rückversicherung (Allianz Re) und ihre amerikanische Schwestergesellschaft diese Woche eine Rückversicherungs- und Beratungsvereinbarung mit dem Run-Off Spezialisten Enstar geschlossen. Die Transaktion beinhaltet den Transfer von lang laufenden US Schadenreserven in einer Höhe von 1,1 Mrd. USD zu Enstar. Sie erfolgt in Form eines 50% Quotenrückversicherungsvertrags über ausgewählte Portefeuilles der San Francisco Reinsurance Company (ARM US), ein Teil von Allianz Resolution Management (ARM). ARM US und Enstar werden gemeinsam die Schadenbearbeitung dreier Portefeuilles managen: Asbest und Umwelt, Baumängel und Arbeiterunfallversicherung, die mit Nettoreserven von 2,2 Mrd. USD hinterlegt sind.  

"Wir freuen uns über diese Vereinbarung mit Enstar, einem führenden Anbieter im Run-Off-Geschäft. Die Kooperation mit ARM US vereint unsere eigene Stärke im Schadenmanagement mit der Erfahrung und der Erfolgsgeschichte von Enstar. Die Rückversicherungsvereinbarung stellt sicher, dass beide Parteien von der effizienten Schadenbearbeitung des gemeinsamen Teams profitieren. Dadurch können wir das Geschäft aktiv steuern und verwirklichen unser strategisches Ziel, eine Run-Off-Einheit für die Gruppe aufzubauen“, erklärt Axel Theis, der als Vorstandsmitglied der Allianz SE unter anderem für die Rückversicherung verantwortlich ist. Effektives Run-Off-Management ist ein wichtiger Beitrag zur strategischen Gruppeninitiative „Technical Excellence“, eine von fünf Komponenten der Allianz „Renewal Agenda“, die im November 2015 vorgestellt wurde. Allianz Re baut die Plattform und das Know-how, damit Altverträge und Run-Off Portfolien gruppenweit effizient bearbeitet werden können.

Im Rahmen der Vereinbarung unterstützt ein Team von Enstar Experten das operative Management der rückversicherten Verbindlichkeiten. „Die kombinierte Rolle von Enstar als Rückversicherer und Co-Manager bietet mehrere Vorteile“, kommentiert Dieter Wemmer, CFO der Allianz Gruppe. „Durch den Rückversicherungsvertrag verringern wir unser Risiko und setzen Kapital frei. Außerdem entspricht die Prämie für die Rückversicherungsvereinbarung dem Stand der Reserven zum Jahresende 2015. Wir sehen erhebliches Wertpotential für beide Seiten dank unserer vereinten Stärken und der Größenvorteile.“

Die Rückversicherungstransaktion erfolgt vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden.

Die Kooperation mit Enstar ist ein wichtiger Meilenstein in der strategischen Entwicklung von ARM als Run-Off-Einheit der Gruppe. ARM wurde 2014 als operativer Geschäftsbereich von Allianz Re aufgebaut und umfasst unterschiedliche Einheiten und Regionen innerhalb der Gruppe. Das Team in den USA steuert das Altgeschäft der San Francisco Re und der US Tochtergesellschaften (ARM US), ein in München und Zürich ansässiges europäisches Team unterstützt die Allianz Tochtergesellschaften außerhalb der USA (ARM International).

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