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Allianz erreicht operatives Ergebnisziel 2011 trotz schwierigen Umfelds

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Umsatz übertrifft mit 103,6 Milliarden Euro erneut die 100-Milliarden-Euro-Marke - Stabiles operatives Ergebnis von 7,9 Milliarden Euro im Zielkorridor - Jahresüberschuss von 2,8 Milliarden Euro belastet durch Wertminderungen auf griechische Staatsanleihen und auf Investments im Finanzsektor - Weiterhin starke Kapitalausstattung mit Solvabilitätsquote von 179 Prozent - Vorgeschlagene Dividende von 4,50 Euro je Aktie stabil auf hohem Niveau


München, 23.02.2012

Hinweis: Die endgültigen Geschäftsjahreszahlen 2011 wurden am 23. März 2012 (Veröffentlichung des Geschäftsberichts) bekannt gegeben. Im Vergleich zu den am 23. Februar 2012 veröffentlichten vorläufigen Zahlen haben sich keine materiellen Veränderungen ergeben.

Die Allianz Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011 ihr operatives Ergebnisziel erreicht, trotz volatiler Kapitalmärkte und einer ungewöhnlich hohen Belastung aus Naturkatastrophen. Der Gesamtumsatz lag mit 103,6 Milliarden Euro 2,7 Prozent unter dem Rekordjahr 2010, als 106,5 Milliarden Euro erzielt wurden. Das operative Ergebnis erreichte 7,9 Milliarden Euro und lag damit innerhalb des Zielkorridors von 8,0 Milliarden Euro, plus/minus 0,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum operativen Ergebnis 2010 von 8,2 Milliarden Euro ist das ein Rückgang von 4,6 Prozent.

Die Schaden- und Unfallversicherung steigerte ihren Umsatz und konnte ihre Profitabilität trotz Rekordbelastungen aus Erdbeben, Überschwemmungen und Stürmen annähernd halten. Die Lebens- und Krankenversicherung erreichte ihr operatives Ergebnisziel trotz widriger Finanzmarktbedingungen. Das Asset Management verbuchte erneut ein erfolgreiches Jahr und setzte seine starke Leistung fort.

Der Jahresüberschuss 2011 lag bei 2,8 Milliarden Euro nach 5,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Rückgang von 46,2 Prozent resultierte hauptsächlich aus sehr konservativen nicht-operativen Wertminderungen von 1,9 Milliarden Euro auf griechische Staatsanleihen und Investments vor allem im Finanzsektor.

Die Allianz Gruppe hat ihre starke Kapitalausstattung 2011 weiter gefestigt: Das Eigenkapital erhöhte sich auf 44,915 Milliarden Euro von 44,491 Milliarden Euro. Die Solvabilitätsquote stieg zum Jahresende auf 179 Prozent im Vergleich zu 173 Prozent im Vorjahr.

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat der Allianz SE eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Dividende von 4,50 Euro je Aktie vorschlagen. Dieser Vorschlag spiegelt die operative Ertragskraft und die Kapitalstärke der Allianz Gruppe wider.

"2011 war ein schwieriges Jahr. Dennoch konnten wir unsere Stabilität durchgehend erhalten. Das ist ein enormer Erfolg", sagte Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. "Diese Ergebnisse zeigen die Stärke des Geschäftsmodells der Allianz."

Schaden- und Unfallversicherung mit gesundem Wachstum

Die Bruttoprämieneinnahmen der Schaden- und Unfallversicherung stiegen auf einen Rekordwert von 44,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 2,0 Prozent im Vergleich zu 2010. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte, betrug das interne Wachstum 2,3 Prozent. Die Umsätze in Großbritannien, Südamerika und Australien sowie im Kreditversicherungsgeschäft legten deutlich zu. In Schlüsselmärkten wie Deutschland, Frankreich und Italien blieben die Umsätze stabil.

Das operative Ergebnis hielt sich auf hohem Niveau, obwohl es das kostspieligste Jahr für Naturkatastrophen in der Geschichte der Allianz war. Neben den Erdbeben in Japan und Neuseeland sind hier vor allem die Überschwemmungen in Australien und Thailand zu nennen sowie die Tornados in den USA. Selbst mit diesen Einflüssen erreichte das operative Ergebnis 4,2 Milliarden Euro, nur 2,5 Prozent weniger verglichen mit 4,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Allianz Gruppe hat 2011 1,8 Milliarden Euro für Schäden aufgrund von Naturkatastrophen an ihre Kunden ausgezahlt oder zurückgestellt; 0,5 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2010.

Die Schaden-Kosten-Quote stieg auf 97,8 Prozent nach 97,2 Prozent im Vorjahr. Naturkatastrophen trugen hierzu 4,4 Prozentpunkte bei, verglichen mit 3,2 Prozentpunkten im Jahr 2010. Die Kostenquote 2011 sank auf 27,9 Prozent, im Vergleich zu 28,1 Prozent im Vorjahr.

Die operativen Investmenterträge verbesserten sich 2011 um 5,5 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, im Vergleich zu 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Die durchschnittlichen Kapitalanlagen stiegen um 3,7 Prozent auf 96,3 Milliarden Euro nach 92,9 Milliarden Euro 2010.

"Wir haben in diesem Jahr aufgrund der Naturkatastrophen deutlich höhere Auszahlungen für unsere Kunden vorgenommen als im bereits schwierigen Jahr 2010", sagte Oliver Bäte, Mitglied des Vorstands der Allianz SE. "Trotzdem erweist sich unsere Schaden- und Unfallversicherung als robust. Eine selektive Zeichnungspolitik und Kostendisziplin haben die Ertragsstärke des Segments gesichert."

Lebens- und Krankenversicherung weiter auf hohem Niveau

In einem schwierigen Marktumfeld erzielte die Lebens- und Krankenversicherung mit 52,9 Milliarden Euro die zweithöchsten gesamten Prämieneinnahmen der Unternehmensgeschichte. Damit lagen diese um 7,4 Prozent unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert von 57,1 Milliarden Euro. Der Rückgang spiegelt einen bewusst  geringeren Absatz von marktsensitiven Anlageprodukten wider, um Gewinnmargen zu erhalten. Einnahmen aus traditionellen Lebensversicherungsprodukten blieben im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau.

Der Anstieg der Neugeschäftsmarge auf 2,3 Prozent von 2,2 Prozent im Vorjahr zeigt die Konzentration auf profitables Neugeschäft. Der Neugeschäftswert 2011 von 940 Millionen Euro verringerte sich aufgrund niedrigerer Volumina von 993 Millionen Euro im Vorjahr.

Die durchschnittlichen Kapitalanlagen stiegen 2011 um 7,1 Prozent auf 357,8 Milliarden Euro, im Vergleich zu 334,2 Milliarden Euro im Jahr 2010. Vor allem aufgrund eines niedrigeren Anlageergebnisses in Folge des schwierigen Marktumfelds sank das operative Ergebnis auf 2,4 Milliarden Euro, im Vergleich zu 2,9 Milliarden Euro im Vorjahr.

"Die Ergebnisse 2011 unterstreichen die zugrunde liegende Stärke unserer Lebens- und Krankenversicherung", sagte Oliver Bäte. "Denn trotz der gewaltigen Marktturbulenzen liegt das operative Ergebnis klar innerhalb unseres Zielkorridors. Wir haben uns auf das Geschäft mit guten Margen konzentriert und Profitabilität und Kapital gesichert. Gerade in schwierigen Marktphasen differenzieren uns unsere Kapitalstärke und unsere Fähigkeit, die gegebenen Versprechen gegenüber unseren Kunden einzuhalten."

Asset Management liefert hervorragendes Ergebnis

Auch 2011 war ein hervorragendes Jahr für das Asset Management. Die gesamten verwalteten Anlagen stiegen um 9,2 Prozent auf 1.657 Milliarden Euro. Die für Dritte verwalteten Anlagen erhöhten sich auf 1.281 Milliarden Euro, im Vergleich zu 1.164 Milliarden Euro im Vorjahr.

Der Provisionsüberschuss setzte ebenfalls seinen Aufwärtstrend fort und erreichte 2011 5,5 Milliarden Euro, 11,0 Prozent mehr als die 4,9 Milliarden Euro des Vorjahres. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte lag der Zuwachs auf interner Basis bei 15,3 Prozent.

Das operative Ergebnis des Segments lag 2011 bei 2,3 Milliarden Euro, ein Zuwachs um 9,5 Prozent, im Vergleich zum Vorjahreswert von 2,1 Milliarden Euro. Das interne Wachstum, bereinigt um Wechselkurseffekte, betrug 14,0 Prozent. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis für 2011 von 59,0 Prozent blieb praktisch unverändert gegenüber 58,7 Prozent des Vorjahres. Es lag damit deutlich unter der Obergrenze von 65 Prozent und dokumentiert damit zugleich operative Effizienz, trotz erheblicher Investitionen in weiteres Wachstum.

"Das Asset Management bleibt eine Erfolgsgeschichte und hat erneut ein Rekordniveau bei den gesamten verwalteten Anlagen sowie einen Jahresüberschuss von 1,3 Milliarden Euro erreicht. Es ist ein wichtiger Bestandteil des ausgewogenen Portfolios der Allianz und ermöglicht uns, ein so herausforderndes Jahr wie 2011 erfolgreich zu bewältigen", sagte Oliver Bäte.

Ausblick 2012

"Wir erwarten 2012 weltweit ein ähnliches wirtschaftliches Umfeld wie 2011, mit einer leichten Besserung im zweiten Halbjahr. Die ersten Schritte zur Stabilisierung der Eurozone wurden bereits erfolgreich umgesetzt", sagte Michael Diekmann. "Die Fähigkeit, auch in diesem Umfeld Risiken abzufedern und stabile Erträge zu erzielen, kommt gleichermaßen Kunden, Aktionären und Mitarbeitern zu Gute. Wir sind zuversichtlich, unsere starken Geschäftsmöglichkeiten umzusetzen, und erwarten für 2012 ein erhöhtes operatives Ergebnis von 8,2 Milliarden Euro, plus/minus 0,5 Milliarden Euro."

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen hier zur Verfügung gestellt wird.

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