Prognosen zur Entwicklung der Staatsverschuldung in Europa

Die akute Finanzmarktkrise ist seit einigen Jahren überwunden. In den krisengeplagten EWU-Volkswirtschaften hat sich die wirtschaftliche Situation - mit Ausnahme von Griechenland - schon deutlich verbessert. Aber die europäische Schuldenkrise ist noch lange nicht bewältigt. Eine Vielzahl von EWU-Mitgliedsstaaten sitzt weiterhin auf großen Schuldenbergen.

Unsere Berechnungen für die Entwicklung der Staatschulden in den drei großen EWU-Ländern und den vier Krisenländern zeigen, dass in vielen Ländern die nachhaltige Reduzierung der Staatsschuldenquote ein sehr langwieriger Prozess sein wird. Nur Deutschland und Irland wird es bis 2032 gelingen, das 60%-Schuldenstandkriterium des Stabilitäts- und Wachstumspakts einzuhalten. Drei Länder werden auch 2032 noch mit Schuldenbergen in Höhe von 100% der Wirtschaftsleistung oder mehr leben müssen, nämlich Griechenland, Italien und Portugal. Die Fortschritte des Schuldenabbaus sind dabei stark von Annahmen über die Finanzdisziplin, das Wirtschaftswachstum und die durchschnittlichen Schuldzinsen abhängig.

Unser interaktives Debt Tool ermöglicht es, die Entwicklung der Schuldenquoten für ausgewählte Volkswirtschaften im Euroraum unter alternativen Annahmen zu ermitteln und unseren Prognosen gegenüberzustellen.

Ist-Werte
Durchschnittswerte
2000 bis 2017
Allianz
Annahmen
2018 bis 2032
Alternativ
Annahmen
2018 bis 2032
Reales BIP-Wachtsum(?)
(in %)
Inflationsrate(?)
(in %)
Primärsaldo(?)
(in % des BIP)
Durchschnittszins auf Staats­schuld(?)
(in %)