Allianz auf Kurs für Gesamtjahresziel

Operatives Ergebnis der ersten neun Monate stabil bei 8,15 Milliarden Euro / Neunmonatsüberschuss/Anteilseigner steigt um 3,9 Prozent auf 5,20 Milliarden Euro / Operatives Quartalsergebnis geht um 7,5 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro zurück / Quartalsüberschuss/Anteilseigner 15,4 Prozent niedriger bei 1,36 Milliarden Euro / Gezielte Veränderung im Produktmix der Lebensversicherung verbessert Neugeschäftsprofitabilität / Starke Kapitalisierung nach Solvency II bei 200 Prozent

In den ersten neun Monaten des Jahres stieg der Gesamtumsatz um 3,5 Prozent auf 95,5 (92,2) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis blieb stabil bei 8,15 (8,14) Milliarden Euro. Der auf Anteilseigner entfallende Neunmonatsüberschuss legte um 3,9 Prozent zu auf 5,20 (5,00) Milliarden Euro.

„In einem volatilen Finanzmarktumfeld blieben die Fundamentaldaten für alle Geschäftsbereiche im dritten Quartal auf einem soliden Niveau. Wir erwarten, dass das operative Ergebnis für das Gesamtjahr ansteigen wird und am oberen Ende unseres Zielkorridors von 10,0 bis 10,8 Milliarden Euro liegen wird“, so Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE.

Die Allianz Gruppe hat im dritten Quartal 2015 die Umsätze auf einem hohen Niveau halten können und ein solides operatives Ergebnis erreicht, wobei beide Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgingen. Der gesamte Quartalsumsatz belief sich auf 27,5 (drittes Quartal 2014: 28,8) Milliarden Euro, ein Rückgang von 4,3 Prozent. Das operative Ergebnis lag bei 2,45 (2,65) Milliarden Euro, 7,5 Prozent niedriger. Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss belief sich auf 1,36 (1,61) Milliarden Euro, ein Rückgang von 15,4 Prozent, der sich teilweise aus einmaligen Steuererträgen im dritten Quartal 2014 ergab.

Im Quartal stiegen die Bruttobeitragseinnahmen im Bereich Schaden- und Unfallversicherung, während das operative Ergebnis von einem geringeren Kapitalanlage- und versicherungstechnischem Ergebnis beeinträchtigt war. In der Lebens- und Krankenversicherung verschob sich der Umsatz zugunsten von fondsgebundenen und anderen kapitaleffizienten Produkten, während die Beitragseinnahmen für traditionelle Produkte zurückgingen. Im Asset Management blieb das operative Ergebnis durch die Auswirkungen der Mittelabflüsse in vorherigen Quartalen unter Druck.

Die Kapitalisierung nach Solvency II lag zum 30. September 2015 bei 200 Prozent. Das entspricht einem Anstieg von 9 Prozentpunkten im Vergleich zum 31. Dezember 2014. Das Eigenkapital stieg um 0,9 Prozent auf 61,3 Milliarden Euro von 60,7 Milliarden Euro am Ende des vergangenen Jahres.

Schaden- und Unfallversicherung mit solidem operativen Ergebnis

Die Bruttobeitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen um 2,4 Prozent auf 11,52 (11,25) Milliarden Euro im dritten Quartal an. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte betrug das interne Wachstum 0,4 Prozent. Starkes Prämienwachstum verzeichnete vor allem die Türkei mit 37,6 Prozent internem Wachstum. Bei der globalen Geschäftseinheit Allianz Worldwide Partners war Allianz Global Assistance der Haupttreiber des internen Wachstums von 12,1 Prozent, während in Spanien die Prämieneinnahmen um 7,3 Prozent stiegen. Australien setzte sein starkes Wachstum mit 4,2 Prozent auf interner Basis fort, insbesondere in den Bereichen Kfz- und Sachversicherung.

Das operative Ergebnis in der Schaden- und Unfallversicherung sank im dritten Quartal 2015 um 5,0 Prozent auf 1,35 (1,42) Milliarden Euro. Dieser Rückgang entstand größtenteils aufgrund eines niedrigeren Kapitalanlageergebnisses und wurde verstärkt durch ein schwächeres versicherungstechnisches Ergebnis. Der Einfluss von Naturkatastrophen lag um 137 Millionen Euro höher als im vergangenen Jahr und belief sich auf 144 Millionen Euro. Die Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 94,1 (93,5) Prozent.

„Unser Schaden- und Unfallgeschäft weist weiterhin eine starke versicherungstechnische Marge auf, trotz eines Anstiegs der wetterbedingten Schäden im Vergleich zum Vorjahr sowie einiger Großschäden“, so Dieter Wemmer. „Insgesamt ist die Entwicklung dieses Geschäftsbereichs weiterhin auf Kurs.“

Lebens- und Krankenversicherung: gezielte Veränderung im Produktmix verbessert Neugeschäftsmarge

Insgesamt nahm die Nachfrage nach fondsgebundenen und kapitaleffizienten Produkten weiter zu. Dies ist vor allem in den Kernmärkten sichtbar, darunter Deutschland, Frankreich und Italien. Als Ergebnis dieser gezielten Produktstrategie stieg die Neugeschäftsmarge um 0,3 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent.

In der Folge sanken in der Lebens- und Krankenversicherung die Beitragseinnahmen um 9,7 Prozent im Vergleich zu den erhöhten Einnahmen im Vorjahresquartal und beliefen sich auf 14,31 (15,85) Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis ging um 6,6 Prozent auf 738 (790) Millionen Euro zurück, zum Teil beeinträchtigt durch eine Abschreibung von aktivierten Abschlusskosten in Südkorea.

Der Neugeschäftswert ging leicht um 1,6 Prozent zurück auf 325 (330) Millionen Euro. Verglichen mit dem zweiten Quartal stieg der Neugeschäftswert um 55 Prozent. Diese Verbesserung ist ein weiteres Resultat der gezielten Produktstrategie weg von kapitalintensiven Produkten.

„Unser Produktmix im Bereich Lebens- und Krankenversicherung bewegt sich weiterhin in die richtige Richtung: weg von traditionellen und hin zu neuen Produkten“, so Dieter Wemmer. „Die gestiegene Neugeschäftsmarge ist ein eindeutiger Beleg, dass sich die Umsetzung unserer Strategie auszahlt.“

Asset Management: Nettomittelabflüsse von Dritten weiter verlangsamt

Im dritten Quartal beliefen sich die operativen Erträge im Asset Management auf 1,64 (1,62) Milliarden Euro, ein Anstieg von 1,1 Prozent. Dieser Anstieg ist vor allem auf ein hohes Niveau an erfolgsabhängigen Provisionen und dem erheblich gestärkten US-Dollar zurückzuführen, was die Auswirkung vom niedrigeren durchschnittlichen verwalteten Vermögen für Dritte mehr als ausglich.

Das operative Ergebnis ging um 13,5 Prozent auf 600 (694) Millionen Euro zurück. Von aktuellen und früheren Nettomittelabflüssen beeinflusst, verschlechterte sich das Aufwand-Ertrag-Verhältnis auf 63,3 (57,1) Prozent, verbesserte sich jedoch im Vergleich zum Vorquartalsniveau von 67,4 Prozent. Das gesamte verwaltete Vermögen belief sich per 30. September 2015 auf 1.746 Milliarden Euro, verglichen mit 1.801 Milliarden Euro Ende 2014. Das verwaltete Vermögen für Dritte ging zurück auf 1.259 Milliarden Euro im Vergleich zu 1.313 Milliarden Euro. Der Rückgang ist neben den Nettomittelabflüssen auf die Volatilität an den Kapitalmärkten zurückzuführen. 

Im dritten Quartal gingen die Nettomittelabflüsse Dritter im Asset Management weiter zurück und beliefen sich auf 14,8 Milliarden Euro, im Vergleich zu 47,4 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Nettomittelabflüsse bei PIMCO beliefen sich auf 16,0 Milliarden Euro im dritten Quartal, während Allianz Global Investors Nettomittelzuflüsse verzeichnete, die insgesamt bei 1,3 Milliarden Euro lagen.

„Die Nettomittelabflüsse bei PIMCO haben sich im Vergleich zum Vorquartal fast halbiert und den niedrigsten Stand seit Beginn der Nettomittelabflüsse im dritten Quartal 2013 erreicht“, so Dieter Wemmer. „Allianz Global Investors verzeichnete zum elften Mal in Folge ein Quartal mit Nettomittelzuflüssen.“

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